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Kianusch Ayazi
Kianusch Ayazi, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 3558
Erfahrung:  Rechtsanwalt
106185746
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Kianusch Ayazi ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren Ich hätte ein besonders

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und HerrenIch hätte ein besonders Anliegen zu welchem ich Ihre Hilfe sehr schätzen würde. Es handelt sich um einen Familien- /Erbfall.Meine Mutter verstarb am 11.11.1997.
Am 27.02.2021 dieses Jahres sprachen mich mein Vater und mein Bruder auf ein angebliches Sparbuch meiner Mutter an, welches mein Vater glaubt noch zu existieren. Mein Vater meint sich zu erinnern, mir das Sparbuch 1998 zur Aufbewahrung übergeben zu haben. Das Sparbuch ist in Erbengemeinschaft meines Vaters, meines Bruders und mir.
Nun ist auch in seiner Erinnerung, dass sich auf dem Sparbuch vielleicht ca. 5.000 bis 6.000 DM (keine Euro) befunden haben können.Nach anschließender Recherche gab es ein solches Sparbuch bei der Sparkasse und es wurde festgestellt, dass das Sparbuch am 19.02.2014 mit einem Betrag von 109.14 € von der Sparkasse geschlossen wurde.Mir wurde daraufhin von meinem Vater und meinem Bruder unterstellt, dass ich mit diesem Sparbuch Missbrauch betrieben habe und mich des darauf befindlichen Guthabens über die Jahre bedient hätte.
In Bezug auf das angesprochenen Sparbuch von meiner Mutter muss ich ganz ehrlich gestehen, dass ich zum Zeitpunkt der Unterstellung keine genaue Erinnerung daran hatte. Ich weiß, dass davon gesprochen wurde, kann mich jedoch nicht daran erinnern, es übernommen zu haben. Schon gar nicht kann ich mir vorstellen, dass ich im Wissen um die Erbengemeinschaft damit zu einer Bank gelaufen sei, um einen Teilbetrag oder Alles davon abzuheben. Es ist zwar schon eine Weile her, aber ein solcher Erinnerungsverlust ist mir bis heute noch nicht untergekommen.Unmittelbar nach der Unterstellung Ende Februar habe ich mit der Sparkasse Kontakt aufgenommen, um die Historie des Sparbuches aufzuklären. Bereits am 09.03.2021 hat mir die Sparkasse geantwortet, dass es sich hier um ein umsatzloses Sparbuch handelte und es somit im Februar 2014 geschlossen wurde. Die Sparkasse verwies darauf, dass eine Schließung nur möglich sei, wenn 20 Jahre kein Umsatz darauf verbucht wurde.Um den Familienfrieden bis zur Aufklärung des Verbleibs des Sparbuches nicht zu gefährden, hatte ich meinem Bruder und meinem Vater angeboten, jedem 1.500 Euro (entspricht ca. 6,.000 DM) unter dem Vorbehalt der Aufklärung zu überweisen. Mein Bruder hat mir daraufhin seine EC-Karte mit den Bankdaten geschickt und um Überweisung gebeten. Dem bin ich am 19.03.2021 nachgekommen, jedoch im Betreff stehend ‚unter Vorbehalt der Aufklärung‘. Eine gleichlautende Zahlung an meinen Vater habe ich nicht geleistet.Als ich am 19.03.2021 1.500 € an meinen Bruder überwiesen hatte, lag mir das Antwortschreiben der Sparkasse bereits vor. Dennoch habe ich als gute Geste diesen Betrag überwiesen, weil ich dachte, dass sich die Sache einfach klärt und ich mein Geld zurückerhalte.
Leider ist es so, dass ich mich mit mehreren persönlichen Schreiben an meine Familie wandte und dass Schreiben der Sparkasse weiterleitete. Mein Bruder und mein Vater haben bis zum heutigen Tag keinerlei Reaktion auf meine Briefe gezeigt, es wurden keinerlei Aktivitäten von beiden betrieben dies aufzuklären. Es wurden mir bis heute keine Nachweise geliefert, dass ich das Geld unterschlagen hätte. Die 1.500 € wurden mir nicht zurückerstattet. Ich hatte meinen Bruder mehrmals aufgefordert mir das Geld zurückzuverweisenAm 05.08.2021 erhielt ich einen Brief von meines Bruders Anwalt, in dem die Unterstellung nochmal bekräftigt wird und ich die 1.500 € als Widergutmachung geleistet hätte. Ich möge mich unter der Fristsetzung bis zum 15.09.2021 erklären und Nachweise erbringen. Nach Erhalt dieses anwaltlichen Schreibens hatte ich mich nochmals an die Sparkasse gewandt und diese hat mir freundlicherweise nochmals und ausführlicher bestätigt, dass es solch einen vermutlichen Kontostand nie gegeben hat.
Es liegt mir mittlerweile ein Kontoauszug der Sparkasse vor, welcher nachweist, dass per 31.12.1991 (also 6 Jahre vor dem Tot meiner Mutter) ein Betrag von 172,41 DM auf diesem Sparbuch verbucht war, welcher sich bis zum 01.01.2014 auf 109,14 EUR erhöhte (ausschließlich Zinsen und Kapitalertragsteuer).Auch diese Informationen habe ich dem Anwalt meines Bruders zukommen lassen. Leider keine Reaktion.Wie Sie sehen, sind die Aussagen von meinem Vater und meinem Bruder reine Fantasie und entsprechen nicht der Wahrheit.In Anbetracht der Tatsache, dass ich nun mehrmals freiwillig Nachweise erbracht habe - ganz im Gegensatz zu meinem Bruder, welcher bis zum heutigen Zeitpunkt keinerlei Beweise seiner böswilligen Unterstellung liefern kann, sehe ich mich veranlasst nun auch rechtliche Schritte einzuleiten.Macht es Sinn eine Strafanzeige wegen Verleumdung und übler Nachrede zu erstatten?
Ich hoffe Sie können mir hier weiterhelfen.Vielen herzlichen Dank!
Katrin Stöcker

