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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Hautkrankheiten
Zufriedene Kunden: 2062
Erfahrung:  Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten
59970358
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Hautaerztin ist jetzt online.

Bin 61 Jahre alt, ich habe mit der Haut meine Barthaare

Diese Antwort wurde bewertet:

bin 61 Jahre alt, ich habe im Gesicht Probleme mit der Haut meine Barthaare wachsen manchmal unter der Haut weiter, aber vor allem habe ich seit ca. einen halben Jahr irgendwelche Entzündungen der Haarwurzel und es bildet sich ein schwarzes Sekret, was meiner Ansicht durch Bakterien, Pilze, Milben oder ähnlichen hervorgerufen wird, mein Faforit ist die Vermutung, es handelt sich um Pilze, ich entferne mit der pinzette das entzündete Barthaar und es heilt ab, aber am nächsten Tag haben sich weitere Barhaare entzündet und schwarzen Talg gebildet, ich habe schon verschiedene Creme versucht, Cortison, aber hat alles nichts genützt,
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: 61, männlich, Pantaprazol, Diclofenak, Telmisartan
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Hautarzt wissen sollte?
Customer: habe außerdem seit 20 Jahren Pseuaris Artritis, aber meistens am Körper

Guten Tag,

ist es Ihnen möglich, einige Fotos anzuhängen ?

Mit freundlichen Grüßen Dr. med. A. Hoffmann

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Hallo Frau Hoffmann, anbei die Fotos mfg Jägers

Vielen Dank, ***** ***** Ich bitte Sie noch um etwas Geduld für die Antwort, bis zum Nachmittag.

Danke für die Geduld. Ihre Beschreibung und Ihre Fotos passen zu den sog. Pili recurvati. Das bedeutet, daß die Barthaar in einem sehr flachen Winkel aus der Haut herauswachsen und die Spitzen dann gleich wieder in diese hinein. Manchmal andern sie auch schon die Richtung und wachsen gleich wieder in die Haut hinein, bevor sie richtig aus dem Haarfollikel herausgekommen sind.

Die Haut behandelt dann diese einwachsenden Haare wie einen Fremdkörper, was die Entzündungsreaktion in Form eines roten Knötchens zur Folge hat. Beim Rasieren wird dies häufig verletzt, so daß die offenen Stellen entstehen. Wenn diese mit einer Narbe abheilen, dann wachsen die Haarfollikelausführungsgänge oft zu, so daß der Talg sich einen anderen Weg sucht, um an die Oberfläche zu kommen. Wenn Talg mit Sauerstoff in Kontakt kommt, oxydiert er und wird schwärzlich. Das hat mit Milben, Pilzen und Bakterien wenig zu tun, außer daß sich die normalerweise auf der Haut lebenden Bakterien, die Staphylokokken, rascher vermehren können, wenn es kleine Verletzungen an der Haut gibt. Begünstigt wird der ganze Vorgang des Einwachsens durch das Rasieren, weil dadurch die Barthaare spitz angeschnitten werden.

Weshalb das bei einem Menschen passiert, bei anderen nicht, ist unklar. Man weiß aber, daß der Vorgang insbesondere durch Naßrasur gefördert wird.

Cremes etc. sind wenig hilfreich. Empfohlen wird vor allem, auf Rasur zu verzichten bzw. von vornherein eine gewisse Barthaarlänge stehen zu lassen, so daß vermieden wird, daß die Barthaare erst immer wieder aus den Haarfollikeln herauswachsen müssen. Dabei soll man zu Trockenrasur übergehen.

In der Therapie hat man die besten Ergebnisse mit Lasern, wobei die Haarfollikel gelasert werden, so daß darin keine Haare mehr wachsen können. Das nennt man Epilation.

Ich habe Ihnen einige Informationsquellen herausgesucht:

pschyrembel.de Haarveränderungen - Pili recurvati

medizininfo.de Haarveränderungen - Eingewachsene Barthaare

https://link.springer.com Pseudofolliculitis barbae und Pili recurvati, aus: Plewig et al. Akne und Rosacea 1994

https://www.thieme-connect.com Therapie der superinfizierten Pseudofolliculitis bei Pili recurvati sive incarnati mit dem 694 nm Long Pulse Ruby Laser, Wahlen+Dorittke+Kardorff 2002

Und hier ein Beispiel, in dem Lasern von Haaren genauer beschrieben wird:

laserepilation.ch Eine haarige Angelegenheit - wir haben die Lösung

Für die offenen Stellen können Sie Octenisept Lösung und Octenisan Waschlotion oder / und Fucidinecreme benutzen, aber das dienst nur der Reduktion von Bakterien und ändert nichts am Grundproblem. Das effektivste ist die Laserepilation. Vorher können Sie ausprobieren, wie die Entwicklung ist, wenn Sie den Bart wachsen lassen.

Bitte bewerten Sie meine Antwort mit 3 bis 5 Sternen. Nur mit einer solchen Bewertung kann das System uns Experten einen Teil des eingezahlten Honorars zuordnen. Danke. Sie finden die Sterne ganz oben rechts.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

Hautaerztin und weitere Experten für Hautkrankheiten sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Super danke

Gern geschehen.