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RainNitschke
RainNitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Haus- und Grundbesitz
Zufriedene Kunden: 1778
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
49776616
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RainNitschke ist jetzt online.

ich beabsichtige eine Eigentumswohnung zu kaufen. Leider sind

Kundenfrage

ich beabsichtige eine Eigentumswohnung zu kaufen. Leider sind im Grundbuch zwei Besitzer
eingetragen, und der eine Besitzer macht nun "Zicken" , obwohl bereits im Dezember
durch einen Rechtsanwalt bestätigt wurde, dass verkauft werden soll.

Nun ist es fast April und wir haben zwischenzeitlich den Notartermin schon zweimal verschoben, obwohl seitens des Rechtsanwaltes immer wieder bestätigt wird, das Verkaufsinteresse besteht.
Mit einem der beiden bin ich schon einig, auch der Verkaufspreis wurde schon festgelegt,
und auch bestätigt.

Es gibt aber scheinbar zwischen den beiden Besitzer - Erbschaftsangelegenheiten -
die noch nicht geklärt sind

Welche Möglichkeiten habe ich den Verkauf nun endlich zum Abschluss zu bringen ,
oder bin ich dem "guten Willen" der beiden Verkäufer ausgeliefert


Vorab vielen Dank XXXXX XXXXX Info

Mfg.

Ingrid Höfling
26.03.12
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Haus- und Grundbesitz
Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 7 Jahren.

 

 

Sehr geehrter Ratsuchende,

 

sofern zwei Eigentümer im Grundbuch eingetragen sind, können diese auch nur gemeinschaftlich verkaufen. Daher müssen sich auch beide Verkäufer einig sein, was leider etwas schwierig ist, wenn die ETW zu einer Erbschaft gehört und dieses auseinandergesetzt werden muss. Hier können Sie leider nur abwarten, bis sich die Verkäufer einig geworden sind.

 

Wenn es um Erbschaftsstreitigkeiten geht, sind die Erben in der Regel daran interessiert, das Erbe so schnell wie möglich auseinander zu setzen. Daher könnten Sie allenfalls versuchen, den Verkäufern eine Frist für eine endgültige Entscheidung zu setzen und mitteilen, dass Sie anderenfalls darüber nachdenken werden, von Ihrem Kaufangebot Abstand nehmen zu müssen. Diese Frist wäre jedoch lediglich eine Art sanftes "Druckmittel" und rechtlich nicht bindent. Unter Umständen bewegt es die Verkäufer jedoch, zu einer zügigen Entscheidung, um Sie als Käuferin nicht zu verlieren.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

K.Nitschke

Rechtsanwältin (Steuern)

Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 7 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchende,

 

sofern zwei Eigentümer im Grundbuch eingetragen sind, können diese auch nur gemeinschaftlich verkaufen. Daher müssen sich auch beide Verkäufer einig sein, was leider etwas schwierig ist, wenn die ETW zu einer Erbschaft gehört und dieses auseinandergesetzt werden muss. Hier können Sie leider nur abwarten, bis sich die Verkäufer einig geworden sind.

 

Wenn es um Erbschaftsstreitigkeiten geht, sind die Erben in der Regel daran interessiert, das Erbe so schnell wie möglich auseinander zu setzen. Daher könnten Sie allenfalls versuchen, den Verkäufern eine Frist für eine endgültige Entscheidung zu setzen und mitteilen, dass Sie anderenfalls darüber nachdenken werden, von Ihrem Kaufangebot Abstand nehmen zu müssen. Diese Frist wäre jedoch lediglich eine Art sanftes "Druckmittel" und rechtlich nicht bindent. Unter Umständen bewegt es die Verkäufer jedoch, zu einer zügigen Entscheidung, um Sie als Käuferin nicht zu verlieren.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

K.Nitschke

Rechtsanwältin (Steuern)


Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Diese Möglichkeit ist leide kein guter Vorschlag, da ich aufgrund der Tatsache

dass mir der Verkäufer erklärt hat er wolle die Wohnung verkaufen, und wir einen

Termin am 31.12.11 beim Notar hatten - welcher dann von der 2. Wohnungsbesitzerin

abgesagt wurde, bereits einen Vertrag mit meiner Bank geschlossen habe, über ein Darlehen- und hier nun schon Bereitsstellungszinsen fällig sind. Somit kann ich von diesem Vertrag nicht mehr zurücktreten, und muss diese Wohnung ja kaufen.

 

Gruss

IHO

Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 7 Jahren.

 

 

Guten Morgen,

 

da mir bewusst ist, dass Sie die Wohnung auch tatsächlich kaufen möchten, war das auch nur als Vorschag gedacht, dem Ganzen etwas Nachdruck zu verleihen. Daher auch der Hinweis, dass eine solche Frist nicht rechtlich bindent ist.

 

Vorliegend haben Sie jedoch die Möglichkeit, die Verkäufer darauf hinzuweisen, dass Ihnen durch die Bereitsstellungszinsen bereits ein Schaden entstanden ist, der den Verkäufern in Rechnung gestellt werden kann. Es handelt sich dabei um den sogenannten Vertrauensschaden, der immer dann ersetzt werden kann, wenn ein angestrebter Vertrag nicht oder nicht den Vorstellungen des Ersatzberechtigten (Sie) entsprechend zustande gekommen ist. Dann ist der Ersatzberechtigte so zu stellen, wie er stünde, wenn er auf die Gültigkeit des Vertrages oder die Erklärung des Schädigers (Verkäufer) nicht vertraut hätte, bzw. wenn er den Vertrag nicht geschlossen hätte.

 

Wie gesagt: prinzipiell sind Sie leider von den Verkäufern abhängig. Mit dem Hinweis auf einen bereits entstandenen und auch größer werdenden Schaden, lassen sich die Verkäufer eventuell zu einem schnelleren Handeln hinreißen. Dass Sie auf den Vertragsabschluss vertrauen durften, besagt allein schon die Tatsache, dass es bereits einen Notartermin geben sollte.

Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 7 Jahren.

Guten Morgen,

 

da mir bewusst ist, dass Sie die Wohnung auch tatsächlich kaufen möchten, war das auch nur als Vorschag gedacht, dem Ganzen etwas Nachdruck zu verleihen. Daher auch der Hinweis, dass eine solche Frist nicht rechtlich bindent ist.

 

Vorliegend haben Sie jedoch die Möglichkeit, die Verkäufer darauf hinzuweisen, dass Ihnen durch die Bereitsstellungszinsen bereits ein Schaden entstanden ist, der den Verkäufern in Rechnung gestellt werden kann. Es handelt sich dabei um den sogenannten Vertrauensschaden, der immer dann ersetzt werden kann, wenn ein angestrebter Vertrag nicht oder nicht den Vorstellungen des Ersatzberechtigten (Sie) entsprechend zustande gekommen ist. Dann ist der Ersatzberechtigte so zu stellen, wie er stünde, wenn er auf die Gültigkeit des Vertrages oder die Erklärung des Schädigers (Verkäufer) nicht vertraut hätte, bzw. wenn er den Vertrag nicht geschlossen hätte.

 

Wie gesagt: prinzipiell sind Sie leider von den Verkäufern abhängig. Mit dem Hinweis auf einen bereits entstandenen und auch größer werdenden Schaden, lassen sich die Verkäufer eventuell zu einem schnelleren Handeln hinreißen. Dass Sie auf den Vertragsabschluss vertrauen durften, besagt allein schon die Tatsache, dass es bereits einen Notartermin geben sollte.

Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 7 Jahren.

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Vielen Dank