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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
62514479
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Falvina ist jetzt online.

Hallo liebe Fellnasenversteher ;-) Meine Fellnase ist eindeutig

Beantwortete Frage:

Hallo liebe Fellnasenversteher ;-)
Meine Fellnase ist eindeutig eifersüchtig auf den lieben Zweibeiner, den wir vor drei Monaten kennengelernt haben. Auf der einen Seite liebt er ihn über alles, freut sich wie blöd, wenn er kommt aber wenn wir in der Wohnung Zeit für uns wollen und das betrifft vorwiegend das Bett, legt er sich mittenrein oder stört ständig, ganz leise, aber vehement ;-) Wir möchten ihm liebevoll und sanft zu verstehen geben, dass es auch Zeiten gibt, wo die Zweibeiner für sich sein wollen, wir ihn aber deswegen genauso lieb haben. Er ist nämlich ein sehr sensibler Fellnaserich mit ganz viel Feingefühl. Unser Hund ist ein Hovawart-Setter-Mischling und dreieinhalb Jahre alt. Was würdet ihr uns raten?
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo

Sie müssen die Rangordnung neu klären, denn Ihr Hund sieht in dem Fall nicht "oh, ein neuer Freund" sondern "oh, ein neuer und wo steht der in der Rangordnung und will der mein Futter und mein Weibchen?".
Also so ungefähr denkt der Hund :-)

Sie müssen ganz klar und ohne schlechtes Gewissen ihrem Hund klar machen, dass es jetzt anders läuft.
Bitte haben sie auf keinen Fall ein schlechtes Gewissen, das merkt der Hund und nimmt es als schlechte Energie auf, und dies könnte er negativ mit ihrem Freund verknüpfen weil sie diese Gefühle nur haben wenn er da ist.
Machen Sie folgendes:

-schränken Sie den Hund auch im Haus ein, er soll nicht die ganz Wohnung für sich beanspruchen können. Fordern Sie auch mal Ruhe ein, schicken Sie ihn auf seinen Platz, oder führen Sie ihn Wortlos da hin:
Nehmen Sie eine Leine und führen den Hund wortlos auf seinen Platz, lassen Sie dann die Leine fallen. Atmen Sie aus, das signalisiert Ruhe, schauen Sie den Hund dabei nicht an, reden Sie nicht bis der Hund ruhig ist.
Wenn dies der Fall ist, gehen sie weg aber behalten Sie den Hund in den Augenwinkeln im Auge, falls er auf steht blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, alles ruhig und ohne Worte.
Sie können dies auch ohne Leine machen, allerdings gibt diese ihnen mehr Kontrolle, aber es muss nicht unbedingt sein.
Drehen Sie sich seitlich weg, bleiben aber stehen, sehen Sie den Hund nicht dabei an, sonst wird er automatisch wahrscheinlich aufstehen und zu Ihnen kommen.
Das blockieren machen Sie so lange, bis er sich hinlegt, was jeder Hund nach einer Zeit tut. Nun können Sie weggehen, wenn er ihnen nachläuft, wieder von vorne.
Diese Einschränkung im Haus ist für einen Hund ganz normal, denn das kennen sie noch von Mama, im Rudel dürfen Hunde auch nicht überall rumlaufen und alles tun was sie wollen.

-Sie gehen immer zuerst los, beim Gassi, durch Türen usw.
-aufs Sofa/Bett darf er nur NACH Einladung Ihrerseits und muss, wenn Sie dies verlangen auch wieder runter (ohne Ziehen und Zwang
-füttern Sie aus der Hand, falls Sie dies nicht wollen, mischen sie das Futter kurz mit Ihrer Hand durch, dann mit das Futter Ihren Geruch an.
Füttern Sie nur wenn der Hund ruhig ist, zur Not warten bis die Aufregung vorbei ist. Nicht reden, einfach nur warten.
- alle Spiele beginnen und beenden Sie, wird er zu wild, sofort beenden.
-Interaktionen gehen immer von Ihnen aus, nicht vom Hund, er darf nicht alleine entscheiden.
-falls er anfängt, wieder Ruhe einfordern, dann dürfen Sie anfangen oder ihn streicheln, loben.
- viele Unterordnungsübungen oder Spiele machen Spaß und stärken Ihre Bindung
-gehen Sie zusammen spazieren, an der Leine, lassen sie den Hund nicht alles machen was er will. Er muss mit ihnen laufen, schnuppern oder markieren ist erstmal Tabu, nur wenn sie es wollen.
-Sie dürfen nicht unsicher wirken und gar zurückschrecken, das nimmt er als Schwäche auf und kann noch schlimmer werden, behaupten Sie ihren Platz.
-Streicheleinheiten nur noch wenn er ruhig und entspannt ist, nicht einfach so den Hund "kuscheln" das ist für Hund nicht natürlich. Schicken Sie ihn weg, wenn er es einfordert.

