So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Hautaerztin.
Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Hautkrankheiten
Zufriedene Kunden: 4134
Erfahrung:  Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten
59970358
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Hautkrankheiten hier ein
Hautaerztin ist jetzt online.

Ich habe seit ein paar Jahren immer wieder chronisch

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe seit ein paar Jahren immer wieder chronisch spontane Urtikaria. Meist abend. Oft wenn ich kalten kühlere Windströmungen abbekommen habe. Ich war schon zweimal so angeschwollen das ich in Krankenhaus eingeliefert werden musste, weil der Notarzt Angst hatte das meine Atemwege anschwellen könnten. Leider ist mein alter Hausarzt in Rente ... und sein NAchfolger meint es wäre nicht wirklich schlimm und irgend eine Allergie ... Ich soll im Ernstfall Citrizin nehmen und habe zwei Notfallsäfte. Die Abstände zwischen den Ausschlägen werden immer kürzer. Ich bin über jeden Tip Dankbar!
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: 53, Männlich, nehme nur noch Amlodipin 5mg pro Tag. sonst gar nichts ... weil ich auch nach Patoprazol ganz starke Ausschläge bekommen hab.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Hautarzt wissen sollte?
Customer: Ich weiß nur das Kälte, da reichen leicht kühlere Wind... und Schweiß und Drukstellen ... z.B. Gürtel eine Rolle spielen... An den Stellen fängt es an ... und dann zieht es sich über den ganzen Körper ... Am besten hilft hinlegen, halbdunkler Raum ... und auch wenn es schwer fällt Ruhe bewahren ... habe ich den Eindruck... Wenn das nicht gelingt schwillt es vom Halz bis zum Knöchel an. Sonst eher nichts

Guten Abend,

ich bin Hautärztin mit langjähriger Erfahrung und möchte Ihnen weiterhelfen. Offenbar haben Sie neben der chronisch spontanen Urticaria auch noch Kälteurticaria, Cholinerge Urticaria (durch Schwitzen) und Druckurticaria. Da gibt es jede Menge Tipps. Heute kann ich das nicht mehr alles aufschreiben. Ich melde mich morgen im Laufe des Tages. DA Ihre Urticaria schwer ist, ist Cetirizin mit großer Wahrscheinlichkeit viel zu schwach. Es gibt da deutlich wirksamere Therapien. Schreiben Sie doch bitte Ihre Postleitzahl, damit ich schauen kann, wo die nächste Spezialsprechstunde für Urticaria ist.

Mit freundlichen Grüßen Dr. med. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
PLZ 33609 Bielefeld .... ich gebe die Hoffnung nicht auf !
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
DANKE!

Das müssen Sie auch nicht ! Bis morgen.

Waren Sie eigentlich noch nie beim Hautarzt ? Oder in der Hautklinik Bielefeld, Rosenhöhe ? Wenn ja, was wurde unternommen ?

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Ich war bei eine Hautärztin, die laut Internet sich sehr gut mit meinen Problemen auskennen sollte. Das hat mir nur soviel geholfen, dass ich ein Notfallset verschrieben bekommen habe und eine Überweiung in die Rosenhöhe. Dort das war gut, denn es wurde ausgeschlössen dass es einen parasitischen oder bösartigen Hintergrund haben könnte. Dazu kam eine Empfehlung für eine alergenarme Diät. Das hat aber keine Veränderung gebracht. Wann es losgeht ist fast unberechenbar geblieben. Ich machen 100 Spaziergänge in den gleichen Sachen ... 10 mal passierts und 90 mal nicht. Dann aber für eine Zeit 5 mal hintereinander.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
In der Rosenhöhe hatte die das mit der Kälte und dem Schweiß bestätigt. Aber nicht mit den Druckstellen. Aber damit war das Thema für die durch.

Guten Abend, danke für Ihr Feedback. Zunächst mal ist es so, dass auf mehrere Triggerfaktoren einwirken, bevor sich eine Urticaria wirklich zeigt. Erfahrungsgemäß ist es so, dass Stress und innere Spannungen bei den meisten Menschen beteiligt sind, worüber aber eher wenig gesprochen wird. Die Diagnostik ist dann mehr oder weniger ausführlich. Da die meisten Schübe von Nesselsucht innerhalb von sechs Wochen wieder aufhören, macht man in dieser Zeit nichts. Wenn sie mehrere Monate anhalten, dann schaut man nach ernsthaften Erkrankungen im Körper, die eine Immunreaktion verursachen. Das ist zumindest bei Ihnen geschehen. Allergietestung kann man an der Haut nur machen, wenn der Patient symptomfrei ist. Dies würde insbesondere Lebensmittel und Schimmelpilze betreffen. Diese kann man jedoch auch im Blut durch Bestimmung der Antikörper spezifisches IgE überprüfen. Die allergenarme Diät enthält Erfahrungswerte zu Lebensmitteln, die häufiger Immunreaktion auslösen. Darüber hinaus kann man selbst auch durch Weglassen von Lebensmitteln über 3-4 Wochen testen, ob diese relevant sind. Die wichtigsten Kandidaten sind: Weißer Zucker in jeder Form, Weizenmehl, Gluten komplett, Kuhmilch, Schweinefleisch und chemische Nahrungszusätze. Die Gesundheit der Darmflora spielt eine erhebliche Rolle bei Hauterkrankungen, da die überwiegende Zahl der Immunzellen an der Darmschleimhaut sitzt. Deswegen ist Einnahme von pro Probiotika sinnvoll. Hier finden Sie nähere Informationen:

