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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Grundstücksrecht
Zufriedene Kunden: 28432
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
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Beseitigungsanspruch? - Ich bin Eigentümer eines unbebauten

Diese Antwort wurde bewertet:

Beseitigungsanspruch? - Ich bin Eigentümer eines unbebauten Grundstücks (Ortsrandlage) zwischen 2 - mit Bauerhöfen- bebauten Grundstücken. Jeweils an der Grenze haben die Nachbarn vor ca 25-30 Jahren Tannen angepflanzt (Ein Nachbar an der gesamten Grundstücksgrenze; der zweite Nachbar ca die Hälfte der Grundstücksgrenze). Mittlerweile sind die Tannen ca 20-25 Meter hoch. Durch die Höhe der Bäume fällt, zumindest auf einer Seite, Schatten auf das Grundstück und bedeckt dieses zu ca. 90%. Ein Verkauf des Grundstückes scheitert immer an diesen Bäumen und deren Schatten. Den Nachbarn darauf angesprochen, sagt dieser, dass er keinen Grund sieht, die Tannen zu fällen, noch zu schneiden. Schließlich hätten diese ja schon seit über 20 Jahren dort gestanden und keiner, auch ich nicht, hätte je etwas beanstandet. Was mache ich nun? Gibt es vllt ein Gerichtsurteil dazu?

Sehr geehrter Ratsuchender,

darf ich Sie näher fragen: Geht denn neben dem Schattenwurf eine weitere Gefahr oder Beeinträchtigung von e Bäumen aus?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Aufgrund der Höhe der Bäume ist nicht auszuschließen, dass bei starkem Wind oder Windböen, die eine oder andere Tanne umstürzt bzw abknickt und auf mein Grundstück fällt..

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht.

Wenn nachgewiese werden kann, dass die Bäume umsturzgefährdet, also morsch, nicht mehr standfest oder krank sind, dann muss Ihr Nachbar die Bäume zurückschneiden oder fällen. Insoweit haben Sie gegen Ihren Nachbarn einen Anspruch auf Beseitigung nach § 1004 BGB.

Allein die bloße Vermutung reicht leider nicht aus. Nicht ausreichend ist auch eine bloße Verschattung des Grundstücks oder aber die Behinderung der freien Aussicht.

Um die Bäume beseitigen lassen zu können, müssen Sie also den Nachweis führen dass die Standfestigkeit nicht gewährt ist oder Bruchgefahr droht.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Die Verschattung des Grundstückes war bisher immer das grundlegende Hindernis bei einem Grundstücksverkauf. Muss ich diese Beeinträchtigung wirklich so akzeptieren?

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie mit dem Nachbarn keine Einigung finden (Übernahme der Kosten für das Fällen der Bäume oder ähnliches) stehen Ihre Chancen leider schlecht die Beseitigung der Bäume gerichtlich durchzusetzen, auch wenn der Grundstücksverkauf dadurch nachhaltig erschwert wird.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Wie sieht die Sachlage aus, wenn der Nachbar die Bäume grenznah gepflanzt hat? Mit anderen Worten: der im Nachbarrechtsgesetz ( NRG) - § 41 genannte Grenzabstand für bestimmte Bäume, Sträucher und Rebstöcke- nicht eingehalten wurde (hier stark wachsende Bäume 4,00 m) , dies aber bisher nicht von mir beanstandet wurde. Kann ich trotzdem Beseitigung unter Berufung auf § 41 NRG verlangen bzw. durchsetzen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

darf ich fragen, wann wurden denn die Bäume etwa gepflanzt?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Ich vermute mal um 1995. Das Grundstück war bis letztes Jahr an einen der angrenzenden Nachbarn verpachtet. Der Pachtvertrag hat schon vor 1994 (Jahr der Grundstücksübertragung) bestanden.

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn nun die Bäume zu nah an der Grenze gebaut wurden, dann hätten Sie nach § 1004 BGB analog einen Anspruch auf Beseitigung der Bäume. Allerdings können Sie nach § 47 NRG nur in den ersten 6 Jahren nach Pflanzung klagen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
8222;.. Allerdings können Sie nach § 47 NRG nur in den ersten 6 Jahren nach Pflanzung klagen..“ Ok, diese 6 Jahre sind vorüber. Gibt es eventuell einen Anspruch gegen den Pächter wegen nicht mängelfreier Rückgabe (Duldung der Grenzbepflanzung durch den anderen Nachbarn) des Grundstücks nach Ende des Pachtvertrages?

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre weitere Nachfrage:

Grundsätzlich nein, da der Pächter keinen Anspruch auf Beseitigung der Bäume hat. Diesen Anspruch hat immer nur der Eigentümer des Grundstücks.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Aber der Pächter hat doch die Pflicht, die Pachtsache in dem Zustand zurückzugeben, wie er sie übernommen hat. Oder nicht?

Ja, natürlich. Diese Pflicht bezieht sich aber nur auf das Pachtgrundstück selbst und nicht auf den Baumbewuchs des Nachbarn. Dafür kann Ihr Pächter nichts.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Gegen die Grenzbäume des zweiten Nachbarn gibt es also keinen Anspruch. Aber seine eigenen "Grenzbäume" muss er doch entfernen, oder?

Darf ich Sie fragen: Wer muss seine eigenen Grenzbäume entfernen? Der Pächter Ihres Grundstücks?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Beide Nachbarn haben Grenzbäume. An einen Nachbarn war das Grundstück bis Ende letzten Jahres verpachtet.

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn ein Nachbar Ihr Grundstück gepachtet hat, dann lässt sich dabei leider keinerlei Anspruch ableiten Grenzbäume auf seinem Grundstück zu beseitigen. Es wäre hier Ihre Aufgabe als Eigentümer oder die Ihres Rechtsvorgängers gewesen rechtzeitig vor Verjährung den Nachbar auf Entfernung der Grenzbäume in Anspruch zu nehmen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Grundstücksrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.