So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Alexander Franz.
Alexander Franz
Alexander Franz,
Kategorie: HNO
Zufriedene Kunden: 489
Erfahrung:  Inhaber at HNO-Praxis Franz
104408581
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie HNO hier ein
Alexander Franz ist jetzt online.

Sehr geehrte Ärztin, sehr geehrter Arzt, ich (m, 36,

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Ärztin, sehr geehrter Arzt, ich (m, 36, Normalgewicht, Nichtraucher, eher unsportlich) versuche mich so kurz wie möglich zu halten:- Seit Monaten ständig zäher Schleim im Rachen, den ich beständig herunterschlucken muss
- Schleim befindet sich NICHT im Nasenbereich, d.h. Nasenatmung stets frei, auch kein Schnupfen o.ä., Schleim nur im Rachen
- Wenn ich den Schleim "ausrotze", sieht er weiß bis durchsichtig aus und ist von zäher Konsistenz
- Bei starker Schleimbildung unangenehmer Geruch aus dem Rachenbereich
- Stimmbeeinträchtigung durch den Schleim: Stimmhöhen sind blockiert, Tiefen weitgehend frei, Stimme bricht zeitweise weg, ist weniger stark belastbar, jedoch keine direkte Heiserkeit hörbar. Sobald ich gesanglich oder sprachlich "nach oben" gehe, versagt die Stimme ab einer gewissen Stufe
- zeitweise leichter Hustenreiz, eine Art Kitzelhusten im Rachenbereich
- merke z.B. wenn ich etwas Scharfes einatme (scharfes asiatisches Nudelgericht), dass dies einen Hustenreiz auslöst, also im Rachenbereich muss Entzündung sein
- Deshalb Kehlkopfspiegelung gehabt. Befund: Schleimhäute gerötet, relativ viel Schleim darauf, Stimmlippen weitgehend frei, Schleim sitzt besonders um die Stimmlippen herum, also Übergang Luft-/Speiseröhre
- Habe oft Sodbrennen, deshalb hat Arzt auf Reflux oder Stillen Reflux getippt: Nach Einnahme von Hochdosis Esomeprazol (bis zu 80mg) und zusätzlich Antazida jedoch keine Besserung, eher noch mehr Schleim!
- H. pylori per Test ausgeschlossen worden, Reflux wird derzeit mit Niederdosis Esomeprazol erfolgreich behandelt (20mg reichen aus), jedoch keinerlei Besserung des Stimm-Schleim-Problems
- Arzt vermutet nun Allergie, seltsam ist aber, dass die Nase frei ist, jedoch muss ich manchmal nach einigen Speisen niesen
- Über Nacht meist keine Probleme, morgens jedoch immer Schleimkloß im Hals und nach der ersten Mahlzeit fängt das stundenlange Schleimschlucken an. Es bildet sich fast ununterbrochen Schleim, den ich dann erfolgreich runterschlucken kann, der sich jedoch sofort neu bildet
- Ist ein Allergietest sinnvoll? Der Arzt hat mir zunächst Cetirizin verordnet, das ich (10mg) 2 Tage lang genommen habe. Hat aber m.E. keine Besserung gebracht, hatte weiterhin Schleim. Ich dachte, dass Cetirizin schnell wirken sollte, falls eine Allergie vorliegt oder war ich zu ungeduldig?
- Bin sonst gesund, lediglich der TSH-Wert ist etwas zu hoch, Schilddrüse jedoch unauffällig - kann ein Zusammenhang mit der Verschleimung bestehen?
- Was fällt Ihnen noch ein, was abgeklärt werden sollte, welche Ursachen sind noch denkbar? Am meisten belastet mich das Stimmproblem, also dass die Stimme im Umfang eingeschränkt ist, d.h. es liegt ja eine Entzündung vor, aber ich finde einfach keine mögliche Ursache.Vielen Dank für Ihre Hilfe

Guten Abend,

ich bin Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und möchte Ihnen gerne bei Ihrer Beschwerde weiterhelfen.

Ist die Kehlkopfspiegelung beim HNO-Arzt im Behandlungsstuhl oder in Narkose durchgeführt worden?

Liebe Grüße,

A. Franz, FA für HNO

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Guten Abend Herr Franz,

die Spiegelung ist im Behandlungsstuhl durchgeführt worden.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Ich habe in meiner HNO-Praxis viele PatientInnen mit solchen Beschwerden, wobei unterschieden werden muss zwischen denen, die wirklich viel Schleim im Hals haben (der Arzt sieht ihn, der Patient kann ihn hervorbringen) und denen, die nur das Gefühl eines Schleimklumpens haben (Globusgefühl).

Ursachen für eine Schleimproduktion gibt es viele. Die meisten haben Sie im Prinzip oben aufgeführt.

- einen Ursprung aus der Nase, den Nasennebenhöhlen (chronische Nasennebenhöhlenentzündung) schließen Sie kategorisch aus.

- auch an eine Schleimproduktion in Folge eines (stillen) Reflux ist gedacht worden.

- eine Allergie ist möglich, ein Allergietest nicht verkehrt, wird aber höchstwahrscheinlich nicht zielführend sein, wenn Ihnen ein Antihistaminikum nicht geholfen hat.

- die Tatsache, dass die Schleimhäute in der Kehlkopfspiegelung gerötet sind, sprich für eine Entzündung in diesem Bereich. Die daraus entstehende Schleimproduktion macht typischerweise die von Ihnen beschriebenen Beschwerden mit dem Schlucken und Sprechen. Auch eine Ansammlung über Nacht mit den Problemen am nächsten Morgen ist typisch.

- Schön wäre es sicherlich, den Reiz zu ermitteln, der Ihnen die Beschwerden im Rachen macht. Und das kann vieles sein. Von Nahrungsmitteln, chemischen Dämpfen, Schimmelpilzen etc.

- häufig ist es dann einfach eine ausgetrocknete Schleimhaut durch die kalte Luft draußen und die trockene Heizungsluft drinnen, ggf. noch mit etwas Schnarchen.

Ich würde:

- die Lunge als Ursprungsort noch in Betracht ziehen. Im Zweifel ein leichtes cortisonhaltiges Spray benutzen.

- eine intensive Schleimhautpflege der Atemwege durchführen. Viel trinken, Inhalieren mit Salbei- oder Kamillentee, Gelorevoice Lutschtabletten, Raumluftbefeuchter etc.

-ggf. NAC 200mg zur Zerlegung des Schleims.

 

Alexander Franz und weitere Experten für HNO sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Zunächst möchte ich mich bei Ihnen für Ihre ausführliche und hilfreiche Antwort bedanken. Man merkt, dass Sie viel Erfahrung in diesem Bereich haben. Es ist nämlich äußerst belastend, wenn zu einer Erkrankung keine adäquate Behandlungsmöglichkeit gefunden wird. Da Allergietabletten und Reflux-Medikamente eher versagt haben, haben Sie mir mit den ausgetrockneten Schleimhäuten einen guten Hinweis gegeben, denn ich neige allgemein auch zu trockener Haut. Tatsächlich sind die Beschwerden im Winter oder bei staubiger, trockener Sommerluft (letztes Jahr im Urlaub in einer Region mit extrem niedriger Luftfeuchtigkeit) schlimmer. Ich versuche nun die Schleimhäute gut zu pflegen und Ihre o.g. Tipps abzuarbeiten. Nochmals herzlichen Dank für die Hilfe!

Bitte sehr und alles Gute.