So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Hautaerztin.
Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Hautkrankheiten
Zufriedene Kunden: 3158
Erfahrung:  Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten
59970358
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Hautkrankheiten hier ein
Hautaerztin ist jetzt online.

Hallo, ich habe eine Stelle am Bein wo die Haut anders

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich habe eine Stelle am Bein wo die Haut anders aussieht als normal... Woran könnte das liegen? Anbei ein paar Fotos... Insgesamt ist das Ganze zwar relativ unauffällig, trotzdem würde ich gerne wissen worum es sich dabei handelt.

Guten Morgen,

ich bin Hautärztin mit langjähriger Erfahrung und möchte Ihnen weiterhelfen. Ich schaue mir die Fotos in Kürze an. Bitte um etwas Geduld.

Mit freundlichen Grüßen Dr. med. A. Hoffmann

Die Fotos haben Sie sehr gut gemacht (mit welcher Kamera?). Daher kann ich Ihnen folgendes dazu sagen: Man sieht ein Anfangsstadium einer Hauterkrankung. Im Anfangsstadium kann man oft nicht sicher einschätzen in welche Richtung es geht. Hier gibt es im wesentlichen zwei Möglichkeiten: das eine ist ein Pilz namens Pityriasis versicolor. Das andere ist ein geringfügig ausgeprägter einzelner Ekzemherd (entspricht Neurodermitis). Sie können folgendes machen: Behandeln Sie mit Epi-Pevarylcreme 2 x tgl. über 2 Wochen. Diese gibt es in der Apotheke frei zu kaufen und ein Pilz würde dadurch verschwinden. Wenn er abgeheilt ist, behandelt man sicherheitshalber noch ein paar Tage weiter. Wenn die Stelle dann unverändert sein sollte, können Sie von einem Ekzem ausgehen. Dieses müssen Sie nicht unbedingt behandeln. In diesem Stadium würde man eher medizinische Pflege verwenden, zum Beispiel Dermatop Basiscreme oder nachtkerzenölhaltige, zum Beispiel Dermifant Kindercreme. Bei Hautkrankheiten ist es oft so, dass sie sich langsam entwickeln und dass man dann erst einmal beobachtet, was daraus wird, bevor man eine Diagnose stellt. Es muss auch nicht unbedingt sein, dass sich weitere Stellen entwickeln oder dass diese eine sich verschlechtert. Es kann auch spontan Heilung geben. Es sind immer Entwicklungen in alle Richtungen möglich. Auf jeden Fall kann ich Sie dahingehend beruhigen, dass der Befund nicht bösartig ist.

Bewerten Sie bitte meine Antwort mit 3-5 Sternen. Nur mit einer solchen Bewertung kann das System uns Experten einen Teil des eingezahlten Honorars zuordnen. Die Sterne finden Sie ganz oben rechts, ggf. nach hochscrollen. Alternativ können Sie eine Bemerkung wie : Danke oder: hat mir weiter geholfen im nächsten Kästchen eintragen. Das Geld ist zwar bei Ihnen abgezogen, jedoch kommt die Hälfte davon erst bei den Experten durch eine Bewertung an. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen Dr. med. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Mit den heutigen Handykameras kann man schon recht gute Fotos machen :DDanke ***** *****ür die schnelle Antwort, ich hätte jedoch noch ein paar Anmerkungen/Rückfragen.Ich hatte allerdings noch nie Symptome von Neurodermitis und auch hat die Stelle (die sich übrigens auf der Außenseite des linken Oberschenkels befindet, falls das eine Rolle spielt) soweit ich es in Erinnerung habe, noch nie gejuckt.Könnte es für die Diagnose eventuell noch eine Rolle spielen, dass ich auch an Vitiligo leide? Bei der vorliegenden Stelle handelt es sich aber definitiv um etwas anderes, da ja die Hautstruktur bzw Oberfläche verändert ist.Außerdem habe ich noch folgendes herausfinden können (korrigieren Sie mich natürlich gerne, wenn ich falsch liege, es handelt sich dabei nur um meine Laienrecherche):„So entstehen auf dunkler oder gebräunter Haut helle Flecken (Hypopigmentierung). Diese Ausprägung der Kleienpilzflechte wird „Pityriasis versicolor alba“ genannt. Auf heller Haut dagegen kann der Pilz durch Bildung eigener Pigmente zu rötlich-bräunlichen Hautläsionen führen (Hyperpigmentierung). Dann spricht man von Pityriasis versicolor rubra.“ (https://www.netdoktor.de/krankheiten/pityriasis-versicolor)Dazu muss ich anmerken, dass ich generell eine sehr helle Haut habe, die auch nicht gebräunt ist. Trotzdem erscheint die Stelle heller als die umgebende Haut.PS: Anbei noch ein Foto der Stelle bei Tageslicht, die gestrigen Fotos habe ich alle abends gemacht

