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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Grundstücksrecht
Zufriedene Kunden: 34680
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
32916861
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Hallo, Frage aus dem Bundesland Niedersachsen. Es wurde ein

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, Frage aus dem Bundesland Niedersachsen. Es wurde ein baufälliges Haus gekauft. Bislang: Notarieller Vertrag ist unterschrieben und Zahlung des Kaufpreises ist erfolgt. Bei der Absicht mit Renovierung und Bestandsaufnahme der anstehenden Arbeiten wurde das Haus aufgesucht und mit Bauzäunen abgesprerrt vorgefunden. Der zuständige Landkreis hat die Maßnahme vollzogen da das Haus als nicht mehr sicher galt. Bereits im Juni ist der vorherige Eigentümer schriftlich darüber informiert worden, zum Zeitpunkt des Kaufes (Ende Juli) wurde dies jedoch nicht erwähnt. Im Kaufvertrag steht, ...."Dem Verkäufer ist nicht bekannt von nicht erfüllten baurechtlichen Pflichten, von schödlichen Bodenverunreinigungen und von anderen wesentlcihen Mängeln, die bei einer Besichtigung nicht weiteres erkennbar sind."
Im Weiteren: "Die Gefahr von Brand-, Elementar- und Wasserschäden bleibt jedoch bis zum Besitzübergang beim Verkäufer. Bis dahin hat der Verkäufer den Vertragsgegenstand ordnungsgemäß zu verwalten und haftet für die von ihm oder seinen Erfüllungsgehilfen verschuldeten Verschlechterungen."
Nach Kaufabwicklung wurde bekannt, dass das Gebäude seit längerer Zeit nicht mehr über eine Versicherung verfügt.So, was ist hier zu tun?
Grund für eine Kaufrückabwicklung? Ansprüche gegenüber dem Verkäufer wegen der Vortäuschung falscher Tatsachen?
Welche Möglichkeiten gibt es?

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Tat, wenn der Verkäufer von der Absperrung bereits vor Unterzeichnung des Kaufvertrages wusste, Ihnen aber bei Unterzeichnung des Kaufvertrages nichts mitgeteilt hatte, dann können Sie den Kaufvertrag nach § 123 BGB wegen arglistiger Täuschung anfechten und zudem Schadensersatz verlangen.

Bei der Unterzeichnung hätte Sie der Verkäufer ungefragt über das Schreiben informieren müssen. Da er dies unterlassen hat ich von einer arglistigen Täuschung auszugehen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Wenn sich herausstellt das dieses Gebäude weitere Schäden aufweist die z.B. durch witterungseinfüsse entstanden sind und ja ebenfalls vor Kauf verschwiegen wurde das es keine Elementarversicherung mehr gibt, Haftet der vorherige Eigentümer für alle entstandenen Schäden?

Sehr geehrter Ratsuchender,

ja natürlich, wenn er diese Schäden kannte, Ihnen bei Vertragsabschluss davon aber nichts mitgeteilt hat.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Grundstücksrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.