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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Hautkrankheiten
Zufriedene Kunden: 6778
Erfahrung:  Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten
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Hautaerztin ist jetzt online.

Hallo, ich habe seit ca. 7 Monaten mit immer wiederkehrenden

Kundenfrage

Hallo, ich habe seit ca. 7 Monaten mit immer wiederkehrenden Ausschlägen zu kämpfen. Vor allem bei schwülem Wetter bzw Tätigkeiten bei denen ich Schwitze.
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): 31 Jahre, weiblich, von 11.5. - 3.6. Desloratadin 5mg 1-1-1 (lt Dermatologin da Urtikaria vermutet wird) seit 4.6. Fenistil 20 Tropfen 1-1-1 derzeit noch keine Besserung der vermuteten Urtikaria
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Hautarzt wissen sollte?
Fragesteller(in): Allergietest vor 2 Jahren war negativ, da Latexallergie wegen rezidivierenden Handekzemen vermutet wurde. Damals Gesamt igE leicht erhöht (103) Aktuelles Blutbild unauffällig (vor 2 Wochen)
Gepostet: vor 22 Tagen.
Kategorie: Hautkrankheiten
Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
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Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
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Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 22 Tagen.

Guten Tag,

ich bin Hautärztin mit langjähriger Erfahrung und möchte Ihnen weiterhelfen. Ich schaue mir die Fotos gleich an und melde mich wieder.

Mit freundlichen Grüßen Dr. med. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
beim sport tritt der ausschlag am ganzen körper auf
Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
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Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 22 Tagen.

Das ist nicht das typische Bild einer Urticaria. Vielleicht sind Anteile dabei, aber vorrangig sieht es nach Neurodermitis aus. Beide sind ja eng verwandt und können sich mischen. Sehr wichtig ist es, den oder die Trigger herauszufinden. Wenn Sie sie abstellen könnten, wäre die Aussicht auf Besserung größer. In Frage kommen: Streß aller Art - Ängste, Sorgen, Konflikte, Überlastung -, körperliche Erkrankungen einschließlich Infekte, Entzündungsherde, Medikamente, Nahrungsmittel. Direkte Allergien können auch dahinterstecken. Am Hals wäre das a.e. eine Halskette mit Nickel oder UV Licht. Es sieht aber nicht danach aus.

Gibt oder gab es bei Ihnen oder Blutsverwandten sonst noch Asthma, Heuschnupfen, Allergien, Hauterkrankungen ? Ihr Handekzem sagt ja, daß eine gewisse Veranlagung da ist, auch bei niedrigem IgE.

Schwitzen ist ein bekannter Trigger bei Neurodermitis. Das kann es aber nicht alleine sein. Finden Sie sich in der Aufzählung wieder ?

Wie haben die Medikamente gewirkt ? Gegen Juckreiz können sie helfen, sind aber nicht die alleinige Medikation, so wie bei Nesselsucht. Bei Neurodermitis ist äußerlich eine Cortisoncreme angezeigt. Dermatop- oder Betagalencreme wären geeignet, maximal 1 x tgl. Ist die Haut in dem Bereicht trocken ?

Für den Fall, daß Sie nicht mehr schreiben, hier schon einmal unser organisatorischer Hinweis mit der Bitte um Erledigung:

Wenn Ihnen meine Antwort weiterhilft und Sie keine Rückmeldungen mehr haben, klicken Sie bitte oben in der Leiste 3 bis 5 Sterne an oder schreiben Sie das Wort DANKE ***** ***** nächste Zeile. Nur mit einer solchen Bewertung kann das System uns Experten einen Teil des eingezahlten Honorars zuordnen. Danke.

