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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Hautkrankheiten
Zufriedene Kunden: 2095
Erfahrung:  Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten
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Hautaerztin ist jetzt online.

Guten Abend, mein Sohn, 24 Jahre, macht gerade mit seiner

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Abend, mein Sohn, 24 Jahre, macht gerade mit seiner atopischen Neurodermitis einen grauenvoll Kortison Entzug durch. Trotz Juckreiz stillende Creme ist die Haut super trocken, schuppt sich, ist immer wieder aufgekratzt und spannt und schmerzt nach dem Cremen, dass er schreit, weint und total hoffnungslos ist. Was können wir noch tun, um ihm zu helfen?
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: 24,5 Jahre, männlich, nur Cremes für Neurodermitiker kein Cortison, weil er keinen Erfolg mehr damit hatte(prednikarbat
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Hautarzt wissen sollte?
Customer: Es ist am Donnerstag Blut entnommen worden. Alle Allergie Hinweise, Histaminintoleranz, etc. werden grad getestet.

Guten Abend,

ich bin Hautärztin mit langjähriger Erfahrung und möchte Ihnen weiterhelfen.

Während ich weiter schreibe, können Sie mir bitte mitteilen, ob Ihr Sohn schon etwas unternommen hat in puncto Ernährung ?

(Damit ich weiß, wo ich ansetzen muß.)

Womit pflegt er die Haut ?

Mit freundlichen Grüßen Dr. med. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Er hat zwei Wochen basisch sich ernährt, dann histaminarme bzw. DAO TABLETTEN auf Verdacht vor dem Essen geschluckt und cremt mit Allergika hydro Körperlotion, von der Hautärztin empfohlen, ein.
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Die Haut spannt, juckt, schuppt wie verrückt und brennt wie Verbrannt. Keine Stelle ist frei von dieser Symptomatik. Trocken, trocken...

Heutzutage kennen viele Patienten nichts anderes als Cortisoncremes oder -salben. Es gibt aber weitere Möglichkeiten:

Cortisonfreie arzneimittelhaltige Medikamente, die zur Dauertherapie geeignet sind und die Immunreaktion spezifisch regulieren: Protopicsalbe und Elidelcreme. Diese zahlen die Krankenkassen. Sie sind teuer, aber sehr sparsam, daher im Endeffekt wiederum nicht sehr viel teurer als viele Cortisonsalben.

Der gute alte Steinkohlenteer: Liquor carb. deterg 5 oder 10 % - Basiscreme DAC ad 100,0. Man kann auch andere Grundlagen verwenden.

Das gute alte Schieferteeröl: Ichthyol 2 bis 10% . Die "Softvariante" von Teer, auch im Gesicht anwendbar.

Lichttherapie mit UVB oder UVA/B = SUP

Ganz wichtig: regelmäßige medizinische Hautpflege, mit medizinischen Pflegecremes wie Dermatopbasis, Asche Basis, Dermifant Kindercreme mit Nachtkerzenöl (auf das Nachtkerzenöl kommt es an), Sans Vita neutrale Pflegelotion oder Creme usw. Ölbäder mit z.B. Excipial Mandelölbad oder Totes Meer Salz Bäder. Man kann auch Öl und Sole kombinieren.

Bei starker Ausprägung gibt es auch ein sog. Biologic speziell für die Neurodermitis: Dupilumab:
https://www.aerzteblatt.de/archiv/198018/Therapie-der-atopischen-Dermatitis-Nach-wie-vor-eine-besondere-Herausforderung, etwas weiter unten

Die Nahrungsmittelallergene sollten geprüft werden, mittels Antikörpertest IgE ist das üblich.

Daneben gibt es die sog. IgG und IgG4 Antikörper, die in der wissenschaftlichen Medizin (noch) kein Standard sind. Sie reagieren jedoch früher, und ich sehe immer wieder gute Verläufe, wenn sich die Patienten danach ernähren. Informationen finden Sie hier:

https://cytolabor.de/

https://www.ganzimmun.de/labor/aktuelles-aus-dem-labor/praescreen-und-allergo-screen-profile

https://www.ganzimmun.de/zahnmedizin/diagnostik-nahrungsmittelunvertraeglichkeiten

Davon abgesehen gibt es - nur ganz allgemein gesagt - Lebensmittel, die prinzipiell eher ungünstig für den Körper sind:

Weizenmehl (evtl. Gluten aus allen glutenhaltigen Getreidearten, besser Dinkel, reines Roggen oder glutenfreie), Kuhmilch (besser Schaf, Ziege), Schweinefleisch (wenn nötig, besser Geflügel, Fisch); weißer Zucker (besser Ahornsirup, Agavendicksaft, unraffinierter Rohrzucker, Rübensirup) und jegliche chemische Nahrungsmittelzusätze (viele Pat. erreichen sehr viel, wenn sie diese komplett elimieren)

Weiter im nächsten Kästchen, damit Sie schon Info erhalten.

