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ragrass
ragrass,
Kategorie: Grundstücksrecht
Zufriedene Kunden: 9687
Erfahrung:  dasdasd
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ragrass ist jetzt online.

Wir haben ein Haus auf einem Grundstück gebaut, und dort

Diese Antwort wurde bewertet:

Wir haben ein Haus auf einem Grundstück gebaut, und dort steht eine große Eiche auf der Grenze. Wir wollen diese Eiche beseitigen, und die Gegenseite verbietet uns sogar einen Ast der auf unser Grundstück ragt zu schneiden.
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Schleswig Holstein
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Der Baum wurde vor 50 Jahren von der Gegenseite gepflanzt, an der Grenze. Mit den Jahren ist dieser Baum auf unser Grundstück mit dem Stamm gewachsen. Nun ist es ein Grenzbaum.

Sehr geehrter Fragesteller,

was genau verstehen Sie unter "Grenzbaum" ? Der Baum steht auf beiden Grundstücken ? Geht denn aus Ihrer Sicht von der Eiche eine Gefahr aus, oder was sind die Gründe für das Beseitigungsbegehren ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Der Baum steht auf beiden Grundstücken. Der Baum steht ca. 3m von unserem Haus entfernt, und die Gefahr von abstürzenden Ästen ist sehr hoch.
Bei Sturm droht der Baum auf unser Dach zu fallen.
Zudem fallen bereits Äste auf unser Dach, die die Dachrinne verstopfen. Wir können die geplante PV-Anlage durch diesen Baum nicht installieren.
Die Gegenseite behauptet, dass es ihr Baum sei, da sie diesen auch gepflanzt hat.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für die Nutzung von Justanswer und den Nachtrag.

Es gibt mehrere Beseitigungsansprüche, die sich aus verschiedenen Gesetzen ergeben.

Aus dem Nachbarschaftsgesetz (§ 40) kann der Anspruch nicht mehr hergeleitet werden, weil die Ansprüche verjährt sind.

Bleibt also nur der Rückgriff auf die "normalen" Vorschriften aus dem BGB. Hier besagt der § 1004 BGB, dass ein beseitigungsanspruch dann gegeben ist, wenn durch den bam eine Gefahrbesteht.

Wenn Sie hier vortragen, dass Äste herabfallen, dann ist dies eine Gefahr, die man aber auch durch den Rückschnitt von Ästen beseitigen kann.

Die Gefahr des Umfallens hängt wiederum davon ab, ob der Baum gesund ist. In einem solchen Fall ist die Wahrscheinlichkeit, auch bei Sturm umzufallen eher gering und damit auch die Beseitigung nicht geschuldet.

Nich entscheidend ist hingegen, wer den Baum gepflanzt hat. Besteht eine Gefahr, muss der Baum weg !

Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Rechtslage nahebringen. Bitte fragen Sie nach, wenn etwas unklar geblieben ist. Ansonsten nehmen Sie bitte eine Bewertung (3-5 Sterne) vor. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Grundstücksrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.