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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Grundstücksrecht
Zufriedene Kunden: 38454
Erfahrung:  Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, Ich habe ein Haus gekauft, sehr aktuell.

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
Ich habe ein Haus gekauft, sehr aktuell. Schlüsselübergabe war gestern und auch der Kaufvertrag war über einen Notar erstellt worden. Bei der Schlüsselübergabe wurde mir beiläufig mitgeteilt das ein Bypass vom Hauptanschlusskasten auf dem Dach gelegt wurde zu einem Zwischenverteiler und unrechtmäßig Strom vom Betreiber geklaut wurde. Ich musste das ganze erstmal Verarbeiten und Frage mich fällt diese Zurückhaltung der Information und arglistige Täuschung? Könnte ich vom Kaufvertrag zurücktreten deswegen? Das der Bypass vorsätzlich gelegt wurde ist denke ich klar. Davon abgesehen entstehen für den Strombetreiber auch Schadensersatzansprüche.
Wie gesagt möchte Hauptsächlich wissen, ob dies ein Grund wäre vom Kaufvertrag zurückzutreten, da nun auch Mehrkosten die vorher nicht kalkulierbar waren anstehen. Neuverdrahtung des Verteilers und des Durchlauferhitzers....neue Steigleitungsverlegung durch 2 Decken und 2 Wänden zu einem neuem Zählerkasten. Und der Verzug des Einziehens durch die Baumaßnahmen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

In der Tat berechtigt Sie dieser Umstand zur Anfechtung des Kaufvertrages gemäß § 123 BGB.

Der Verkäufer hätte Sie hierüber nämlich auch ungefragt aufklären müssen, denn es handelt sich insoweit um einen vertragswesentlichen Umstand, bei dessen Kenntnis Sie den Vertrag nicht geschlossen hätten.

Die Unterlassung dieser rechtlich gebotenen Aufklärung begründet den Vorwurf einer arglistigen Täuschung, die Sie zur Anfechtung berechtigt.

Erklären Sie daher vorab per Mail und sodann nachweisbar (Einschreiben) unter ausdrücklicher Berufung auf die dargestellte Rechtslage die Anfechtung.

Mit erfolgter Anfechtung gilt der Vertrag als von Anfang an nichtig (§ 142 BGB).

Sie sind an den Kaufvertrag rechtlich dann nicht mehr gebunden.

Klicken Sie bitte die Bewertungssterne (3-5 Sterne) an, wenn Sie keine Nachfrage haben, denn nur dann erhalte ich von Justanswer die Vergütung für die anwaltliche Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Ja dazu eine Ergänzung, bei der Schlüsselübergabe, machte die Verkäuferin eine kleine Feier auch zur Vorstellung der Nachbarschaft und in dieser besagten Runde (am 31.05.21), kam ihr Mann auf mich zu und unterrichtete mich von dem Sachverhalt. Wie gesagt sonst wüsste ich es aktuell noch nicht. Aber diese Information kam ja auch zu spät?

Das ist rechtlich unerheblich, denn entscheidend ist allein, dass Ihnen von der Verkäuferin selbst die Mängel verschwiegen worden sind.

Es gilt daher die eingangs dargestellte Rechtslage!

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kann ich Ihnen noch weiterhelfen? Gibt es (technische) Probleme bei der Bewertung?

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Danke ***** ***** mir dahingehend schonmal geholfen. Tut mir Leid wenn iich an der Stelle aber nochmals nachfragen muss :-)
Der Mann ist auch Mitverkäufer da er mit ihr Zusammen das Haus an mich verkaufte, auch wenn für mich Hauptsächlich die Frau mein Ansprechpartner war, aber an dem Tag der Schlüsselübergabe, wo schon eigentlich alles vorbei ist, ist diese Info ja auch zu spät?! Das hätte müssen vorher kommen?Wie wäre hier mein genaues Vorgehen, müsste ich der Verkäuferin ein Nachbessern gewähren, sprich den Rückbau des Bypasses? Und ggf. Eklektiker Nachbesserungen.Oder kann ich wie schon erwähnt von dem ganzen Kaufvertrag unter den Bedingungen zurücktreten. Was wäre demnach mit den Kosten meiner Bank für das leihen von Geld. Kosten der Grunderwerbsteuer, Notarkosten, sprich alle Kaufnebenkosten?

Die maßgeblich Info hätte Ihnen natürlich sofort kommuniziert werden müssen.

Sie müssen daher der Verkäuferin auch keine Nachfrist setzen, sondern Sie können ohne weiteres die Anfechtung erklären.

Die Ihnen entstandenen Aufwendungen (=Kaufnebenkosten) können Sie als Schadensersatz geltend machen!

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Grundstücksrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Ich danke Ihnen.
5 *
Grüße

Gern!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt