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Falvina
Falvina, Hundetrainer
Kategorie: Hundetrainer
Zufriedene Kunden: 574
Erfahrung:  Resozialisierung und Training von Hunden
62514479
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Falvina ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, meine 4 Jahre alte Labrador-

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine 4 Jahre alte Labrador- Ridgeback Hündin hat schon immer sehr viel Stress bei Wind und Sturm. Leider ist es bei uns seit Sylvester durchgehend stürmisch, daher meine Frage jetzt. Wir haben Zylkène, D.A.P und einige Bachblüten und Homöopatische Mittel ausprobiert. Außerdem ignorieren wir die Angst, versuchen uns so normal wie möglich zu verhalten (nachts das Radio laufen zu lassen etc. ist natürlich schwierig) , bieten den Kong oder andere Ablenkungen an und haben ihr Versteckmöglicheiten geschaffen. Da leider nichts wirklich geholfen hat ist die Frage, ob es noch eine andere Möglichkeit gibt ihr zu helfen. Ich mache mir wirklich Sorgen, da sie unter extremem Schlafmangel leidet und sich dies doch auch körperlich negativ auswirken kann?!
Vielen Dank XXXXX XXXXX!!!

Mit freundlichen Grüßen,

Katrin B.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Hundetrainer
Experte:  Falvina hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo Katrin

So ein Angstverhalten bei Hunden ist teilweise "angelernt", denn wenn der Hund sich bei ersten mal fürchtet und nicht mehr weiter will, sich hinsetzt oder in irgendeine Richtig zieht, haben wir Menschen die Angewohnheit dem Willen unserer Hunde nachzugeben.

Wir reden, wir locken, wir versuchen zu beruhigen und wissen dabei nicht, dass wir die Angst und Unsicherheit des Hunden nähren und diese immer weiter wächst.

Der einzige "Trick" bei so einem Angstverhalten ist, dem Hund nicht seinen Willen zu lassen und sie ruhig aber bestimmt zu führen.
Natürlich kann es passieren dass sich ihr Hund auflehnt, sich weigert und und und, aber Sie dürfen nicht nachgeben.
Versuchen Sie selbst ruhig aber bestimmt aufzutreten, Hund anleinen und raus, draußen schön zügig an der Leine laufen, nicht stocken wenn der Hund zögert, laufen Sie einen schnellen Schritt, so dass Ihr Hund gar nicht die Chance bekommt sich hinzusetzen.
Falls er sich doch hinsetzt, Leine nehmen, kurz den Hund berühren in Höhe der Schulter, wie ein kleiner Stubser, das reißt sie auch der Trance, falls er sehr nervös ist, ruhig etwas markanter stoßen, aber nicht schubsen. Und dann gleich weiter laufen.

Vermeiden Sie in Stress Situationen seinen Namen zu sagen, am besten gar nicht reden, bitte auch nicht streicheln oder Leckerli geben, damit belohnen Sie das falsche Verhalten. Nur Loben wenn er einigermaßen "normal" mitläuft. Tun Sie so als wäre das alles normal.

Die Angst bei so lauten Knallern/Wind/Sturm werden sie meist nie verlieren, es hängt auch vom Wesen des einzelnen Hundes ab, aber man kann Ihnen die Angst etwas nehmen, wenn man sie selbstbewußt und sicher hindurchführt.

Übungen fürs Haus:
Nehmen Sie eine Leine und führen den Hund wortlos auf seinen Platz, lassen Sie dann die Leine fallen. Atmen Sie aus, das signalisiert Ruhe, schauen Sie den Hund dabei nicht an, reden Sie nicht bis der Hund ruhig ist.
Wenn dies der Fall ist, gehen sie weg aber behalten Sie den Hund in den Augenwinkeln im Auge, falls er auf steht blockieren Sie ihn mit ihrem Körper, alles ruhig und ohne Worte.
Sie können dies auch ohne Leine machen, allerdings gibt diese ihnen mehr Kontrolle, aber es muss nicht unbedingt sein.
Drehen Sie sich seitlich weg, bleiben aber stehen, sehen Sie den Hund nicht dabei an, sonst wird er automatisch wahrscheinlich aufstehen und zu Ihnen kommen.
Das blockieren machen Sie so lange, bis er sich hinlegt, was jeder Hund nach einer Zeit tut. Nun können Sie weggehen, wenn er ihnen nachläuft, wieder von vorne.
Diese Einschränkung im Haus ist für einen Hund ganz normal, denn das kennen sie noch von Mama, im Rudel dürfen Hunde auch nicht überall rumlaufen und alles tun was sie wollen.
Wir "zwingen" sie quasi zur Ruhe, sie müssen lernen sich zu entspannen.

Falls der Hund mal ruhig ist, nehmen Sie seinen Kopf in Ihre Hand und streichen sie von dem Punkt zwischen den Augen nach oben richtung Stirn und Kopf. Massieren sie immer von unten nach oben, das fördert die Entspannung und lässt den Hund richtig in den Tiefschlaf fallen.
Manche Hund finden das komisch, falls er sich weht, erzwingen sie es nicht, gewöhnen sie ihn langsam dran, irgendwann merken sie, dass es gut tut :-)

Geben Sie dennoch die Homöopatischen Mittel weiter als Unterstützung.

Falls Sie noch Fragen hierzu haben, bitte auf "dem Experten antworten" drücken.

Vielen Dank einstweilen
Gruß
Paula Ciolacu
Falvina und weitere Experten für Hundetrainer sind bereit, Ihnen zu helfen.