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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Hautkrankheiten
Zufriedene Kunden: 2645
Erfahrung:  Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten
59970358
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Hautaerztin ist jetzt online.

Guten Tag, Ich leide seit mehr als einem Jahr an starkem

Kundenfrage

Guten Tag,Ich leide seit mehr als einem Jahr an starkem Haarausfall, das seit Mai 2019 schlimmer geworden ist. Ich werde versuchen hier chronologisch alles aufzulisten was ich ausprobiert habe und was mir vom Hautarzt empfohlen wurde aber noch keine richtige/effiziente Ergebnisse gebracht hat. Alls erstes habe ich von Kerastase die “Specifique” (https://www.amazon.de/K%C3%A9rastase-Sp%C3%A9cifique-Aminexil-Stk-Haarausfall/dp/B01HZPN9RI) Produkte ausprobiert: Shampoo, die Ampullen mit Aminexil. Ich hab das 3 Monate lang ausprobiert.Es hat sich anfangs so angefuehlt als waeren die Haare staerker geworden, aber der Juckreiz hat nicht aufgehoert und auch nicht der Haarausfall. Bin dann September 2019 zum Hautarzt gegangen, es wurde eine videounterstuetzte Untersuchung gemacht, man hat sich den Haarboden angeschaut und es wurde eine mikrobiologische Abstrichentnahme gemacht, um nachzuschauen ob es irgendwelche Pilzflechten gibt. Die Arztin meinte “ja es ist Haarausfall, aber nichts dramatisches, sie sehe “ein bisschen” Pilz von der Abstrichentnahme und hat mir einen Shampoo (“Hochwirksamer Anti-schuppenkomplex”) mit Octopirox von Dermasence verschrieben und Haarvitamine “Pantovigar”, die ich leider nicht mehr auf dem deutschen Markt finden konnte und sie aus dem Ausland besorgen musste. Gleich im Anschluss der Behandlung war ich mit einer Blutentnahme einverstanden, um Biotin, D3 und Zink Niveaus pruefen zu lassen. Eine Woche spaeter waren die Ergebnisse da und dieselbe Arztin verschrieb mir D3 - 20000 IE pro Woche und Biotin 5mg/Tag. Ich nehme seit dann taeglich Biotin, D3 woechentlich, Zink, Selen, Magnesium und Pantovigar/Pantogar wie empholen. Ende Maerz 2020 bin ich erneut zu einer Untersuchung gegangen in der Hoffnung was verbessern zu koennen da der Haarausfall nicht aufgehoert hatte, es wurde wieder einen videounterstutzte Untersuchung gemacht und man konnte deutlich sehen dass die verbleibenden Haare dank der Vitamine n-fach dicker waren als zuvor, die Arztin hatte aber wieder “ein bisschen Pilz” festgestellt und hat mir erneut einen Shampoo verschrieben dass nicht mehr auf dem Markt zu finden ist - “Batrafen S” mit Ciclopirox olamin. Ich hab mir ein anderes Shampoo besorgt mit Ciclopiroxolamin 1.5%,https://www.amazon.de/Stieprox-Intensiv-Schampoo-100-ml/dp/B00AFXGMBS/ref=sr_1_1?dchild=1&keywords=Stieprox&qid=1589736435&s=beauty&sr=1-1 und es ausprobiert. Der hat aber die weissen Schuppen an der Kopfhaut aufgeloest wie ein peeling und danach wurde der Juckreiz noch schlimmer (Kopfhaut war rot und hat ein bisschen gebrannt). Inzwischen versuche ich die Haare auch mit Klettenwurzeltee nach dem waschen zu spuelen, da ich gelesen hatte dass diese Pflanze die Haarwurzeln staerkt/anti-Pilz wirkt. Bitte helfen sie mir weiter, ich werde dem Juckreiz noch nicht los und man bemerkt dass der Haarboden nicht gesund ist. Alle 3 Tage muss ich meine Haare waschen, sonst laesst der Juckreiz nicht nach. Haar kommt raus beim waschen, anfassen, ich traue mich nicht mehr den Haar zu kämmen.
Ich hänge Photos von den bisherigen Rezepten/Laborergebnissen an.
Gepostet: vor 17 Tagen.
Kategorie: Hautkrankheiten
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 17 Tagen.

