So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an SchiesslClaudia.
SchiesslClaudia
SchiesslClaudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Grundstücksrecht
Zufriedene Kunden: 19418
Erfahrung:  Rechtsanwältin, zwei Fachanwaltstitel, Korrespondenzsprachen: deutsch und englisch, 20 Jahre Berufserfahrung
44859865
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Grundstücksrecht hier ein
SchiesslClaudia ist jetzt online.

Hallo, wir haben vor ca. 10 Jahren eine Doppelhaushälfte in

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
wir haben vor ca. 10 Jahren eine Doppelhaushälfte in Leonberg gekauft. Das Haus wurde 1982 Jahre gebaut. Jetzt hat sich herausgestellt, dass stark abweichend von der Baugenehmigung gebaut wurde. An der Grenze war nur ein Carport vorgesehen. Gebaut wurde aber eine geschlossene Garage mit angrenzendem Wohnraum direkt an die Grenze des Nachbarn. Uns war das damals beim Erwerb der Immobilie nicht bewusst, dass hier etwas nicht stimmt und haben auch für den kompletten Wohnraum bezahlt. Der Wohnraum wurde schon vom Verkäufer komplett genutzt. Wir haben seit dem Kauf nicht am Haus umgebaut. Im Kaufvertrag ist auch nichts zu dieser Abweichung festgehalten.
Das Bauamt hat uns mitgeteilt, dass ein Rückbau der Garage voraussichtlich erfolgen muss. Wir verlieren dadurch ca. 30 Quadratmeter Wohnraum. Ich schätze die Umbaukosten grob auf 100000 Euro. Ein nachträglicher Eintrag einer Baulast ins Nachbargrundstück ist wohl nicht möglich, da zum späteren Zeitpunkt der Nachbar seine Garage angrenzend an unsere Garage bzw. an unseren Wohnraum gebaut hat.
Nun meine Frage:
Macht es Sinn den Verkäufer hier auf Schadensersatz zu verklagen? Er hat uns das Thema beim Kauf verschwiegen. Gewusst hat er mit Sicherheit, dass die Bauabweichung illegal ist. Der Verkäufer ist schon 80 Jahre alt. Müsste sonst jemand haften, z.B. die Ehegattin falls der Verkäufer während eines möglichen Gerichtsverfahrens stirbt? Ob es den Architekten noch gibt kann ich leider nicht sagen da ich hier noch nicht recherchiert habe.
Was würden Sie an meiner Stelle machen?
Vielen Dank ***** *****
Sehr geehrter Ratsuchender,

Vielen Dank für die freundliche Anfrage

Beim Kauf einer gebrauchten Immobilie ist die Sachmängelhaftung ausgeschlossen

Sie müssten daher nachweisen, dass der Verkäufer dies verschwiegen hat , wobei es genügt, wenn etwas ‚ und Blaue hinein‘ behauptet wird

Die Verjährung beträgt 3 Jahre ab Ihrer Kenntnis

Die absolute Verjährungsfrist beträgt aber 10 Jahre ab Übergabe

Nach 1967 BGB haften die Erben wenn gegen den Erblasser ein Anspruch besteht
Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Sehr geehrte Frau Schiessl,
dank für die Rückmeldung. Wir haben das Haus vor 10,5 Jahren gekauft. Das bedeutet für den Verkäufer ist das Thema verjährt und eine Klage gegen Ihne würde keinen Sinn mehr machen, richtig?
Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Ich verstehe auch Ihre Formulierung nicht "wobei es genügt, wenn etwas ‚ und Blaue hinein‘ behauptet wird" Danke
Wenn ich nicht sicher weiß , ob das Vorhaben illegal war oder nicht , aber einfach behaupte , dass es in Ordnung war , nach dem Motto
Wird schon stimmen
Leider sind Ihre Ansprüche verjährt und es macht daher wenig Sinn
Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Wir haben erst dieses Jahr erfahren, dass der Bau illegal ist. Es ist also trotzdem verjährt, richtig?
Ja

Denn die absolute Verjährungsfrist beträgt 10 Jahre ab Übergang Besitz
Ja denn die absolute Verjährungsfrist beträgt 10 Jahre ab Übergang Besitz
Wenn ich Ihre Frage beantworten konnte bitte ich um positive Bewertung

Kann ich Ihnen noch weiterhelfen?

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Sorry, dass ich mich so spät noch melde. Wäre nett wenn Sie mir noch eine Frage beantworten könnten: Es stellt sich jetzt heraus, dass ich die Garage um 1m zurückbauen muss. Der Aufwand ist sehr groß da Stahbeton durchgesägt werden muss und die Statik schwer wieder herzustellen ist. Kann es Sinn machen gehen so einen Bescheid zu klagen wegen Unverhältnismässigkeit Das Baurecht ist verletzt, aber es geht nur um einen Meter. Danke
Sehr geehrter Ratsuchender ,


vielen Dank für Ihre Nachfrage.

et. Die für die Wiederherstellung rechtmäßiger Zustände erforderlichen Kosten sind in aller Regel kein im Rahmen der Verhältnismäßigkeitsprüfung zu berücksichtigender Gesichtspunkt. Wer ein Gebäude oder Gebäudeteile ohne die erforderliche Baugenehmigung errichtet hat, muss die damit verbundenen Risiken tragen (BayVGH, Urteil vom 28.06.2010 - 1 B 09.1911 - juris RdNr. 81)


Bei Ihnen war es aber so, dass Sie das Gebäude gutgläubig gekauft haben, und nicht selbst erbaut.

Man könnte es zumindest versuchen

Am günstigsten wäre natürlich eine Baulasten, denn Sie sind dem Nachbarn damals ja ebenso entgegengekommen mit dem Einverständnis, dass er den Abstand nicht einhalten muss
SchiesslClaudia und weitere Experten für Grundstücksrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.