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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 38489
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt, es geht um eine Frage zum

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,es geht um eine Frage zum Zugewinnausgleich bei meiner Ehescheidung die bevor steht, das Trennungsjahr ist bald um.2010 geheiratet, lebte ich seit dem mit meiner Ehefrau in einem Haus, welches seit 1997 meinem Bruder und mir zu je 50% gehört. Meine Frau stand zu keiner Zeit im Grundbuch.
Anfangs war das Haus stark sanierungsbedürftig, über die Jahre haben mein Bruder und ich teilweise in Eigenleistung, teilweise durch Kredite, wovon einer heute noch abgezahlt wird, das Haus saniert. Kreditnehmer waren dabei mein Bruder und ich.
Auf diese Weise entstanden z.B. eine Wohnung für meinen Bruder und eine Wohnung für meine Ehegemeinschaft in diesem Haus. Meine Frau hat in dieser Zeit- abgesehen von Kleinigkeiten- nie eigenes Geld in dieses Haus investiert.
Frage:
Kann es mir passieren, dass ich bei meiner Ehescheidung wegen dieses Hauses an eine Frau Zugewinn ausgleichen muss obwohl sie ja eigentlich damit nie etwas zu tun hatte, nur hier wohnte?Vielen Dank für Ihre Antwort.
Frank

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Grundsätzlich unterliegt Ihre Eigentumshälfte an dem Haus nicht dem Zugewinnausgleich.

Die Vermögensmassen von Ehegatten bleiben während des Bestandes der Ehe gemäß § 1363 Absatz 2 BGB strikt getrennt.

Sie sind daher als Alleineigentümer Ihres Anteils an der Immobilie nicht verpflichtet, diesen Vermögenswert im Rahmen des Zugewinns zum Ausgleich zu bringen.

Berücksichtigt wird bei dem Zugewinnausgleich lediglich ein möglicher Wertzuwachs der Immobilie.

Beispiel: Betrug der Wert der Immobilie bei Eingehung der Ehe 300.000 €, und beträgt er zum Zeitpunkt der Scheidung 350.000 €, so unterliegt dieser Wertzuwachs dem Zugewinnausgleich.

In dem gebildeten Beispiel könnte der andere Ehepartner als Zugewinnausgleich gemäß § 1378 BGB die Hälfte dieses Wertzuwachses, also 25.000 € Zugewinn, geltend machen.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kann ich Ihnen noch weiterhelfen? Gibt es (technische) Probleme bei der Bewertung?

ra-huettemann und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Tja, Wertsteigerung, die gibt es sicherlich irgendwie. Würde das Haus in Berlin, Frankfurt, München....stehen. Aber hier in der ländlichen Region des äußersten Ostens der Republik sinken die Immobilienpreise ins bodenlose, der Leerstand ist hoch, der Wert eher ideell.
Außerdem zahle ich ja noch einen Kredit an die Bank ab, hab also noch Schulden. Wird so etwas berücksichtigt? Meine Frau müsste, wenn Sie es denn will, also erstmal Ansprüche geltend machen?

Unter diesen Umständen werden Sie dann auch keinen Zugewinnausgleich wegen einer möglichen Wertsteigerung zahlen müssen.

Die auf dem Haus noch lastenden Kredite würden ebenfalls berücksichtigt werden.

Ja, Ihre Frau müsste den Zugewinnausgleich aktiv geltend machen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank ***** ***** für Ihre Hilfe.

Sehr gern geschehen!