 

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Das meiste davon wissen und befolgen wir. Wie kann man ihm im jetzigen akuten Zustand helfen?

Die 4 erstgenannten tragen alle zur Übersäuerung bei. Basenbildende Ernährung ist eine gute Idee, es dauert aber viel länger, bis der Körper sind umgestellt und entgiftet hat. Am Anfang kann es da ggf. erst mal schlimmer werden, weil die Haut mithilft zu entgiften.

Ein spezieller Tip für Neurodermitis - Ernährung ist diese Buch:

http://www.neurodermitis-beratungsstelle.de/

Bei starker Ausprägung kann Ihr Sohn stationär behandelt werden in der sog. cortisonfreien Klinik:

http://www.spezialklinik-neukirchen.de/

Dort wird großes Augenmerk gelegt auf die Darmflora, die eine erhebliche Rolle spielt für die Tätigkeit der Darmschleimhaut. Da dort 90% der Immunzellen sitzen, ist die Haut sehr davon abhängig. Hier weitere Infomationen zu dem Thema:

https://schlank-mit-darm.de/mit-bakterien-gegen-neurodermitis/

https://schlank-mit-darm.de/tag/neurodermitis/

https://www.elle.de/darm-beeinflusst-haut

Wenn Sie das Thema googeln, werden Sie sehr viel mehr noch finden.

Wichtige Mikronährstoffe für den Darm: ungesättigte Fettsäuren: Nachtkerzenöl, Borretschöl, Algenöl = Omega 3 vegan, Vitamin D, C, B50, Mineralien, insbesondere Zink.

Jetzt kommt gerade Ihr Text. Können Sie einige Fotos hochladen ? Sonst kann ich dazu schlecht etwas sagen.

 

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Welche Fotos soll ich hochladen,?

Von der Haut Ihres Sohnes, damit ich Ihnen empfehlen kann, wie sie sinnvoll zu behandeln ist.

Oder ein Telefonat, wo ich Sie rückfragen kann.

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Er ist nicht bereit ein Foto von seinem Zustand zu machen. ICH würde ihn am liebsten unter Zwang einweisen lassen. Er quält sich bis zum nächsten Hautarzt Termin und ich bin total überfordert mit dieser Situation und seiner Sturheit.

Will er die Haut überhaupt behandeln ?

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Und wie er will, er leidet absolut sehr unter diesen Symptomen. Sein Studium geht nicht voran und soziale Isolation, Depression und Wut auf die ganze Welt...

Mit 24 kann und muß er selbst entscheiden und dafür die Konsequenzen tragen. Wenn die Haut richtig offen ist und näßt, dann können Sie akut Umschläge mit schwarzem Tee machen, der 20 min gezogen und abgekühlt ist. Gut ist dann oft Fusicutansalbe mit feuchten Umschlägen aus Wasser kombiniert.

Beim Cortisonentzug kann auch klassische Homöopathie hilfreich sein.

Sonst fragen Sie ihn, ob er sich akut in die Spezialklinik Neukirchen einweisen lassen würde. Das geht mit normaler Krankenhauseinweisung. Das wäre vermutlich das beste, denn wie ich Ihrer letzten Zeile entnehme, benötigt er außerdem psychologische Behandlung. Erste Gespräche mit Psychologen sind dort möglich.

Eventuell wäre auch hier die Möglichkeit mit den Schwefelbädern sinnvoll, dort gibt es ebenfalls Psychologen, jedoch muß man dort dazusagen, wenn man auf Cortison verzichten will:

https://www.fk-bentheim.de/fachbereiche/dermatologie/

Es ist oft zu beobachten, daß sich die Haut nach psychologischer Betreuung von selbst bessert, weil sie im Grunde auch mitteilt, in welchem Zustand die Seele ist.

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Wie auch immer er sich entscheidet, alles Gute und baldige Besserung ! MFG Dr. Hoffmann

Hautaerztin und weitere Experten für Hautkrankheiten sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Vielen lieben Dank für Ihre Hilfe ich werde ihm die Klinik Bad Bentheim nahelegen. Oder seine Hautärztin schreiben, dass er dahin muss. Dankeschön

Gern geschehen. Danke für die Sterne.