So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Alexander Franz.
Alexander Franz
Alexander Franz,
Kategorie: HNO
Zufriedene Kunden: 477
Erfahrung:  Inhaber at HNO-Praxis Franz
104408581
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie HNO hier ein
Alexander Franz ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe eine Frage zum Pulssynchronen Tinnitus.

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, ich habe eine Frage zum Pulssynchronen Tinnitus.
Zu meiner Vorgeschichte, ich bin letztes Jahr aufgrund einer eitrigen Mastoiditis und Labyrinthitis auf dem rechten Ohr ertaubt. Eine Mastoidektomie wurde durchgeführt es musste aber 4 Monate später eine subtotale Petrosektomie mit Bauchfettentnahme und Einbringen eines Platzhalter für ein späteres Cochlea Implantat durchgeführt werden. Danach kam es zu einer Postoperativen Infektion wieder mit Pseudomonas. Im Oktober letzten Jahres wurde dann das Cochlea Implantat eingesetzt und seitdem war eigentlich alles gut. Jetzt habe ich aber auf dem betroffenen Ohr bei einen Tinnitus der synchron zum Puls ist und bei Belastung deutlich lauter wird.es ändert auch nichts wenn ich den Sprachprozessor dran habe, der normale Tinnitus ist dann weg, aber dieses pulssynchrone Rauschen bleibt.
Was noch dazu kommt ist, ich bekomme wegen einer Multiplen Sklerose Immunsupressiva deswegen konnte sich der Keim auch so ausbreiten.
Was könnte denn die Ursache für dieses pulsabhängiges Rauschen sein und warum kann ich das hören obwohl ich auf dem Ohr taub bin?
Vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen

Guten Abend,

ich bin Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Gerne berate ich Sie in Ihrer Angelegenheit.

Da ich gerade unterwegs bin, möchte ich Sie bitten, auf eine Antwort bis heute Abend (ca. 21 Uhr) zu warten, einverstanden?

Liebe Grüße,

A. Franz, FA für HNO

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Natürlich, kein Problem.
Vielen Dank schonmal.
Liebe Grüße

Super. Bis später.

So, vielen Dank für Ihre Geduld.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass Sie schon eine unschöne Vorgeschichte haben. Zum Glück kann man heutzutage viele Sachen wieder etwas besser machen, wenn auch nicht auf den Stand vor einer Erkrankung zurückführen.

 

Die Frage, warum Sie das Ohrgeräusch hören, obwohl Sie ertaubt sind, ist sehr interessant und war / ist Gegenstand der Forschung.

Früher hat man in der Tat den Hörnerv durchtrennt, um zu erreichen, dass jemand den stark belästigenden Tinnitus nicht mehr hört. Mit dem Resultat, dass der Mensch ertaubt war und das Ohrgeräusch trotzdem bzw. noch viel lauter gehört hat, da keine den Tinnitus überdeckenden Höreindrücke mehr vorhanden waren.

Leider weiß man immer noch nicht genau, wie genau ein Tinnitus entsteht und wo er her kommt. Aktuellen Forschungen zufolge, entsteht er wohl direkt im Gehirn.

 

Ein pulssynchroner Tinnitus lenkt den Verdacht des Geschehens immer auf die Halsschlagader und die Gelenke (in der Halswirbelsäule).

Viele Menschen haben einen pulssynchronen Tinnitus, insbesondere bei emotionaler oder körperlicher Belastung, der dann aber auch wieder geht, wenn sich die Situation beruhigt hat.

Also: warum man trotz Ertaubung weiter ein Ohrgeräusch haben kann, ist immer noch Gegenstand der Forschung.

(ähnlich wie, wenn Sie die Augen bei Dunkelheit schließen und immer noch Farb- oder Lichteindrücke haben).

Und: ein pulssynchrones Ohrgeräusch lenkt den Verdacht auf die HWS oder die Gefäße. Meist steckt aber nichts ernsthaftes dahinter.

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Danke schön, dass ist schon gut zu wissen. Den normalen Tinnitus, also das pfeifen seit der Ertaubung merke ich kaum, bzw. dass ist vollständig weg sobald ich den Prozessor einschalte.
Im Vordergrund ist jetzt das seit ca. 4 Wochen immer gleich klingende Rauschen das mit jedem Herzschlag auftritt.
Ich kann das auch provozieren bzw. Deutlich lauter machen indem ich auf meine Narbe drücke.
Das Fettgewebe das eigentlich die Höhle hinter meinem Ohr ausfüllen sollte, hat sich zurück gebildet und deshalb ist der große Bereich hinter meinem Ohr, wo der Knochen fehlt ziemlich eingesunken. Also ich hab da eine große Delle und mein Gehörgang wurde zugenäht . Das hab ich vergessen zu sagen.
Ich hätte nur noch eine Frage, würden sie empfehlen das in der Uniklinik , wo ich in Behandlung bin, abklären zu lassen, oder kann ich abwarten wie sich das weiter entwickelt?
Ich möchte nur, nach dem ganzen letzten Jahr mit den vielen Krankenhaus Aufenthalten, nicht unnötig die Pferde scheu machen, wenn die Ursache wahrscheinlich harmlos ist.
Genau , dass wäre mir nur noch wichtig zu wissen, ansonsten habe ich keine weiteren Fragen mehr.
Danke für die gute Erklärung.

Ich rate gerade Ihnen, mit einer solchen Vorgeschichte, zu einer Abklärung in der Klinik, die Sie bisher betreut hat. Ohne der Pferde scheu zu machen, sollten die behandelnden Ärzte immer über Beschwerden bescheid bekommen.

Auch wenn es am Ende harmlos ist.

Alexander Franz und weitere Experten für HNO sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Okay, dann mache ich das. Vielen Lieben Dank und ein schönes Wochenende wünsche ich ihnen.

Bitte sehr und gleichfalls.