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ragrass
ragrass, Sonstiges
Kategorie: Grundstücksrecht
Zufriedene Kunden: 6940
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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ragrass ist jetzt online.

Neben einem Grundstück von mir, das zwischenzeitlich

Diese Antwort wurde bewertet:

neben einem Grundstück von mir, das zwischenzeitlich Baugelände wurde, sind vor ca. 30 Jahren nahe der Grundstücksgrenze mehrere Tannen gepflanzt worden, deren Äste auf mein Grundstück ragen und die viel Licht wegnehmen.
-Kann ich von meinem Nachbarn verlangen, dass eer die Bäume fällt?
-Wenn nicht, kann ich verlangen dass er die überstehenden Äste abschneidet (Bis zu welcher Höhe)?
-Wer zahlt den Schaden, wenn das Grundstück bebaut wird und die Bäume z. B. durch Windeinwirkung auf das Gebäude fallen?

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für die Nutzung von Justanswer.

Ein Beseitigungsanspruch sehen zumeist die Nachbarschaftsgesetze der jeweiligen Bundesländer vor, wenn die Bäume zu nahe gepflanzt wurden. Allerdings gelten nach diesen Gesetzen meistens Verjährungsfristen von maximal 5 jahren, die bereits abgelaufen sind.

Nach der Verjährung kommt nach der herrschenden Rechtsprechung das Zurückschneiden des Baumes in Ausnahmefällen in Betracht, nämlich dann, wenn von dem Baum ungewöhnlich schwere und nicht mehr hinzunehmende Beeinträchtigungen,

(massive Verschattung) ausgehen.In einem solchen Fall hat der Rückschnitt bis auf eine Höhe zu erfolgen, bei der die Beeinträchtigung beseitigt ist.

Wenn der Baum eine Beschädigung hervorruft, dann haftet der Eigentümer des Baumes, also der Nachbar, wenn er seine Verkehrssicherungspflicht vernachlässigt hat. Dies wäre gegeben, wenn der baum erkennbar erkrankt ist und der Nachbar keine Sicherungsmaßnahmen ergreift. Bei Windeinwirkung haftet leider niemand, da es sich um höhere Ge***** *****delt.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein und darf Sie um Bewertung bitten. Falls noch Fragen bestehen, stellen Sie diese bitte !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Zur Sache bestehen noch nachstehende Fragen :
Es kann wohl kein Rückschnitt vorgenommen werden, wenn die Baumäste erheblich (ca. 3 Meter) in mein Grundstück ragen? Wer bezahlt ggf. den Rückschnitt?
Wie kann ich eine übermäßige Verschattung vor Gericht nachweisen?MfG
Ratsuchender

Sehr geehrter Fragesteller,

für den Rückschnitt idt der Baumeigentümer zuständig und trägt somit auch die erforderlichen Kosten. Die Beschattung wird in der Regel entweder durch ein Sachverständigengutachten nachgewiesen (die Kosten trägt letztendlich derjenige, der das Verfahren verliert) oder durch Augenschein.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Grundstücksrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.