Guten Abend,

ich bin Hautärztin mit langjähriger Erfahrung und möchte Ihnen weiterhelfen.

Ich werde mir morgen Ihre Unterlagen genau anschauen, dann schreibe ich Ihnen ausführlich.

Mit freundlichen Grüßen Dr. med. A. Hoffmann

Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 15 Tagen.

Vielen Dank für die Geduld. Ich habe mir Ihre Beiträge angeschaut. Für mich ist es fraglich, ob der Haarausfall einfach nur die Folge des Kopfekzems ist. Ich gehe davon aus, Sie hatten vorher dichtes Kopfhaar ?

Ist Ihre Kopfhaut trocken oder fettig ?

Wenn durch ein Ekzem oder Schuppenflechte so viele Haare ausgehen, dann ist das in der Regel durch dicke, festhaftende Schuppenkrusten bedingt. Die Haare wachsen dann auch wieder nach, wenn die Schuppen weg sind.

Auf den Fotos sehe ich die Kopfhaut leicht gerötet, mehr vorn an der Stirn-Haar-Grenze.

Wie stark waren denn Ihre Schuppen ? Eine dicke Schuppenkruste geht normalerweise nicht durch Ciclopiroxshampoo alleine abzulösen.

Daher vermute ich, daß der Haarausfall eine eigene Komponente / Erkrankung ist. So ist es auch auf der Rechnung vermerkt. Deshalb ist es wichtig, nach den Triggerfaktoren zu fragen. Infrage kommt insbesondere Streß aller Art. Bei Haarausfall kann es auch um schockartige Erlebnisse und Verluste gehen. Haben Sie körperliche Erkrankungen ?

Wurden Sie schon gesundheitlich durchgecheckt ? Das macht man bei länger anhaltendem Haarausfall aus diagnostischen Gründen.

Haben Sie irgendwelche Haarfarben oder -tönungen benutzt, Haarfestiger oder sonstige Pflegeprodukte für den Kopf ?

Außerdem kann die Veranlagung eine Rolle spielen. Daher frage ich Sie noch, ob es bei Ihnen oder Blutsverwandten schon Hauterkrankungen wie Ekzem oder Schuppenflechte, Asthma, Heuschnupfen, Allergien gab oder gibt ?

In der Behandlung haben Sie schon einiges gemacht. Die Mikronährstoffe sind auch in Ordnung, Vitamin D vielleicht zu gering dosiert ? Wissen Sie, wie der Spiegel war ? Am besten wäre, wenn Sie mir den Befund einscannen könnten, damit ich den Normbereich mit sehen kann. Wenn die Shampoos nicht ausreichend sind, wird in der Dermatologie Cortison als Milch für Kopfekzeme verwendet, gleichzeitig behandelt man den Haarausfall damit auch (meist 6 Wochen). Wollten Sie keins haben oder wurde es Ihnen nicht verordnet ? Ein geeignetes präparat wäre z.B. Betagalenlotion Alternativ kann man Steinkohlenteer (Liquor carb. deterg. 10%ig) in einer Rezeptur verwenden. Momentan ist er nicht auf dem Markt. Man kann sich aber mit Schieferteeröl behelfen. Diese Rezeptur können Sie sich rezeptfrei herstellen lassen: Ichthyol 10% - Liniment. aquos. ad 100,0, über Nacht einwirken lassen.

Das hilft vielen Patienten recht gut. Außerdem kann man UV-Licht einsetzen, einen UVB-Kamm am besten. Den gibt es bei vielen Hautärzten, man kann ihn aber auch selbst kaufen und zu Hause haben, Informationen finden Sie z.B. bei medlight.eu, bei waldmann.com oder saalmann-medical.de. Bei Saalmann finden Sie sogar den Saalux UVA1 Kamm. UVA1 wird bei Ekzeme oft gegenüber UVB noch bevorzugt.

Die Firma Ducray ist spezialisiert auf verschiedene Shampoos bei Kopfhauterkrankungen, erhältlich in der Apotheke.

