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Dr.Scheufele
Dr.Scheufele, Arzt
Kategorie: Gynäkologie
Zufriedene Kunden: 22481
Erfahrung:  praktischer Arzt, Gynäkologie u. Geburtshilfe
28905844
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Dr.Scheufele ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr Dr. Scheufele,ich wende mich heute an

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrter Herr Dr. Scheufele, ich wende mich heute an Sie, weil ich inzwischen wirklich verzweifelt bin und hoffe, dass Sie mir einen Rat geben können. Vor ca. 12 Jahren wurde bei mir ein Mikroprolaktinom festgestellt (nach Absetzen der „Pille“ blieb die Regelblutung aus). Seitdem nehme ich regelmäßig Dostinex ein (wegen der Nebenwirkungen alle 14 Tage eine ½ Tablette) und der Wert liegt stets im akzeptablen Bereich. Zwischendurch wurde immer mal wieder versucht, ob der Wert ohne Einnahme von Dostinex stabil bleibt. Leider negativ, es muss bei der Einnahme bleiben. Vor drei Wochen litt ich unter extrem starken Flankenschmerzen. Mein Hausarzt diagnostizierte nach einer Ultraschalluntersuchung zunächst eine Nierenbeckenent-zündung und ich erhielt für die Dauer von 11 Tagen zwei verschiedene Antibiotika-Präparate (weil das erste Med. offensichtlich nicht anschlug, die Beschwerden waren vermindert, aber nicht weg). Es wurde ein Kultur angelegt, welche kein Wachstum von Bakterien aufwies (trotzdem erhielt ich weiterhin Antibiotika). Letzte Woche diagnostizierte mein Hausarzt nach einer erneuten US-Untersuchung (nach wie vor Beschwerden) Nierensteine und Gries. Warum diese nicht schon bei der ersten US-Untersuchung auffielen, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich erhielt Buscopan und ein Schmerzmittel in Tropfenform (Dauer 5 Tage), um den vorhandenen Gries und ggfs. die Steine leichter ausspülen zu können (ich trinke inzwischen ca. 3 l Wasser/Tag). Meine Beschwerden sind jetzt bis auf geringfügige Flankenschmerzen inzwischen abgeklungen. Für meinen Hausarzt ist der Fall nun abgeschlossen. Dem Grund, wie es zu der Ansammlung der Steine kommen kann, ist mein Hausarzt nicht weiter nachgegangen. Eine Blutuntersuchung (z.B. auf evtl. erhöhtes Calcium hat zu keiner Zeit stattgefunden), die letzte Urinuntersuchung war ohne Befund (kein Blut mehr, keine Bakterien). Aufgrund der m.E. doch etwas halbherzigen Behandlung habe ich mir interessehalber einmal die Ergebnisse des letzten Routinechecks (Nov. 2012) geben lassen. Hierbei ist mir neben einem sehr schlechten GFRF-Wert (55.0) aufgefallen (dies könnte natürlich der Grund für die jetzt festgestellten Nierensteine sein), dass der TSH-Wert bei 3.02 lag (lt. Auswertung des Labors unauffällig). Nach meinen Recherchen kann jedoch bei einem Wert von über 2,5 von einer Schilddrüsenerkrankung ausgegangen werden (der Normwert von bis zu 4.0/4.2 soll lt. diverser Studien nicht mehr aktuell sein, stimmt das?). Zwei Ärzte (Hausarzt und Gyn) sind der festen Überzeugung, dass der TSH-Wert von 3.02 völlig normal sei. Seit einem ½ Jahren sind mir jedoch einige Symptome aufgefallen, die m.E. – im Nachhinein betrachtet – jedoch auf eine Unterfunktion der SD hindeuten könnten und mich sehr belasten: z.B. Starke Gewichtszunahme (10 kg in 6 Monaten trotz regelmäßigem Sport; Übergewicht war sonst nie ein Thema), Abgeschlagenheit, Schwindel, Verwirrtheit/Konzentrationsstörungen, Muskel- und Gelenkschmerzen (die Gliedmaßen insbesondere die Beine fühlen sich oft steif an), starke Wassereinlagerung (besonders unterhalb des Knies), Haarausfall, trockene Haut/Nägel, starke Stimmungsschwankungen, in letzter Zeit häufige Heiserkeit (seit zwei Wochen Druck an der unteren, linken Halsseite, leichte ganzheitliche Schwellung – Diagnose des Hausarztes = Verspannungen). Nun meine Fragen an Sie: 1. Ist der TSH-Wert von 3.02 tatsächlich normal? Könnte eine Unterfunktion vorliegen? 2. Wenn die SD wirklich in Ordnung ist, auf was könnten die o.g. Symptome dann evtl. schließen lassen? 3. Könnten die Nierensteine evtl. auch eine Nebenwirkung des Dostinex sein? 4. Könnte auch MEN Typ 1 vorliegen? (Allerdings würde das nicht zu der Vermutung einer evtl. vorliegenden Unterfunktion der SD passen) Ich bedanke XXXXX XXXXX Voraus sehr herzlich für Ihre Bemühungen. Mit besten Grüßen

Hallo,

der Normbereich des basalen TSH liegt tatsächlich zwischen 0,27 und 4,2 µIU/ml, sodass bei Ihnen primär nicht von einer Funktionsstörung auszugehen ist. Allerdings wird mittlerweile in der Tat ein Wert nicht über 2,5 als optimal angesehen.
Von einer Multiplen endokrinen Neoplasie Typ 1 gehe ich in Ihrem Fall sicher nicht aus, entsprechende Tumorbildung wäre sonst bei der Untersuchung sicher aufgefallen.
Die Bildung von Nierensteinen kann verschiedenste Ursachen haben, hier spielt die Art des Steins eine massgebliche Rolle. Von einem Zusammenhang mit Dostinex ist dabei aber sicher nicht auszugehen.
Bezüglich der geschilderten Symptome würde ich zu einer umfassenden Abklärung durch einen Endokrinologen raten, auch die Funktion der Nebennieren und die Sexualhormone sollten dabei überprüft werden.
Ich wünsche Ihnen eine schnelle Besserung.

Mit freundlichen Grüssen,
Dr. N. Scheufele
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo Herr Dr. Scheufele,


 


vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.


Eines verstehe ich allerdings nicht: Wenn der TSH über 2,5 nicht als optimal angesehen wird und bei mir ein Wert von 3,02 vorliegt, warum kann dann von einer Funktionsstörung nicht auszugehen sein?


Einen Termin beim Endokrinologen haben ich bereits angestrebt, wie gesagt vor 2014 ist bei keinem Arzt in meiner Umgebung ein Termin möglich.


 


Gruß

Hallo,

der Wert von 3,02 liegt immer noch im Normbereich, sodass dadurch kaum mit gravierenden Beschwerden zu rechnen ist. Der Wert bis 2,5 wird dennoch als Optimierung, z.B. bei geplanter Schwangerschaft, angestrebt. Eine diesbezügliche Regulierung würde ich aber in Ihrem Fall - je nach Beurteilung durch den Endokrinologen - doch für sinnvoll halten.
Eine Wartezeit bis 2014 ist dabei natürlich unakzeptabel, vielleicht kann Ihr Hausarzt sich da für einen früheren Termin einsetzen, nach Rücksprache unter Kollegen hat das oft Erfolg.
Eine weitere Alternative könnte sonst vielleicht noch die Ambulanz einer Uniklinik sein.

MfG,
Dr. N. Scheufele
Dr.Scheufele und weitere Experten für Gynäkologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen!

Sehr gern geschehen, alles Gute für Sie.

MfG,
Dr. N. Scheufele