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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
62514479
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Falvina ist jetzt online.

Guten Morgen, ich bin eine rüstige Neurentnerin mit Welpen,

Beantwortete Frage:

Guten Morgen,
ich bin eine rüstige Neurentnerin mit Welpen, Haus und Garten.
Mein Dalmatiner (6 Monate) hört toll ohne Ablenkung, aber wenn sie Hunde und Spaziergänger, Jogger oder ähnliches sieht rastet er aus, quietscht und will unter ALLEN Umständen dort hin. Dann muss sie absitzen und warten. Das ist dann ganz großes Theater mit allem Können eines kleinen Hundes,, quietschen schreien, springen und wegziehen. Bei denn Hunden gehen wir langsam hin damit sie viele kennenlernt, fast immer spielen sie dann. Auch in einem Rudel kommt sie prima mit jedem Hund aus.
Da er sehr weit die Felder einsehen kann habe ich meinen Hund an einer Schleppleine, sie würde sonst erstmal weglaufen..

Wenn ich Richtung Wiese fahre fängt sie schon an im Auto Theater zu machen. Was soll ich tun? Ignorieren, abbrechen ich weiss nicht mehr was richtig bzw. zielführend ist.
Wenn sie alt genug ist soll sie am Fahrrad laufen.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 7 Jahren.
Guten Morgen


So ein Spaziergang enthält unheimlich viele Möglichkeiten, unseren Hunden die Führungsqualitäten von uns Menschen zu beweisen.
Allerdings haben Hund/Mensch zwei Ansichten eines Spaziergangs.
Für uns stellt er eine entspannte Tätigkeit dar, bei der wir einen klaren Kopf bekommen können, für einen Hund dagegen ist es die Hauptaktivität in seinem Tagesablauf.
Unser Spaziergang soll Ihnen die Jagd ersetzten und dieses Bedürfnis ist noch immer ganz fest in Ihren Genen verankert. Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund beim verlassen der Wohnung schon ruhig ist. Warten Sie zur Not mit dem anleinen bis er wirklich entspannt ist.

Sie müssen dafür sorgen, dass Ihr Hund nicht vor Ihnen läuft an der Leine, auch wenn er ruhig läuft müssen Sie immer zusehen, das er am Anfang, so lange er in der Lernphase ist, neben oder hinter Ihnen läuft.
Wenn er vor will, weil er etwas gesehen hat, blockieren Sie ihn mit ihrem Körper. Falls er sehr unruhig ist, bleiben sie stehen und waten wieder, bis er ruhig ist. Reden Sie nicht und bleiben Sie selbst ruhig. Versuchen Sie die Ruhe zu vermitteln indem Sie dem Hund durch "Nichtstun" signalisieren "hier ist gar nichts los".
Wenn der Hund hinter Ihnen läuft verspürt er irgendwann nicht mehr das Bedürfnis die Lage "kontrollieren" zu wollen, egal ob seine absichern von neugieriger Natur sind.
Allerdings müssen Sie hierbei, wie schon erwähnt, 100% Rudelführer sein und der Hund muss dies auch annehmen.
Achten Sie auch darauf, dass er nicht "fixiert" sobald etwas in seinem Blickfeld ist und er starrt drauf, gleich "korrigieren". Entweder kurz "hey" sagen, und sich dabei vor ihn stellen oder ihn kurz an der Seite (Schulter) anstupsen (schnell, kurz aber markant), so dass er aus der Fixierung gerissen wird und sich auf Sie konzentriert.
Falls er sich nach so einer Begegnung nicht beruhigt, bleiben sie wieder stehen und warten Sie so lange, bis der Hund ruhig wird, seinen Sie geduldig, reden Sie nicht oder versuchen den Hund zu beruhigen.
Nie einen unruhigen Hund streicheln und loben.
Bitte nie versuchen den Hund in so einer Situation zu beruhigen oder zu schimpfen, in beiden Fällen bestätigen sie sein Verhalten und es würde von mal zu mal schlimmer werden.
Versuchen Sie immer ruhig und bestimmt aufzutreten, wenn er zu einem Hund hin will, blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, so dass er nicht durch kann, nicht reden, falls Blockierung alleine nicht hilft, wieder kurz in die Seite Stupsen. Wichtig ist, dass er ruhig wird, die Lage muss sich erst entspannen, sonst wird es auf Dauer nicht besser und der Hund läuft im gestressten oder unruhigen Stadium weiter und trifft auf den nächsten Hund. Auch wenn wir Menschen denken, dass er ruhig ist, "sehen" viel nicht, dass der Hund trotzdem noch unruhig ist.
Dies äußert sich manchmal durch Hecheln ohne bestimmten Grund, Kratzen, Schütteln oder Gähnen, dies sind aber nur die offensichtlichsten Anzeichen.
Wenn Sie einen anderen Hund sehen verändert sich automatisch Ihr Gemütszustand (nervös, unruhig), man fragt sich unbewusst "was wird jetzt wieder sein" und das merkt ihr Hund und verknüpft automatisch Ihr Verhalten mit dem Objekt, dass Sie gerade ansehen oder eben versuchen nicht anzusehen. Versuchen sie einen selbstbewussten Eindruck zu machen.
Dies müssen Sie aber immer machen, sobald Ihr Hund merkt, dass Sie unachtsam werden, wird er wieder versuchen nach vorne zu "schießen".
Achten Sie bitte unbedingt darauf, dass nie zwei sehr unruhige Hunde zusammenkommen, dass kann u.U. sehr böse enden.
Bitte in solchen Situationen nicht laut werden oder schimpfen denn der Hund nimmt unsere menschliche Wut oder Ärger als negative Energie auf und deutet es als Schwäche, somit macht man womöglich auf Dauer das Vertrauen des Hundes kaputt.
Bitte aber auch nicht streicheln oder versuchen zu beruhigen wenn er aufgebracht, nervös oder unruhig ist somit bestätigen Sie sein Verhalten und er würde einfach immer weiter machen.

