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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Hautkrankheiten
Zufriedene Kunden: 3145
Erfahrung:  Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten
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Hautaerztin ist jetzt online.

Hallo, ich habe stark entzündete geschwollene Augenlider und

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich habe stark entzündete geschwollene Augenlider und Wasseransammlungen unter den Augen. Es brennt und juckt und ist stark errötet. Hydrocortison Creme hat leider nicht geholfen.
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: 65 Jahre, weiblich, L-Thyroxin
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Hautarzt wissen sollte?
Customer: ich habe diese Beschwerden mal mehr mal weniger oder gar nicht seit Mai 2020.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
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Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Datei angehängt (2621SSS)

Guten Tag,

ich bin Hautärztin mit langjähriger Erfahrung und möchte Ihnen weiterhelfen. Die Fotos deuten auf ein sehr stark ausgeprägtes Lidekzem hin.

Gibt oder gab es bei Ihnen oder Blutsverwandten Hauterkrankungen wie Ekzem und Schuppenflechte, Asthma, Heuschnupfen, Allergien? Dann wäre klar, dass Sie eine Veranlagung (Atopie) für ein solches Ekzem hätten. Ansonsten bezeichnet man das als Neurodermitis, die sehr häufig durch Stress aller Art, Überlastung, seelischen Kummer, u.ä. ausgelöst wird. Psychosomatisch gesehen stehen Lidekzeme insbesondere für ungeweinte Tränen. Andere mögliche Triggerfaktoren sind: Unverträglichkeit von Kosmetika oder Pflegeprodukten, durch Viren oder Bakterien verursachte Bindehautentzündungen, Allergien auf Pollen, Hausstaub, Schimmel in der(Wohn)Umgebung oder Tierhaare (dies kann man per Allergietest überprüfen).

Können Sie sich hier irgendwo wiederfinden? Ich schreibe weiter im nächsten Kästchen.

Ihr Lidekzem ist recht stark ausgeprägt. Wenn die Schwellung intensiv ist, kann ein Lidekzem auch mit einem sogenannten Quinckeödem kombiniert sein. Das ist eine Sonderform von Urticaria = Nesselfieber, das durch die o.g. Trigger auch provoziert werden kann.

Hydro Cortison ist zu schwach für die Therapie. Zunächst können Sie zur Linderung immer wieder Umschläge mit schwarzem Tee machen, der 20 Minuten gezogen hat und abgekühlt ist. Die Basistherapie ist medizinische Pflege: zum Beispiel Allergika Augenlidcreme oder Dermatopbasiscreme, bei großer Trockenheit Dermatopbasissalbe. Dazu können stärkerer Cortisoncremes wie Dermatopcreme oder Advantancreme verordnet werden, die man jedoch nur eine maximal drei Wochen täglich benutzen sollte. Anschließend, wenn nötig in Intervallen wie jeden zweiten oder dritten Tag bzw. vier Tage auftragen, vier Tage Pause machen. Für länger anhaltende Ekzeme gibt es cortisonfreie Medikamente zur Dauertherapie: Protopicsalbe und Elidelcreme. In einem akuten Stadium wie auf dem zweiten Foto ist das jedoch nicht geeignet. Dazu sollte erst unter Cortison Besserung eingetreten sein.

Für Schwellung und Juckreiz verordnet man die cortisonfreien Allergiemedikamente = Antihistaminika: Cetirizin und Loratadin sind frei verkäuflich. Stärkere wie Rupafin, Aerius, Fexofenadin müssen verordnet werden. Bei starken Schüben ist manchmal Verordnung von Cortison innerlich angebracht, zum Beispiel Celestamine liquidum 2-5 ml pro Tag, morgens.

