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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Finanzamt
Zufriedene Kunden: 1005
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
25551084
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K. Severin ist jetzt online.

Wenn ein Anwalt das Geld, das ihm die Mandanten in bar in

Diese Antwort wurde bewertet:

Wenn ein Anwalt das Geld, das ihm die Mandanten in bar in die Kanzlei bringen und er dieses Geld für seinen Lebensunterhalt, Urlaube etc. verwendet und nie auf seinem Geschäftskonto einzahlt, was passiert, wenn man ihn beim Finanzamt anzeigt?

Sehr geehrter Kunde,

gerne beantworte ich ihre Frage wie folgt:

Die Beantwortung ihrer Frage hängt davon ab, ob der Anwalt die Betriebseinnahmen, die er zur Deckung seiner privaten Lebenshaltungskosten eingesetzt hat, versteuert hat oder nicht:

Wenn der Anwalt diese Barbeträge in dem Wirtschaftsjahr, in dem ihm diese zugeflossen sind, als Betriebseinnahmen in der EÜR zur Ermittlung seines Gewinns aus freiberuflicher Tätigkeit berücksichtigt hat, dann wird der Gewinn der Kanzlei zutreffend ausgewiesen. Sofern er diesen Gewinn dann in seiner Einkommensteuererklärung angibt, kann das Finanzamt die darauf zu entrichtenden Steuern zutreffend festsetzen. In diesem Fall wird das Finanzamt aus steuerlicher Sicht gar nichts gegen den Anwalt unternehmen, wenn der Anwalt bei Finanzamt angezeigt wurde. Solange er die Einkommensteuer am Ende des Wirtschaftsjahrs auf den Gewinn wie zuvor dargestellt leistet, kann er mit dem Barbeträgen, die er von seine Mandanten erhalten hat, machen was er will. Auch ist es unschädlich, wenn diese nicht auf das Geschäftskonto eingezahlt werden. Der Anwalt sollte nur darauf achten, dass er den Erhalt der Barzahlungen quittiert und eine Kopie der Quittung für jede Barzahlung aufbewahrt, damit er später einen Beleg dem Finanzamt vorlegen kann, falls dieser gefordert wird.

Wenn der Anwalt allerdings die durch seine Mandaten geleisteten Barbeträge nicht als Betriebseinnahmen im Rahmen der EÜR zur Gewinnermittlung für seine Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit angibt, wird der tatsächliche erwirtschaftet Gewinn seiner Kanzlei zu niedrig ausgewiesen und, sofern dieser Gewinn in die Einkommensteuererklärung übernommen wird, die Einkommensteuer auf diesen Gewinn aus freiberuflicher Tätigkeit als Rechtsanwalt zu gering durch das Finanzamt festgesetzt.

In diesem Fall macht sich der Rechtsanwalt infolge Steuerverkürzung wegen Steuerhinterziehung strafbar, wenn er wie zuvor von Ihnen dargestellt wurde, beim Finanzamt angezeigt wird.

Ich hoffe ihre Frage beantwortet zu haben. Nachfragen können Sie gerne an mich richten, wenn Sie das wünschen.

Zuletzt darf ich Sie höflich um eine positive Bewertung meiner Antwort bitten, damit meine Leistung vergütet wird.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt

K. Severin und weitere Experten für Finanzamt sind bereit, Ihnen zu helfen.