Versuchen Sie die Latte nicht ganz so hoch zu setzen, üben Sie erst einmal in einer Gegend, wo nicht gar so viele Ablenkungen sind und steigern dies immer mehr, sonst ist es zu viel auf einmal.

Versuchen Sie vielleicht den Hund langsam an eine Box zu gewöhnen, da haben sie nicht so viel Reize von außen und viele Hund mögen eine Box, da sie als Höhle fungiert.
Im Auto würde er dann nicht mehr so viel mitbekommen und hätte keinen Grund sich aufzuregen.

Aber im großen und ganzen machen Sie das schon ganz gut, Sie müssen nur Geduld haben und in der ersten Zeit sehr konsequent sein, denn Ihr Hund kommt erst noch in die Pubertät und da kann es sein dass sich sein Verhalten noch verschlimmert, weil er Sie und Ihre Qualitäten als Rudelführer auch austesten will. Gerade in so einer Zeit ist es unheimlich wichtig, Regeln und Grenzen zu setzen und diese auch einzuhalten.

Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte auf "dem Experten antworten" drücken und ich antworte gerne kostenlos noch einmal

Vielen Dank XXXXX XXXXX
Paula Ciolacu
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Alle Ratschläge beruhen auf jahrelanger praktischer Arbeit mit unterschiedlichsten Hund/Mensch Teams. Da jeder Hund bzw. Mensch anders ist und ich mir online kein genaues Gesamtbild machen kann, bitte ich Sie in ganz schwierigen Fällen einen erfahrenen Experten vor Ort aufzusuchen.



Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte auf "dem Experten antworten" drücken und ich antworte gerne kostenlos noch einmal.
Einstweilen viel Erfolg und alles Gute
Paula Ciolacu

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Alle Ratschläge beruhen auf jahrelanger praktischer Arbeit mit unterschiedlichsten Hund/Mensch Teams. Da jeder Hund bzw. Mensch anders ist und ich mir online kein genaues Gesamtbild machen kann, bitte ich Sie in ganz schwierigen Fällen einen erfahrenen Experten vor Ort aufzusuchen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Hallo, vielen Dank für ihre schnelle Antwort.

1. mein Hund läuft nie neben oder hinter mir, ich bin froh, wenn er nicht zieht. Bei Fuß geht bisher nur auf "Kurzstrecken".

2. er fixiert nichts, er rastet aus!!

3. ich bin total entspannt bei Menschen und Hundebegegnungen.

4. Sie will nur jeden, ob Mensch oder Hund persönlich begrüssen, Ihr Leben ist nur Spaß und Freude, was sie alles mit jedem teilen möchte. Sie hat mit keinem Hund oder Mensch Schwierigkeiten.

5. Ich möchte, dass sie gelassener auf alle reagiert, sie läuft über100 m auf alles was sich bewegt und Spaß verspricht.

 

na ja vielleicht muss sie nur älter werden.

 

 

Experte:  Falvina hat geantwortet vor 7 Jahren.
Nein, Sie verstehen nicht, ihr Verhalten wird immer schlimmer, je mehr man sie machen lässt.
Und beobachten Sie genau, denn sie zeigt ihnen die Anzeichen schon vorher, das macht jeder Hund, es gibt fast keinen, der es nicht macht und die sind krank.

Persönlich Begrüßen darf nicht sein, sie müssen den Hund hinführen, wenn er das alleine macht wird sein Verhalten viel Schlimmer und sie haben einen ausgewachsenen Hund, den Sie nicht kontrollieren können.

Holen Sie sich bitte Rat bei einem Hundetrainer, oder versuchen sie die oben genannten Trainings Einheiten, denn so ein Verhalt hört nicht einfach auf, der Hund wird immer das tun, was er für richtig hält, wenn man ihm keine Regeln und Grenzen setzt.

100m ist kein Rudel mehr, da wird ihr Hund zu selbstständig, er darf nur 5-10 m von Ihnen weg. Bitte üben Sie dies.

Falls Sie noch mehr Fragen haben, bitte melden Sie sich,

Viele Grüße
Falvina und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.