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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Hautkrankheiten
Zufriedene Kunden: 2630
Erfahrung:  Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten
59970358
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Hautaerztin ist jetzt online.

Hallo, meine Tochter ist 14 Jahre alt, sie ist mit Hunden

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
meine Tochter ist 14 Jahre alt, sie ist mit Hunden und Katzen (Oma hatte diese Tiere) aufgewachsen (da war sie mehrmals die Woche über mehrere Stunden) bis sie ca. 6 Jahre alt war und hatte keine Symptome einer Allergie, allerdings Symptome einer Gräserallergie. Wir ließen einen Pricktest machen, der war bei Gräsern positiv, sonst negativ. Vor 3 Jahren haben wir uns für eine Hyposensibilisierung entschieden wegen der Gräserallergie. In diesem Zusammenhang wurde nochmal ein Pricktest gemacht, der bei Gräsern, Roggen und Spitzwegerich einen Wert von 8 bzw. 9 angezeigte (ich denke, das ist der Durchmesser der Quaddel??). Bei Hundehaaren zeigte sich ein Wert von 3, bei Katzen von 4. Die Hypo gegen die Gräser mit Sublingualtabletten war total erfolgreich, schon im 2. Jahr der Behandlung zeigten sich keine Symptome mehr. Nun wünschen wir und vor allem die Tochter uns schon seit langem einen Hund. Ich habe das Thema bisher immer abgewürgt, der Wunsch wird aber immer größer. Ich würde nicht darüber nachdenken, wenn ich nicht wüsste, dass der Hund sicherlich der Tochter emotional sehr gut tun würde. Meine Schwägerin mit Familie wünscht sich ebenfalls einen Hund, die Kinder sind aber noch jünger, sie hat eigentlich erst in 1 bis 2 Jahren daran gedacht, würde aber gerne das Tier zu sich nehmen, wenn es doch nicht gehen würde, was natürlich aber trotzdem schlimm für unsere Tochter wäre. Der Hund bliebe aber im gleichen Dorf und unsere Kinder sind relativ oft dort. Ich bin jetzt dennoch total verunsichert. Meine Tochter hatte noch nie Symptome bei Tieren, auch nicht bei Hasen der Freundin etc. Wir haben jetzt mal einen Züchter besucht, der Hundemischlinge aus Pudel und Bolonka züchtet (beide sollen "Allergikerhunde" sein). Die Tochter hatte auch hier keine Symptome nach dem Streicheln. IWir waren ca.1,5h dort. Ich will der Tochter nicht diese Erfahrung mit Tieren zu leben verwehren, wenn es eine gute Chance gibt, dass sie nicht allergisch reagiert, möchte aber auch nicht unverantwortlich handeln, auch nicht dem Tier gegenüber. Wie schätzen Sie den Wert im Pricktest ein? Würden Sie nochmal einen anderen Test machen? Wie sehen Sie, im schlimmsten Fall die Chancen einer Hypo gegen Hundehaare?
Herzlichen Dank für Ihre Hilfe

Guten Abend,

ich bin Hautärztin mit langjähriger Erfahrung und möchte Ihnen weiterhelfen.

Es gibt immer wieder positive Reaktionen im Pricktest, die ohne die sog. klinische Relevanz sind. Das heißt, es zeigen sich im täglichen Leben keine Symptome. Sie können noch die Gegenprobe machen, indem Sie für Hundehaare den Allergietest über das Blut, d.h. Bestimmung des spezifischen IgE machen lassen.

Natürlich ist das letztlich eine Entscheidung innerhalb der Familie. Klar ist, daß das Risiko, eine Allergie zu entwickeln, aufgrund der Veranlagung zu Allergien bei Ihrer Tochter höher ist als bei Menschen, die mit Allergien gar nichts zu tun haben. Sie ist aber alt genug, das Problem zu verstehen und kann daher die Entscheidung maßgeblich selbst treffen mit dem Wissen, daß sie notfalls den Hund wieder abgeben muß.

Die Allergene sind von Rasse zu Rasse verschieden, und wenn Sie einen Allergikerhund nehmen, ist die Wahrscheinlichkeit einer Allergie noch kleiner.

