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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger , Rechtsanwalt
Kategorie: Grundstücksrecht
Zufriedene Kunden: 6860
Erfahrung:  Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, vor kurzem habe ich eine

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,vor kurzem habe ich eine Immobilie über ein privates Auktionshaus versteigern lassen.
Bei Anfrage des Auktionshauses ob das Objekt unter Denkmalschutz steht wurde dies schriftlich von Bürgermeisterstelle verneint.
Nun kommt auf den Käufer die untere Denkmalbehörde zu und spricht von bestehenden Denkmal.
Hat der Käufer aufgrund dessen ein Rücktrittsrecht vom Kaufvertrag?
Wer kommt für den für mich entstandenen Schaden auf?
Danke

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Es ist für das Immobilienkaufgeschäft leider von Bedeutung, ob die Immobilie dem Denkmaltschutz unterfällt. Falls im Kaufvertrag festgehalten worden ist, dass die Immobilie nicht unter den Denkmaltschutz fällt, haben Sie diese Eigenschaft zugesichert. Und wenn es nun nicht zutrifft, ist das ein Mangel an der Immobilie. Der Käufer hat dann die Möglichkeit, vom Kaufvertrag zurückzutreten und den Kaufpreis von Ihnen zurückzufordern.

Sie müssten die Kosten der Rückabwicklung des Kaufvertrages tragen, also möglicherweise weiter anfallende Notarkosten oder ähnliches. Ein anderer Schaden ist für mich nicht ersichtlich.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Die Versteigerung lief über ein privates Auktionshaus. Dieses hatte mich nach dem Zustand gefragt. Ich teilte mit, dass das Objekt unter Denkmalschutz steht. Das Auktionshaus stellte die Frage auch an das Bauamt und bekam die Info, dass das Objekt NICHT unter Denkmalschutz steht.
Der Stempel des Bürgermeisters ist dort zu sehen.

Danke für Ihre Rückmeldung.

Ich gehe davon aus, dass dem Käufer zugesichert worden ist, dass die Immobilie nicht unter Denkmalschutz steht. Wenn sich das nun als falsch herausstellt, kann der Käufer vom Vertrag zurücktreten.

Für den Käufer ist nicht maßgeblich, was der Bürgermeister Ihnen oder dem Auktionshaus bestätigt hat. Den Käufer interessiert nur, ob die ihm vom Verkäufer gemachte Zusicherung, dass kein Denkmalschutz besteht, zutrifft. Der Käufer darf sich auf diese Zusicherung verlassen. Er muss sich nicht entgegenhalten lassen, was der Bürgermeister Ihnen oder dem Auktionshaus mitgeteilt hat. Das Vertragsverhältnis besteht nicht zum Bürgermeister. Sie sind der Vertrags- und damit auch der Ansprechpartner des Käufers.

Die Mitteilung des Bürgermeisters kann aber für Sie einen Schadersatz gegen den Bürgermeister bzw. die Stadt/Gemeinde begründen. Denn Sie haben sich darauf verlassen und haben nun voraussichtlich einen Schaden.

Meines Erachtens sollte geprüft werden, ob denn tatsächlich Denkmalschutz besteht. Es muss ja einen Grund geben dafür, dass der Bürgermeiser und das Bauamt andere Informationen als die Denkmalschutzbehörde zu dieser Immobilie haben.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen herzlichen Dank Herr Krüger, wollte nur sichergehen, dass Sie alle Informationen haben. Das klingt alles sehr plausibel.
Für welchen Schaden sollte dann der Bürgermeister und die Stadt stehen?
(Mein Gewinn beim erfolgreichen Verkauf belief sich auf cca 30K).
Danke

Das mit der Schadensbeziferung ist schwierig. Ihr Schaden ist nicht bzw. noch nicht bekannt. Zusätzliche Notarkosten oder ähnliches sind ein erstattungsfähiger Schaden.

Aber ob entgangener Gewinn darunter fällt, halte ich eher für zweifelhaft. Es ist ja auch unklar, was für einen Gewinn Sie erzielt hätten, wenn der Käufer gewusst hätte, dass die Immobilie unter Denkmalschutz steht. Unklar ist auch noch, ob der Bürgermeister überhaupt in Haftung genommen werden kann. Auch das müsste noch geprüft werden. Der wird sich möglicherweise darauf berufen, dass es keine verbindliche Bestätigung war, die er Ihnen gegeben hat. Das kann ich nicht beurteilen. Aber grundsätzlich dürfen Sie sich auf eine Bestätigung des Bürgermeisters verlassen.

Ratsam für die Bezifferung und Geltendmachung Ihres Schadens könnte die Einschaltung eines Anwaltes sein.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Rechtsanwalt Krüger und 3 weitere Experten für Grundstücksrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.