https://schlank-mit-darm.de/tag/neurodermitis/ Das ist auf die Nesselsucht auch anzuwenden.

Eine Ernährung, die reich ist an verträglichem Gemüse, Kräutern und Obst sowie stillem Wasser ist geeignet, die Entzündungsreaktion zu lindern, weil sie das Milieu ins basische verschiebt. Den Begriff Basenbildende Ernährung können Sie googeln.

Auch Mikronährstoffe können zu Besserung beitragen. Lassen Sie vor allem Ihre Spiegel von Vitamin D und der B Vitamine bestimmen. Außerdem sind die Antioxidantien Vitamin C und E, Mineralien / Spurenelemente wichtig, besonders Zink, Selen, Magnesium und Omega 3 Fettsäuren, vegan als Algenöl.

Sehr wichtig ist, dass Sie sich einen Termin beim Psychologen oder Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie machen. Bei einer so lange bestehenden Urticaria übernimmt dass die Krankenkasse. Oft merken Patienten selbst aus Gewohnheit nicht, wo die Stresspunkte liegen und gehen auch nicht davon aus, dass eine Verbindung zur Hautreaktion besteht. Ich habe es schon mehrfach erlebt, dass im Verlauf einer Gesprächstherapie die Nesselsucht von selbst zurückging, weil die inneren Spannungen nachließen. Auch die physikalischen Trigger lösen dann ggf. nicht mehr so heftige Reaktionen aus.

Zu den üblichen dermatologischen Therapiemöglichkeiten: Stärkere Antihistaminika sind: Rupafin, Fexofenadin, Desloratadin, Levocetirizin. Sie sind verordnungspflichtig und können bis zu vier mal täglich eingenommen werden, wenn keine Herzrhythmusstörungen bestehen. Damit lassen sich viele Patienten gut behandeln. Wenn das nicht der Fall ist, ist heutzutage die Behandlung mit Xolairspritzen Standard, insbesondere dann, wenn die Urticaria schwer ist und Angioödeme vorkommen.

Fahren Sie am besten zur Urticaria Sprechstunde in die Charite. Sie ist sehr bekannt, und dort kann die Therapie mit Xolair eingeleitet werden. Eine weitere sehr bekannte ist die Urticariasprechstunden in Mainz.

https://www.allergie-centrum-charite.de/herzlich-willkommen-zu-den-sprechstunden-br-des-allergie-centrum-charite/urtikaria-sprechstunde/wann-sie-uns-antreffen-koennen/

https://www.allergie-centrum-charite.de/herzlich-willkommen-zu-den-sprechstunden-br-des-allergie-centrum-charite/urtikaria-sprechstunde/herzlich-willkommen-auf-den-internetseiten-der-urtikaria-sprechstunde-berlin-uss-berlin/

https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/hautkrankheiten/nesselsucht-urtikaria-symptome-ursachen-therapie-742617-mehrseiter-2-ursachen.html

https://www.urtikaria.net/de/service-menue/startseite.html

https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Urticaria

Bewerten Sie meine Antwort bitte mit 3-5 Sternen. Nur mit einer solchen Bewertung kann das System uns Experten einen Teil des eingezahlten Honorars zuordnen. Die Sterne finden Sie ganz oben rechts, ggf. nach hochscrollen. Alternativ können Sie das Wort Danke ***** ***** nächste Zeile eintragen. Das Geld ist zwar bei Ihnen abgezogen, jedoch kommt die Hälfte davon erst bei den Experten durch eine Bewertung an. Es handelt sich um einen Verwaltungsvorgang, der Ihnen keine Kosten verursacht.

Vielen Dank. Ich wünsche Ihnen baldige Besserung !

Mit freundlichen Grüßen Dr. med. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Danke! Sehr hilfreich!

Das freut mich. Danke für die Sterne.