Alles Gute ! Mit freundlichen Grüßen Dr. med. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich denke auch nicht, dass es alleine eine Urtikaria ist. Die "Schübe" kommen immer bei Tätigkeiten bei denen ich ins Schwitzen gerate sowie in der Arbeit bei stressigen Situationen (bin DGKP auf einer Intensivstation).Ich hatte bzw habe immer wieder mit Gehörgangsekzemen sowie trockenen/schuppenden Stellen auf der Kopfhaut zu kämpfen - hier hilft mir Advantan oder Nerisona ganz gut.Von der Familienanamnese her ist es so, dass mein Bruder im Kindesalter Neurodermitis hatte. Führte eine Sensibilisierungstherapie durch - seither beschwerdefrei.Entzündungsherde sind keine bekannt - war erst bei der Vorsorgeuntersuchung mit genau diesem Fokus aufgrund der Hautbeschwerden.Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Die Medikamente Desloratadin und auch Fenistil helfen zwar etwas gegen die "spontanen Ausbrüche - von beschwerdefrei bin ich aber noch weit entfernt. Auch im Akutstadium (letztes Bild) hat die Haut nie gejuckt. Es ist immer ein ganz leichtes Kribbeln am Hals zu spüren bevor es zu einem" Ausbruch" kommt.
Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Hatte vor der Einnahme von Desloratadin bzw Fenistil auch teilweise einen "Flush"... das habe ich seit der Einnahme von Antihistaminika nicht mehr.
Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
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Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 22 Tagen.

Flush kann Teil von Urticaria sein. Ansonsten bestätigen Sie mir damit die Annahme von Neurodermitis. Wenn kein Juckreiz da ist, brauchen Sie die Antihistaminika nicht, abgesehen vom Flush. Sie können ausprobieren, welches die minimale Dosis ist, die Sie benötigen und den Rest weglassen.

Der Streß im beruflichen Bereich ist sicher ein wichtiger Faktor. Was ich noch machen würde: Die Desinfektionsmittel, Reinigungsmittel inclusive Duftstoffen testen. Diese gelangen auch über feine Tröpfchen in der Luft = aerogen in die Haut, so daß die Möglichkeit besteht, daß eine Allergie hieraus eine Rolle spielt. Dazu gibt es beim Hautarzt den sog. Epicutantest mit den Testreihen Standard, Kosmetik / Haushalt, Desinfektionsmittel. Die bei Ihnen verwendeten können Sie auch mitnehmen. Die Ausbreitung an den freiliegenden Hautpartien wäre ein Anhaltspunkt für eine solche Allergie. Sollte das zutreffen, wäre es ein Thema für die BG.

Ich melde mich nachher nochmal mit Tipps, die Sie zur Entlastung des Stoffwechsels umsetzen können, was die Haut positiv beeinflussen sollte.

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Ich hatte auch eine Miliaria Rubra im Kopf, da die Symptome immer mit dem Schwitzen auftreten - was sagen Sie dazu? Vielen Dank für Ihre umfangreiche Einschätzung und Hilfe.
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 22 Tagen.

Wenn die Knötchen durch Schwitzen auftreten nennt man es so. Es ist aber nicht weit weg von Neurodermitis. Da ist Triggerung durch Schwitzen ja auch typisch. Hautärzte bezeichnen Krankheiten oft nach Erscheinungsbild. Bei kleinen Knötchen paßt es zu Milien und es bezieht sich speziell auf die Schweißdrüsen:

Miliaria (Hauterkrankung) – Wikipedia

Was Sie noch tun können: Entlastung über Ernährung: kein Weizen und Zucker, mehr Gemüse, Obst und Kräuter soweit verträglich, weniger Milch- und Fleischprodukte. Die 5 kritischen sind: chemische Zusätze, Fertigprodukte, Kuhmilch, weißer Zucker in jeder Form, Weizenmehl oder auch Gluten. Relevanz bekommt man durch Weglassen heraus.

Hilfreich sind: Vitamin C, B Komplex, D 5000 Einh. pro Tag, Selen, Zink, Omega 3 und 6 Fettsäuren = Algen- und Nachtkerzenöl. Ein Probiotikum und rechtsdrehende Milchsäuren. Gute Quellen: sunday.de, heidleberger-chlorella.de, biotikon.de

Entgiftung mit Zeolith und Flohsamen. Darm und Haut stehen in sehr engem Zusammenhang. Immer viel Stilles Wasser oder Kräutertee trinken. Je mehr man Stoffwechselschlacken anderweitig "wegräumt", desto besser ist die Haut entlastet.

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