Für eine Hyposensibilisierung müßten Sie die Lösung von der Firma inidividuell genau für Ihren Hund herstellen

lassen, das wird teuer. Ansonsten ist der Nutzen ohnehin nicht sicher. Inzwischen gibt es zwar Lösungen auch für Tierhaarallerien und das Thema wird auch mehr und mehr akzeptiert. Viele Ärzte sind noch mit dem Grundsatz ausgebildet, daß man die Hyposensibilisierungen nur gegen Allergene macht, die man absolut nicht aus seinem Umfeld entfernen kann wie Hausstaub oder Pollen.

Der psychische Faktor ist sehr wichtig. Wenn sich Ihre Tochter den Hund sehnlichst wünscht, wird er ihrer Psyche gut tun, was Allergien entgegenwirkt. Es ist ja dann nicht so, daß sie z.B. in eine Familie oder Nachbarschaft mit Hunden hineingeboren wurde und keine Wahl hat. Das spielt schon eine Rolle.

In Zusammenfassung aller Aspekte, die Sie genannt haben, denke ich, Sie können es mit einem Allergikerhund wagen.

https://www.netdoktor.de/krankheiten/hundeallergie/

https://www.allum.de/stoffe-und-ausloeser/tierallergene-allgemein Letzter Absatz: Hier sieht man, wie die Meinungen auseinandergehen.

Ein Hundeallergiker hat sich ausführlich mit dem Thema befaßt:

http://www.hundeallergie.net/kinder-und-die-hundehaarallergie Da finden Sie sicher Anregungen.

Bitte bewerten Sie meine Antwort mit 3 bis 5 Sternen. Nur mit einer solchen Bewertung kann das System uns Experten einen Teil des eingezahlten Honorars zuordnen. Danke. Die Sterne finden Sie ganz oben rechts.

Ich wünsche gutes Gelingen !

Mit freundlichen Grüßen Dr. med. A. Hoffmann

Hautaerztin und weitere Experten für Hautkrankheiten sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Das heißt, man könnte im Notfall, wenn sie im Laufe der Zeit Probleme hätte, ein Serum genau vom eigenen Hund herstellen lassen und damit eine Hypo machen? Falls wir nochmal einen Allergietest angehen, würden Sie eher den 3Jahre alten Pricktest wiederholen oder einen Bluttetest machen?
Sie ist ja im letzten Jahr der Gräserhypo, kann man da überhaupt einen Allergietest machen?
Ich komme wahrscheinlich erst morgen dazu, die Links zu lesen, aber danke ***** *****ür solch eine ausführliche Antwort!!!

Theoretisch müßte das gehen, ich habe es aber in der Praxis noch von keinem Betroffenen gehört. Problematisch wäre es da mit der Standardisierung und anderen rechtlichen Fragen vor Zulassung. Die Kosten dürften hoch sein.

Ich würde einen Bluttest machen.

Danke für die Sterne.

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
34;Für eine Hyposensibilisierung müßten Sie die Lösung von der Firma inidividuell genau für Ihren Hund herstellen"
Darauf bezog sich meine Nachfrage. Aber wenn das schwierig ist solch eine individuellen Hypo, welche Erfahrung haben sie mit einer nicht individuell auf den eigenen Hund zugeschnittenen Hypo?

Gar keine. Ich habe in Praxen gearbeitet, wo das von vornherein von den Eigentümern abgelehnt wurde. Jetzt bin ich in einem Bereich tätig, wo ich mit Hyposensibilisierungen nichts zu tun habe. Auch da ist mir unter den Patienten nie jemand begegnet, der sich gegen Tierhaare hat hyposensibilisieren lassen.

Was viel wichtiger ist: Sie sollten mit diesem Gedankenkarussell besser aufhören: das können Sie, wenn Sie in die Richtung gehen, daß Sie auf eine gute Entwicklung vertrauen. Denn die Fakten sprechen großteils dafür.

Wenn Sie sich immer weiter mit der Hyposensibilisierung beschäftigen, die innerhalb der Allergologie wirklich ein Exot ist, was Tierhaare angeht, kommen Sie ja gar nicht zur Ruhe. Das ist keine gute Voraussetzung. Bevor die Frage überhaupt auf den Tisch kommt, müßte Ihre Tochter ja erstmal eine Allergie entwickeln. Im übrigen bietet eine Hyposensibilisierung auch keine Sicherheit. Rein theoretisch kann sie bei fortbestehendem Allergenkontakt auch wirkungslos sein.

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Ok, vielen Dank für ihre Antwort. Wir werden versuchen gelassen zu bleiben, die Tochter ist das sowieso;-)

Sehr gut, dann folgen Sie Ihrer Tochter, so gut es geht.