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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Hautkrankheiten
Zufriedene Kunden: 3634
Erfahrung:  Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten
59970358
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Hautaerztin ist jetzt online.

Liebe Ärztin, Ich leide seit Juli 2020 an schwerer

Diese Antwort wurde bewertet:

Liebe Ärztin, Ich leide seit Juli 2020 an schwerer Urtikaria. Spontan und ohne sichtlichen Grund einer Allergie ( Alles Ausprobiert, vom wechseln des Waschmittels bis weglassen von Hautcreme etc etc.) 7 Ärzte war ich schon . auch großes Blutbild ergab keine Ergebnisse. Nur leicht erhöhte Leukozyten ( um 10). liebe Grüße Thomas
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: 51 Jahre, Männlich, Medikamente: "nur" noch 0,25mg Temesta.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Hautarzt wissen sollte?
Customer: nicht wirklich

Guten Tag,

ich bin Hautärztin mit langjähriger Erfahrung und möchte Ihnen weiterhelfen. Mögliche Triggerfaktoren der Urticaria sind: Stress aller Art, Kummer, Sorgen, Konflikte, Lebenskrisen, etc., körperliche Erkrankungen: Entzündungen, Tumoren etc. Medikamente, Nahrungsmittel. Es ist nur selten der Fall, dass Urticaria sich auf eine bestimmte Allergie zurückführen lässt und durch Meidung des Allergens wieder abklingt. Wenn Nesselfieber länger als sechs Wochen anhält, spricht man von chronischen Uticaria. Als erstes sollte dann eine ausführliche Diagnostik gemacht werden, um körperliche Ursachen dieser Immunreaktion auszuschließen. Insbesondere sind dafür geeignet spezielle Urticaria Sprechstunden an Hautkliniken, wie es sie an der Hautklinik Mainz und der Charite in Berlin gibt. Allergietestzungen gehören auch dazu. Man muss jedoch nicht enttäuscht sein, wenn diese keine Ergebnisse zeigen, da die häufigste Ursache Schwächung des Immunsystems durch Stress ist. Können Sie sich hier irgendwo wiederfinden? Es ist so, dass die Seele sich über die Haut äußern kann. Nicht selten ist das das erste Anzeichen und kann einen Menschen aufmerksam machen, falls er/sie nicht bemerkt, dass er sich in einer Stresssituation befindet, weil diese einfach zu gewohnt ist, praktisch wie eine 2. Haut. Sollten keine körperlichen Ursachen zu finden sein, ist ein Gespräch mit einem Psychologen zu empfehlen, um zu klären ob und wie stark eine Stressbelastung vorhanden ist.

Aus Ihrer Medikation entnehme ich, dass in dieser Richtung etwas vorliegen kann. Wenn das so ist, kann Psychotherapie die Urticaria mit der Zeit auch erheblich bessern.

Wie wurden Sie bisher behandelt? Haben Sie die cortisonfreien Allergietabletten = Antihistaminika erhalten? Wenn diese nicht helfen, wird die Behandlung normalerweise mit Xolair fortgesetzt. Haben Sie das erhalten?

Damit Sie einen Eindruck gewinnen, verlinke ich Ihnen einige Internetseiten. Sie können gern auch ein Telefonat buchen, in dem sich meistens effektiver herausfinden lässt, aus welcher Richtung die Trigger Ihrer Urticaris kommen.

https://www.derma-wien.at/nesselsucht

https://urtikariaverband.eu/kliniken/

https://www.urtikaria.net/de/service-menue/startseite.html

http://www.hautklinik-mainz.de/hautklinik/patienten/urtikaria-und-angiooedem.html

http://www.dermatologie.med.uni-goettingen.de/de/content/medversorgung/396.html

https://www.allergie-centrum-charite.de/herzlich-willkommen-zu-den-sprechstunden-br-des-allergie-centrum-charite/urtikaria-sprechstunde/herzlich-willkommen-auf-den-internetseiten-der-urtikaria-sprechstunde-berlin-uss-berlin/

https://www.meduniwien.ac.at/hp/fileadmin/derma/pdf/jahresbericht_03_04.pdf In Wien gibt es offenbar eine Urticaria Sprechstunde, in dieser längeren Abhandlung versteckt zu finden.

https://kinderklinik.meduniwien.ac.at/klinik-patientinnen/spezialambulanzen-spezialbereiche/atem-und-allergieambulanz/ Das ist die Kinderklinik. Sie können sich aber hier oder direkt in der Hautklinik danach erkundigen, was für Erwachsene angeboten wird.

https://www.oegdv.at/web2/ Oder Sie erkundigen sich beim Berufsverband.