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Bitte gedulden Sie sich ein wenig, während ich Ihre Anfrage bearbeite.
Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)
- Rechtsanwalt -

Vielen Dank für Ihre Geduld.

Sie haben das Recht, sich mit einer entsprechen Strafanzeige verbunden mit einem Strafantrag an die zuständigen Ermittlungsbehörden zu wenden. Diese werden dann dem Verdacht einer Verleumdung bzw. üblen Nachrede nachgehen. Erhoffen können Sie sich davon jedoch nicht viel. Derartige Verfahren werden in aller Regel gemäß § 153 StPO eingestellt, da kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht.

Wenn Sie sich effektiv gegen die Falschbehauptungen zur Wehr setzen wollen, so würde ich Ihnen daher eher zu zivilrechtlichen Schritten raten. Im Raume steht ein Unterlassungsanspruch gemäß § 1004 Abs. 1 BGB in analoger Anwendung, den Sie gegen den Vater und den Bruder jeweils durchsetzen können. Sie können von den beiden die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung fordern, kraft derer sie sich zur Unterlassung derartiger Falschaussagen verpflichten und im Falle der Zuwiderhandlung eine Vertragsstrafe zu zahlen haben. Geben sie diese Erklärung nicht ab, so können Sie auf Unterlassung klagen und ggf. auch eine einstweilige Verfügung beantragen.

Ich empfehle Ihnen die Beauftragung eines Anwaltes für die Geltendmachung Ihres Unterlassungsanspruches und ggf. sodann die Einleitung gerichtlicher Schritte gegen den Bruder und den Vater.

Konnte ich Ihnen damit behilflich sein?
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Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Antwort. Könnte ich Sie oder einen Ihrer Kollegen mit einer solchen Sache beauftragen oder müsste ich mich an ein separates Anwaltsbüro wenden? Ich bin schon viele viel Jahre bei der Concordia rechtsschutzversichert, jedoch nicht seit 1997. Die Concordia möchte den Fall nicht übernehmen, weil sie sagen, dass es sich um eine Familiensache aus 1997 (mit dem Tot der Mutter) handelt und ich zu diesem Zeitpunkt die Versicherung noch nicht abgeschlossen hatte. Sehen Sie das auch so?

Gern geschehen.

Gern kann ich Sie hier weiter unterstützen. Dafür ist eine Mandatierung erforderlich. Dazu übersende ich Ihnen nach Bewertungsabgabe die Kontaktdaten meines Büros.

Ob der Rechtsschutzversicherer für den Fall aufkommen muss, kann ich Ihnen ohne Prüfung der Versicherungspolice nicht mitteilen. Indes hat der Fall mit dem Tod vor dem Jahr 1997 nichts zu tun, denn es handelt sich bei der Verbreitung falscher Tatsachen um eine Rechtsverletzung, die sich erst kürzlich zugetragen hat. Damit müsste die Rechtsschutzversicherung greifen, wenn sie solche Fälle sachlich abdeckt.

Bitte abschließend noch bewerten. Vielen Dank.

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Vielen Dank. Ich versuche das bei der Concordia nochmal abzuklären. Letztendlich geht es mir auch darum mein Geld zurückzuerhalten. 1.500 € sind kein Vermögen, in diesem Falle geht es mir jedoch ums Prinzip, weil ich keinerlei Missbrauch betrieben haben und dies nachweislich vorliegt. Sehen Sie dazu noch andere Möglichkeiten?

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Nein, andere rechtliche Möglichkeiten haben Sie nicht. Ich habe Ihnen die Rechtslage und Ihre rechtlichen Möglichkeiten oben abschließend beschrieben.

Bitte abschließend noch bewerten. Vielen Dank.

Kianusch Ayazi und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.

Für eine Mandatierung können Sie sich gern per E-Mail in meiner Kanzlei melden:***@******.***

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Guten Tag Herr Kianusch. ich habe zwischenzeitlich meine Rechtschutzversicherung kontaktiert. leider habe ich noch keine positive Deckungsbestätigung, obwohl Familienversicherung eingeschlossen ist. Könnte ich beim oben genannten Fall auch einen Mahnbescheid erstellen lassen?

Ein Mahnbescheid ist nur für Geldforderungen vorgesehen, nicht aber für Unterlassungsansprüche. Insofern kommt der Mahnbescheid nur infrage, soweit Sie einen Geldanspruch durchsetzen möchten. Für Unterlassungsansprüche eignet sich dieser indes nicht.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Ja genau, ich möchte beides. Ich möchte auch meine 1.500€ zurück.