So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an sofia-despoina ...
sofia-despoina parla
sofia-despoina parla,
Kategorie: HNO
Zufriedene Kunden: 805
Erfahrung:  Fachaerztin HNO, plastische Gesichtschirurgie at fachklinik hornheide
101502394
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie HNO hier ein
sofia-despoina parla ist jetzt online.

Guten Tag lieber Experte, Seit gut 2 Jahren reagiere ich oft

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag lieber Experte,
Seit gut 2 Jahren reagiere ich oft sehr empfindlich auf Geräusche, manche Geräusche sind nicht so laut und trotzdem empfinde ich diese als sehr laut und quälend bzw nervend, auch höre ich plötzlich Geräusche die man als Mensch normalerweise nicht hört bzw andere nicht hören wie zb. Das piepen das Marder von Autos fernhalten soll (wenn ich an Fahrzeugen vorbeilaufe). Es kann doch nicht sein dass mein Gehör plötzlich überdurchschnittlich gut geworden ist und mich somit nervt? Leider wache ich auch nachts von jedem noch so kleinen Geräusch auf. Manchmal höre ich auch ein brummen im Kopf das besser wird wenn ich aufstehe, im liegen komnt es jedoch sofort stark zurück und hindert mich am schlafen. Das alles ist auch für meine Mitmenschen total unverständlich und ich selbst bin ehrlich gesagt auch ziemlich ratlos.

Sehr geehrte Patientin, die Sachlage die Sie beschreiben heisst Hyperakusis. Hyperakusis ist eine "krankhafte" Geräuschüberempfindlichkeit. Sie empfinden jeden Schall als unangenehm laut. Das Hörsystem ist überreizt und häufig ist es ein Ausdruck von Überlastung oder psychischer Beeinträchtigung.

Geräuschempfindlichkeit kann außerdem mit physikalischen, organischen oder psychischen Erkrankungen einhergehen z.B. Migräne, Alkoholkonsum, Gesichtsnervenschädigung, Tinnitus, Nebenwirkungen von Medikamenten.

Für die Diagnose braucht man ein Tonschwellecnaudiogramm als auch ein Unbehaglichsschwellenaudiogramm.Wichtig bei der Selbsthilfe ist, dass Sie sich Schritt für Schritt an Geräuschkulissen heranwagen. Sie können auf niedriger Lautstärke ihre Lieblingsmusik einstellen und diese täglich im Hintergrund laufen lassen. Wagen Sie sich in etwas lautere Geräuschkulissen. Entspannungstrainings oder Muskelentspannungsübungen sollten täglich durchgeführt werden. Eine Hyperakusis kann häufig als Begleitsymptom bei einer Depression oder ein Burnout sein.

Als therapeutischer Ansatz kann ein Noise benutzt werden, ein kleines Gerät, das eine für den Hörer angenehme Geräuschkulisse erzeugt. Dies wird öfters auch bei der Tinnitustherapie benutzt. Es kommen langsam lautere Umweltgeräusche dazu, sodass das Gehirn die unwichtigen Geräusche auszublenden lernt. Dieser Prozess wird Desensibilisierung genannt und kann sich bis zu einem Jahr ausdehnen.

Anstelle eines Noisers können auch andere Hilfsmittel für die Desensibilisierung sorgen, wie zum Beispiel ein Zimmerspringbrunnen, leise Musik ein Ventilator oder Naturgeräusche. Es gibt inzwischen Videos auch auf YouTube die über Stunden laufen unter dem Suchbegriff "Tinnitus".

sofia-despoina parla und 2 weitere Experten für HNO sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Liebe Ärztin, vielen Dank für ihre sehr ausführliche Antwort und die Tips, noch nie hat mir ein Arzt direkt eine Antwort und einw mögliche Therapie genannt, biajer gab es immer nur Ratlosigkeit oder Medikamente wie Psychopharmaka die heftige Nebenwirkungen erzeugt haben und duexh die ich nur noch mehr gelitten habe.