Es ist eine Wirkstoffkombination, Ciclopiroxol ist zwar auch drin, jedoch weitere, die sich auf das Milieu der Kopfhaut günstig auswirken.

https://www.ducray.com/de-de/pflege/haarpflege/kelual-ds

Wegen der Pilze brauchen Sie sich nicht so viele Gedanken zu machen. Sie leben normalerweise auf der Kopfhaut. Die Idee ist, daß sie die Immunreaktion verursachen, die dann das Kopfekzem darstellt, quasi als Antigen. Deshalb werden sie mittels der Shampoos abgetötet, damit sich daraufhin die Immunreaktion beruhigen soll. Das klappt oft, aber nicht immer. Es sind jedenfalls keine Pilze mit Krankheitswert, sondern normale Bewohner der Kopfhaut.

Unser Körper lebt ja in Symbiose mit vielen Mikroorganismen und benötigt sie auch für normale Funktionen.

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Ansonsten können wir den Dialog morgen fortsetzen.

Ich wünsche Ihnen an dieser Stelle schon einmal gute Besserung !

Mit freundlichen Grüßen Dr. med. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Antwort Fr. Dr. Hoffmann! Ich werde der Reihe nach Ihre Fragen beantworten und entschuldige mich für die späte Rückmeldung. Vor dem Haarausfall hatte ich dichtes Haar, die Haare selber sind von der Natur aus dünn und lockig. Die Kopfhaut ist trocken und überall gerötet und in der Nähe der Stirn-Haar-Grenze ist die Kopfhaut von einer weissen Schicht befallen (die Schuppen waren aber bei der videounterstützten behandlung überall zu bemerken - es wurde an 3 Stellen untersucht: vorne Stirn-Haar-Grenze, Mitte des Kopfes, hinten). Beim kratzen lösen sich große Schuppe raus und bleiben im Haare haften, das passiert aber eher an der Stirn-Haar-Grenze, diese grossen mit freiem Auge ersichtlichen Schuppen habe ich in anderem Regionen der Kopfhaut nicht gespürt oder bemerkt. Ich hab keine anderen körperlichen Erkrankungen, hab mich beim Hausarzt aber noch nicht gesundheitlich checken lassen. Haarfarben habe ich noch nie benutzt , Pflegeprodukte wie Haarfestiger habe ich seit einem Jahr aufgegeben als der Haarausfall begonnen hatte. Ob meine Blutverwandten solche Ekzeme hatten muss ich nochmal nachfragen soweit ich weiß nicht. Vitamin D nehme ich einmal die Woche ein (20000 ), die Ergebnisse des Spiegels hab ich von der Ärztin damals interpretiert bekommen, aber die genauen Werte wurden mir damals nicht mitgeteilt/mitgeliefert, vielleicht könnte ich vom Labor nochmal die Blutwerte von damals verlangen ?? Cortison wurde mir nicht verordnet, ich kannte diese Option nicht, muss es vom Arzt vorgeschrieben werden ?
Ich hätte ein paar Fragen zu ihrer Antwort und Behandlungsvorschlägen da mir nicht klar ist in welcher Reihenfolge ich die Präparate verwenden sollte. Betagalenlotion hab ich hier gefunden, es ist aber verschreibungspflichtig (https://www.shopapotheke.com/arzneimittel/1356414/betagalen-lotion.htm) , ich nehme an es enthält Cortison in irgendeiner Form, sollte ich damit anfangen ? Oder eher mit den von Ihnen beschriebenen Präparat Ichthyol 10% - Liniment. aquos. ad 100,0 ? Den ,nehme ich an, könnte ich mit ihrer Beschreibung in der Apotheke herstellen lassen ? Zum Schieferteeröl habe ich noch nichts gefunden, in welcher Form sollte ich das ausprobieren ? Oder war es so gemeint dass ihr Rezept mit Ichtyol diesen Schieferteeröl eigentlich enthält/davon abgeleitet ist ? Wäre der Präparat für den Haarausfall oder eher für das Ekzem/Juckreiz gedacht ? Wenn ich auch den UVA1-Kamm einsetzen würde, sollte ich die anderen Präparate – wie Ichtyol/Betagalenlotion weglassen/sollte ich irgendetwas beachten?
Was würden Sie mir empfehlen als erstes auszuprobieren ? Ich würde mich danach mit einem weiteren Bericht bei Ihnen melden, um weiterzuschauen was als nächstes auszuprobieren wäre. Vielen Dank für Ihre Vorschläge !
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 12 Tagen.

Gern geschehen. Das Zeitliche ist kein Problem. Ich werde Ihnen heute abend später oder morgen wieder schreiben.