Vielen Dank für das Feedback. Die Vitiligo ist auch eine Fehlreaktion des Immunsystems. Sie kommt überdurchschnittlich oft in Kombination mit dem atopischen Ekzemen vor. Sie haben recht, dass bei Vitiligo die Haut normalerweise glatt ist. Denkbar wäre, dass sich zufällig Vitiligo mit einem Ekzem mischt. Diskrete Ekzeme sind jedoch auch von sich aus oft heller als die umliegende Haut. Wenn sich der Befund gar nicht verändert, können Sie sich auch Protopicsalbe verordnen lassen, die zur Dauertherapie nicht akuter Ekzeme vorgesehen ist, bei Vitiligo oft auch gut hilft.

Ihre Recherchen zur Pityriasis versicolor sind zutreffend. Auf hellerHaut würde man den Pilz eher dunkler erwarten. Ausnahmen bestätigen immer die Regel. Es gibt auch die Möglichkeit, dass ein Hautarzt mit dem sogenannten Tesaabrisstest untersucht, ob Pilze vorhanden sind. Sie müssen aber nicht unbedingt so einen Test machen, sondern können auch gleich behandeln, quasi auf Verdacht.

Noch ein Tipp zur Vitiligo, wenn Sie Bedarf haben: erfolgversprechend ist Behandlung mit UV Licht in Kombination mit Mikronährstoffen. Hierzu finden Sie hier Informationen:

https://www.dermallegra.de/index.php/leistungen/internationales-vitiligo-zentrum

https://www.vitiligotherapie.de/Vitiligo-Therapie

http://www.rezeptur-bei-vitiligo.de/

Denken Sie bitte zuletzt noch an die Bewertung. MFG

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Danke für die erneute ausführliche Antwort, eine letzte Frage muss ich aber unbedingt noch loswerden...Wenn es sich tatsächlich um ein atopisches Ekzem handeln sollte, wie sieht dann die Prognose in meinem konkreten Fall aus? Soweit ich weiß, zeigt sich diese Krankheit doch meistens am stärksten im Kindesalter, ich allerdings hatte zu dieser Zeit keinerlei Symptome. Jetzt habe ich aber trotzdem Angst, dass sich das Ganze ausweiten könnte.Das letzte was ich jetzt nach der noch nicht allzu lange zurückliegenden Vitiligo-Diagnose brauche wäre eine weitere schlimme Hauterkrankung...

Angst ist ein schlechter Berater. Konkrete Vorhersagen kann ich nicht machen, das wäre äußerst unseriös. Allgemein gilt jedoch, ob sich ein Ekzem ausgeprägt oder nicht, hängt von den Triggerfaktoren ab. Dies ist in erster Linie Stress aller Art. Kummer, Sorgen, psychische Belastungen wirken sich auf das Immunsystem negativ aus. Körperliche Erkrankungen, Infekte, Ernährungsfaktoren (chemische Nahrungsmittelzusätze, Zucker, Weizen, Kuhmilch, rotes Fleisch sind die negativen Favoriten) können ein Ekzem triggern.Da die Haut für Beziehungen zur Umwelt zuständig ist, sind häufig Einflüsse aus diesem Bereich Trigger für Ekzeme (zu viel oder zu wenig Distanz oder Nähe, ungute Beziehungen). Insofern steht man einem Ekzem niemals machtlos gegenüber. Dass es im Kindesalter am häufigsten ist, ist eine statistische Größe. Ein Ekzem kann jedoch jederzeit erstmals auftreten, rasch oder gar nicht verschwinden, gering oder ausgedehnt seien. Alle Varianten sind möglich. Bitte seien Sie aber nicht ängstlich, weil dies auch das Immunsystem schwächt. Sie können überlegen, ob die möglichen Triggerfaktoren bei Ihnen zutreffen und dies gegebenenfalls ändern.

Hautaerztin und weitere Experten für Hautkrankheiten sind bereit, Ihnen zu helfen.