Die Antihistaminika und das innerlich eingenommene Cortison sind auch die Behandlung für das Quinckeödem. Sehr wichtig ist, dass Sie die Triggerfaktoren klären und nach Möglichkeit ausschalten oder zumindest verringern. Für Allergiediagnostik können Sie den Hautarzt aufsuchen (der auch die o.g. Medikamente verordnet), für Suche nach Entzündungsherden in den Augen den Augenarzt und bei Stress oder Kummer dem Psychologen. Psychologische Gespräche können sich sehr positiv auf Hauterkrankungen auswirken, wenn sie entlasten.

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Ich wünsche Ihnen gute Besserung !

Mit freundlichen Grüßen Dr. med. A. Hoffmann

Hautaerztin und weitere Experten für Hautkrankheiten sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrte Frau Dr. Hoffmann,
vielen Dank für Ihre Arwort. In meiner Familie gab es keine derartigen o.g. Erkrankungen. Diese Allergika Augenlidcreme hab ich auch schon ausprobiert. Beim Augenarzt war ich ebenfalls schon. Dort bin ich nur bis zur Sprechstundenhilfe vorgedrungen. Psychologische Probleme habe ich nicht. Schminke hab eich schon seit einem Jahr nicht mehr gebraucht.
Ich werde morgen zu meinem Hausarzt gehen mit ihrer Info und ev. ein Rezept ausstellen lassen und eine Überweisung zum Allergie-Test geben lassen.
Wenn es Neurodermitis ist, werde ich es nie wieder los? Kann man diese Erkrankung selbst beeinflussen? Das sie eingedämmt bzw. ganz und gar verschwindet? Ich bin schon ziemlich am Ende. So kann man doch nicht arbeiten gehen.
Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
Janett Zimmermann

Danke für das Feedback. Sie können versuchen, ob Entspannungsübungen helfen (Autogenes Training, progressive Muskelrelaxation). Sie schreiben aber, sie hätten keinen Stress ?

Die Allergika Augenlidcreme Kann so etwas auf keinen Fall alleine behandeln. Das ist eine Pflegecreme. Medizinische Pflegecremes wendet man bei trockenen Ekzemen immer wieder zwischendurch an. Sie sind Bestandteil der Therapie und können Cortison sparen. Man darf aber nicht erwarten, dass sie alleine ein Ekzem behandeln können.

Zunächst ist für sie einmal eine ganz normale Ekzemtherapie wie beschrieben tragen. Dazu benötigen Sie einen Facharzt für Hautkrankheiten. Wenn sie keinen Termin bekommen,

Wenden Sie sich bitte an die Vermittlungsstelle der kassenärztlichen Vereinigung. Es ist inzwischen gesetzlich geregelt, dass jeder innerhalb von vier Wochen einfach Arzttermin bekommen muss. Wenn der Hautarzt sie nicht zielführend behandeln kann incl. Allergietestungen, dann bestehen sie auf einer Überweisung in einer Hautklinik.

So kommen sie Schritt für Schritt weiter. Dass jemand ein solches Lidekzem über Jahre oder Jahrzehnte hat ist extrem selten. Da sie keine genetische Veranlagung dafür haben offenbar, ist davon ohnehin nicht auszugehen.

Wenn Sie gar nicht weiterkommen sollten, gibt es noch eine Möglichkeit: es heißt ja, die Haut ist die Sprache der Seele. Manchmal ist es dem Menschen nicht bewusst, wenn er/sie innerlich unter Spannung lebt, weil er/sie das einfach gewohnt ist. Dann kann es sein, dass die Haut rebelliert, um „ihren" Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass die Seele leidet.

Sollte dieses relevant werden, kann ein einzelnes Gespräch mit einer Psychologin klären helfen.

Eine Hauterkrankung hat immer Trigger. Die Kunst besteht darin, herauszufinden, welche das sind.

Alles Gute!

PS: Meidung von weißem Zucker, Weizenmehl, Kuhmilch, rotem Fleisch und chemischen Nahrungsmittelzusätzen können sich positiv auf ein Ekzem auswirken. Das müssten sie individuell aus testen.