tun sie bitte alles in einer ruhigen, aber bestimmten Art und Weise, haben Sie keine Angst seine "Gefühle" zu verletzen, denn ein Hund fühlt nicht so wie wir Menschen, er ist auch nicht beleidigt oder nachtragend.
Vergessen Sie hierbei auch bitte nicht, dass ein Hund keine Rücksicht auf Ihren Freund nehmen würde, er würde, wenn es für seinen Nutzen dient, auch schnappen um ihrem Freund zu zeigen, dass er über ihm steht und dies dürfen sie nicht zulassen (hab ich alles schon erlebt)


Wenn Sie unsicher sind, holen Sie sich bitte einen erfahrenen Hundetrainer, der Ihnen hilft, falls Sie nicht zurecht kommen, denn wenn man versucht einen Hund zu Korrigieren und es nicht richtig macht oder zu viel Stress hat, kann es auch nach hinten los gehen und es wird schlimmer, denn unsicheren oder "schwachen" Rudelführern folgen sie nicht.

Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte auf "dem Experten antworten" drücken und ich antworte gerne kostenlos noch einmal

Vielen Dank XXXXX XXXXX
Paula Ciolacu

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Alle Ratschläge beruhen auf jahrelanger praktischer Arbeit mit unterschiedlichsten Hund/Mensch Teams. Da jeder Hund bzw. Mensch anders ist und ich mir online kein genaues Gesamtbild machen kann, bitte ich Sie in ganz schwierigen Fällen einen erfahrenen Experten vor Ort aufzusuchen.


Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Schon mal danke für die ausführliche Antwort, aber das, was Sie vorschlagen, ist sowieso schon unser alltäglicher Umgang :-) Er ist ausgebildeter Schulhund, hat also auch einen richtigen Beruf ;-) Wir machen viel mit Intelligenzspielzeug und gehen auch viel raus (insgesamt 3 -4 Stunden täglich). Es ist auch kein Dominanzproblem in dem Sinn, weil das so anklingt, er liebt es, wenn möglichst viele mit auf der Couch liegen, auch andere Hunde, er hat weder territorial noch mit Futter diesbezüglich ein Problem. Es ist eher so, dass man ihm manchmal helfen muss, wenn ihm ein Hund, der zu Besuch da ist, seinen Kauknochen wegnimmt oder sich einfach in seinen Korb legt. Er macht nämlich gar nichts und lässt es einfach zu und schaut dann zu uns so nach dem Motto "Hilf mir mal, ist doch meins!" Wäre ein Kommando, das wir mit ihm üben, dass er vom Bett/Couch runter auf seine Decke gehen soll, sinnvoll? Sowas gibt es schon für ihn, wenn er nach eineinhalb Stunden Gassi und spielen immer noch was will. Bei "Jetzt nicht" weiß er genau, was Sache ist, wir ignorieren ihn dann auch, genau wie sie es beschrieben haben und dann geht er auch in sein Körbchen oder auf seine Decke.

Das "Wie" ist aber die wichtigere Frage, denn er steht nicht auf Leckerlis, dafür macht er nur was, wenn er sie gerade mag und davon überzeugt ist, das Hovawart-Dickköpfchen kommt da ganz schön durch ;-) Am Rückruf haben wir geduldig fast zweieinhalb Jahre gearbeitet. Kann man ihn am Anfang einfach ruhig vom Bett pflücken und ihn auf seinen Platz setzen, wenn er das Kommando nicht beachtet?

 

Pfotengruß!

Experte:  Falvina hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo

ja, das ist das Problem beim Internet Hundetrainer, manchmal kommt es falsch rüber :-)

Also:
Ja, wenn er nicht reagiert auf "runter vom Bett" (Beispiel), dann am Halsband nehmen und runter, aber dann ohne Kommando. Falls er kein Halsband rum hat einfach den gesagten Worten Nachdruck verleihen und ihm einen Schubs geben, so dass er mehr oder weniger freiwillig runter geht.
Wenn Ihr aber vor dem Bett steht und euch "groß" macht und überzeugend "runter" sagt und mit der Hand auf den Boden zeigt, dann müsste er freiwillig runter gehen.
Versucht es ruhig, wenn euer Körper und eure Ausstrahlung überzeugend ist, dann braucht ihr keine Worte :-)
Wenn eure Energie nicht überzeugend ist, dann reagiert der Hund auch nicht, ist wie bei Kleinkinder, die wissen auch, wenn man es nciht ernst meint :-)
ja, am Anfang wäre es auch sinnig ihn auf seinen Platz zu schicken, dann verknüpft er es automatisch.
Als Kommando würde ich "runter" nehmen, dann könnt ihr es sowohl fürs Bett als auch fürs Sofa nehmen oder für alle Sachen wo er von oben nach unten springen muss :-)

Falls noch Fragen da sind, bite nochmal nachfragen
Danke XXXXX XXXXX
Paula
Falvina und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.