Haben Sie auch ein sog. Quinckeödem dabei ?

http://www.angiooedem.net/index.php?id=6

http://www.angiooedem.net/index.php?id=41

https://www.ukgm.de/ugm_2/deu/ugi_hau/36514.html

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Vielen Dank. Ich wünsche Ihnen Gute Besserung und alles Gute !

Mit freundlichen Grüßen Dr. med. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Antwort. Nach Ihrer Beschreibung kann es wohl nur noch Psychische Ursachen haben. Und ja, ich habe Ansätze von Angioödeme. Ist dies ggf. noch ein Hinweis für etwas? Ja, ich nehme auch noch Desloradatan ( oder so ähnlich). Wenn es schlimmer wird auch noch Cortison.

Meine Beschreibung sagt nicht, dass nur noch psychische Ursachen in Frage kommen. Sie sagt auch, dass sie möglicherweise noch nicht gründlich genug körperlich untersucht worden sind. Ein Blutbild reicht dafür nicht aus. Was haben die sieben Ärzte alles unternommen?

Desloratadin ist nicht das einzige Antiallergikum. Es gibt noch Fexofenadin, Rupafin, Levocetirzin. Bevor man Cortison gibt, sollte man diese testen, alle können bis zu vier mal einer Tablette eingenommen werden. Auf längere Behandlung mit Cortison ist wegen der Nebenwirkungen möglichst zu verzichten und Xolaire vorzuziehen.

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Lieben Dank für Ihre Tipps. Ich habe am kommenden Dienstag ( nach 3 1/2 Monaten Wartezeit ) endlich einen Termin in der Dermatologie LKH Salzburg bekommen. Ursächlich wg. Corona. Xolair habe ich schon gehört. Aber es sei recht teuer . Nebenwirkungsliste hat mich davor abgeschreckt noch weiter daran zu "bohren" um es zu bekommen. Cortison Langzeiteinnahme-Probleme ist mir bekannt weswegen ich es schon beim Absetzen bin. zZ nur noch 2,5mg.- Und auch nur auf Bedarf.
Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Nachtrag: Diese Ärzte haben alle dem Desloratadin zugestimmt bzw auch Cortison. Xolair : Da bin ich auf "Wartelliste"

Gern geschehen. Der Termin in der Hautklinik ist sehr gut. Was das Cortison betrifft, hängt es von der Häufigkeit ab, mit der Sie es benötigen. Wenn es oft der Fall ist, dann ist Xolair günstiger. Ich sehe, dass damit vielen Patienten sehr gut geholfen werden kann. Wenn Sie mit Desloratadin zurechtkommen und zum Beispiel alle drei Wochen eine Cortisondosis benötigen,dann ist das durchaus in Ordnung. Wenn es aber dreimal pro Woche der Fall ist, dann würde ich persönlich schauen, ob es eine andere Lösung gibt. Letztlich kommt es immer auf einen Versuch an. Teuer ist Xolair schon, aber bei schwerer Urticaria geht Hilfe vor. Gut, daß Sie den Termin haben. Die Kliniken haben meist mehr Möglichkeiten, teurere Therapien durchzuführen. Ich nehme an, das ist Österreich auch so. In Deutschland werden diese Therapien meist in Hautkliniken auf Dauer betreut.

Da die Darmgesundheit und Hautgesundheit eng zusammenhängen, kann man Urticaria auch beeinflussen durch Einnahme von Prä- und Probiotika, Trinken von reichlich stillem Wasser, eine Ernährung mit reichlich gedünstetem Gemüse und verträglichen Kräutern sowie Obst, Reduktion von bzw. Verzicht auf Weißen Zucker in jeder Form, Weizenmehl, Kuhmilch, chemische Nahrungszusätze, Schweinefleisch. Was davon effektiv ist, muss man individuell probieren.

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Hautaerztin und weitere Experten für Hautkrankheiten sind bereit, Ihnen zu helfen.