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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Grundstücksrecht
Zufriedene Kunden: 35520
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
32916861
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Guten Tag, wir haben 2017 eine Wohnung in einer

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, wir haben im Sommer 2017 eine Wohnung in einer 3-Parteien-WEG gekauft und direkt nach Vertragsabschluss beim Bauleiter/Bauträger auch noch, gegen separate Kosten, den Einbau von Duschwänden, Spiegeln, Klimaanlage und 2 Glasdächern auf den Terrassen beauftragt. Alle Teile wurden vor unserem Einzug im Oktober geliefert und montiert, alles zu unserer Zufriedenheit. Leider hatten weder der Bauleiter noch wir die anderen beiden Eigentümer um Zustimmung zur Montage der Glasdächer gebeten. Ende 2020 fing nun einer der Eigentümer an, an unseren Glasdächern „rumzumeckern“ und deutete auch eine mögliche Anfechtung an. Ein drittes Glasdach über der Haustür nach unserem Einzug hatten wir bei der WEG beantragt und 100% Zustimmung erhalten. Ist diese Frage nach über drei Jahren verjährt? Haben wir für diese Glasdächer, die keine der anderen auch nur im Geringsten beeinträchtigen, einen Gestattungsanspruch? Können wir einen rückwirkenden Beschluss in einer Eigentümerversammlung anstreben, würde wohl 2:1 enden. Reicht das oder Einstimmigkeit notwendig? Wie können wir uns generell verhalten?
JA: Wird der Verkauf direkt über den Eigentümer getätigt?
Customer: welcher Verkauf?
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: nein

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Grundsätzlich handelt es such um eine bauliche Veränderung. Das bedeutet, Sie brauchen die Zustimmung aller betroffenen Wohnungseigentümer, also in der Regel eine Einstimmigkeit. Einen Anspruch auf Zustimmung haben Sie allerdings dann, wenn eine Beeinträchtigung der anderen Eigentümer ausgeschlossen ist. Eine Beeinträchtigung liegt auch bei einer optischen Veränderung grundsätzlich vor. Das bedeutet, wenn die Glasdächer nach außen hin sichtbar sind, dann reicht dies für eine optische Beeinträchtigung grundsätzlich aus.

Allerdings kann in der Tat der Anspruch des Miteigentümers beziehungsweise der Eigentümergemeinschaft auf Beseitigung (des nichtgenehmigten) Glasdaches verjährt sein.

Der Anspruch ergibt sich aus § 1004 BGB und dieser Anspruch verjährt nach §§ 195,199 BGB binnen einer Frist von 3 Jahren als Jahresendverjährung.

Wenn nun das Glasdach 2017 montiert wurde, dann ist mit dem Ablauf des 31.12.2020 die Verjährung eingetreten.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Was genau bedeutet „kann grundsätzlich gegeben sein“? Wer kann so etwas als eine Art neutrale Instanz entscheiden? Kann der Meckernde trotz Verjährung noch etwas gegen das Glasdach unternehmen? Wie kann ich Ihre Antworten ausdrucken?
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Noch eine Nachfrage bitte: inwieweit kann ich in meiner Argumentation die 100%ige Zustimmung zum dritten Glasdach verwenden? Kann ich eine rückwirkende Zustimmung der Eigentümerversammlung mit einem 2:1 Ergebnis erwirken?

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn die Verjährung eingetreten ist, dann kann obwohl kein Beschluss vorliegt, der Mitbewohner der sich gegen das Glasdach wendet nichts mehr unternehmen.

Wenn Sie für ein anderes Glasdach die Zustimmung erhalten haben dann wird es für das gegenständliche Glasdach an einer Beeinträchtigung fehlen. Insoweit wirkt auch diese Zustimmung gegen einen möglichen Beseitigungsanspruch.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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