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Knut Christiansen
Knut Christiansen,
Kategorie: Finanzamt
Zufriedene Kunden: 2167
Erfahrung:  Steuerberater at Feddersen Jochimsen Christiansen Markussen Steuerberatungsgesellschaft mbH
103693118
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Knut Christiansen ist jetzt online.

Guten Morgen, ich habe folgende Frage. Eine unserer GmbH´s

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Morgen,
ich habe folgende Frage.
Eine unserer GmbH´s hat aktuell einen Jahresfehlbetrag von -100.000 €. Dieser beinhaltet Steueraufwand aus den zu leistenden Vorrausszahlungen GewSt und KSt in Höhe von 20.000 €. Sie hat also ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von -80.000 €. Die Steuervorrausszahlungen beziehen sich ja auf den JÜ vom alten Jahr. Die 20.000 € sind dann ja faktisch zu hcoh wenn dieses Jahr ein geringer JÜ oder ein JF erwirtschaftet wird. Wie wird die Erstattung dann für dieses Jahr gerechnet? Könnten SIe mir ein Beispiel rechnen?

Guten Morgen,

wenn die GmbH im Jahr 2020 einen Jahresfehlbetrag von 100.000 EUR inkl. der Steuern hat, dann wären es ohne die Steuervorauszahlungen 80.000 EUR. Die GmbH würde dann für 2020 eine Erstattung von 20.000 EUR erhalten, wenn sich ein Verlust ergibt, denn das zu versteuernde Einkommen wäre ja 0 EUR bzw. Negativ.

Nur dann, wenn das zu versteuernde Einkommen positiv ist, würde sich eine Steuerfestsetzung ergeben. Bei einem Gewinn von z.B. 10.000 EUR würde sich in etwa eine Steuer von 3.000 EUR ergeben (ca. 1.500 EUR KöSt/Soli und ca. 1.500 EUR GewSt). Dann würde die GmbH also 20.000 EUR minus 3.000 EUR = 17.000 EUR Erstattung erhalten.

Für die Körperschaftsteuer könnte auch ein Verlustrücktrag ins Jahr 2019 beantragt werden. Wenn der Verlust z.B. 80.000 EUR beträgt, könnten für 2019 max. noch 80.000 EUR x 15% = 12.000 EUR zzgl. 5,5% SolZ = 660 EUR = 12.660 EUR erstattet werden.

Viele Grüße!

Knut Christiansen
Steuerberater

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
ok, aber in dem Jahr in dem der Verlust gemacht wird, wirkt sich das Gewinnerhöhend aus? oder ist dies nur Liquidität?

Die Erstattung wirkt sich dann wieder gewinnerhöhend aus, da die Steuervorauszahlungen bisher als Aufwand verbucht wurden. Im Rahmen des Jahresabschlusses werden die VOrauszahlungen aus dem Aufwand herausgebucht, so dass sich der Verlust dann reduziert.

Beispiel:
Jahresfehlbetrag vor Steuern - 80.000 EUR
Steuervorauszahlungen - 20.000 EUR
vorl. Jahresüberschuss nach Steuern - 100.000 EUR

Nach dem Jahresabschluss steht dann in der Gewinn- und Verlustrechnung:
Jahresfehlbetrag vor Steuern - 80.000 EUR
Steuern 0 EUR
Jahresfehlbetrag nach Steuern - 80.000 EUR

In der Bilanz steht dann eine Forderung aus KöSt/SolZ und Gewerbesteuer von 20.000 EUR.

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Also kann ich immer das Delta nehmen von den im aktuellen Geschäftsjahr stehenden Vorrauszahlugen als Aufwand zu dem Ergebnis vor Steuern * 30% , so ca? als Hausnummer zum kalkulieren?

Ja, genau. Dann passt das ungefähr.

War soweit alles verständlich?

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
ich spiele mir das mal durch... und melde mich gerne nochmal. Das bedeutet das mein Jahresabschluss dann erst mit den Buchungen abgeschlossen ist die der Steuerberater auf den Handelsbilanzdatenr rechnet und ich die Umbuchungen gebucht habe? Viele Dank und schöne Grüße

Ja, genau. Der Jahresabschluss ist erst dann abgeschlossen, wenn der Steuerberater Ihnen noch die Umbuchungen mitgeteilt hat.

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Alles klar vielen Dank!

Gerne!

Bitte noch an die Bewertung denken, denn ansonsten erhalte ich meinen Vergütungsanteil nicht durch das Portal.

Knut Christiansen und weitere Experten für Finanzamt sind bereit, Ihnen zu helfen.