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ragrass
ragrass, Rechtsanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 8562
Erfahrung:  mehrjährige Erfahrungen auf dem Gebiet des Familienrechts
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ragrass ist jetzt online.

Bin ich als Vater verpflichete, die Hälfte der Schulferien

Diese Antwort wurde bewertet:

Bin ich als Vater verpflichete, die Hälfte der Schulferien meiner Kinder, die beider Kindsmutter wohnen, abzudecken?Sachverhalt: KM und ich haben uns vor 4 Jahren getrennt. Damals wurde vereinbart, dass ich die Kinder alle 14 Tage für das Wochenende zu mir nehme plus 2 Wochen Urlaub.Die KM ist der Meinung, dass ich die Hälfte der gesamten Schulferien abdecken muss und wenn ich das nicht kann bzw. einen Teil meiner Ferien ohne Kinder verbringen möchte, die restliche Zeit zuzahlen muss.Ich lese jedoch an diversen Stellen, dass der KV nicht verpflichtet werden kann, die Hälfte der Ferien abzudecken und dies dann auch nicht finanziell entschädigen muss, v.a. da Unterhalt bezahlt wird.
Ausserdem ist Betreuung notwendig, da die KM arbeitet. Deshalb wäre es auch kein Mehrbedarf der Kinder, sondern berufsbedingte Aufwendungen der KM (vgl. BGH-Urteil).Nun meine Frage: was ist, wenn die KM gerichtlich erreichen möchte, dass ich die Hälfte der Ferien übernehme?Kann dies gelingen?Ich lese immer nur, dass man das Recht hätte und gerichtlich die Hälfte einklagen kann, aber nichts gegenteiliges.Können Sie mir hier weiterhelfen und bestenfalls Urteile mitschicken, die belegen, dass der KV nicht verpflichtet werden kann, die Hälfte der Ferien abzudecken?

Sehr geehrter Fragesteller,

danke, ***** ***** Justanswer genutzt haben.

Es gibt zwar sowohl ein Umgangsrecht, als auch eine Umgangspflicht, was sich aus § 1684 BGB ergibt. Die Umgangspflicht ist allerdings eher Theorie, da niemand wirklich verpflichtet werden kann, etwas zu tun, was er/sie nicht möchte.

Es entpricht zwar tatsächlich dem Regelumgang, dass die Hälfte der Sommerferien die Kinder mit dem Umgangsberechtigten verbringen, wenn sich dies tatsächlich aber nicht abdecken lässt - viele haben gar ncht so viele zusammenhängende Urlaubstage - dann ist dies nicht umsetzbar bzw. erzwingbar. Wenn Sie also nur 14 Tage abdecken könne, sind Sie keineswegs verpflichtet, die restliche Zeit irgendeine Aktivität oder Unterbringung zu finanzieren.

Ich hoffe, Ihre Frage ist beantwortet. Falls noch Unklarheiten bestehen, nehmen Sie bitte Kontakt auf. Anderenfalls bitte ich Sie um Bewertung der Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie noch Fragen ? Wenn nicht nehmen Sie bitte nun eine Bewertung vor. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Sehr geehrte Frau Grass,vielen Dank für Ihre Nachricht.Das Können ist das eine, das andere ist, dass ich einen Teil meines Urlaubes gerne mit meiner Frau (bin wieder verheiratet) alleine verbringen möchte.Kann ich trotz eigentlich genügend Ferientagen, um die Hälfte der Sommerferien abzudecken, mich dagegen „wehren“?Werden zudem nur die Sommerferien geteilt und nicht alle Ferien?
Das macht auch nochmals einen erheblichen Unterschied zur Aussage der Kindsmutter, die die Hälfte aller Ferien verlangt.Ginge es trotzdem vor Gericht, was kann ich tun, um die hälftige Teilung zu verhindern?

Sehr geehrter Fragesteller,

der Regelumgang ist alle 14 Tage am Wochenende, jeweils ein hoher Feiertag an Weihnachten und Ostern und die Hälfte der großen ferien. Die anderen Ferien werden in der Regel nicht geteilt.

Ginge es vor Gericht müssten Sie nur vortragen, die Hälfte aller Ferien nicht abdecken zukönnen (oder zu wollen). Nochmals: gegen Ihren Willen kann man Ihnen den Umgang nicht aufzwingen. Wie sollte dies praktisch funktionieren ?

Am besten wäre es natürlich, wenn man vom Kindeswohl aus argumentiert, denn dies ist das Entscheidende Kriterium, nämlich z.B. das Kind würde während der Ferien aus seinem gewohnten Umfeld herausgerissen, kann seinen Freizeitaktivitäten - Sport, Musik) nicht nachgehen, verliert den Kontakt zu den Freunden usw.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Guten Morgen Frau Grass,vielen Dank für Ihren Nachtrag.Bezüglich dem „Aufzwingen“ habe ich teilweise gelesen, dass man es nicht aufzwingen nennen kann, wenn man die Kinder regelmässig nimmt, aber nicht länger nehmen möchte. Denn dann bin ich ja grundsätzlich nicht gegen die Zeit mit meinen Kindern, aber einfach nicht mehr als alle 14 Tage am Wochenende und 2 Wochen Urlaub.
Stimmt das?Einen guten Start in den Mittwoch

Sehr geehrter Fragesteller,

ie ausgeführt, es besteht ein Recht und eine Pflicht zum Umgang. In beiden Fällen ist das Entscheidende das Kindeswohl. Wenn es dem Kindeswohl entsprechen würde, dass die Kinder in allen Ferien hälftig bei Ihnen sind und Sie so viel Urlaub hätten, bestünde die Pflicht Ihrerseits schon. Nur ließe sich diese eben nicht (erzwingen) durchsetzen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,

bestehen denn weitere Fragen zu diesem Sachverhalt ? Wenn nicht bitte ich nunmehr erneut um Vornahme einer Bewertung.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Eine letzte Nachfrage bzw. Konkretisierung: Ich habe zwar nicht so viel Urlaub, um die Hälfte aller Ferien abzudecken, aber die Hälfte der Sommerferien wäre möglich.

Wie bereits erklärt, nehme ich mir aber die Freiheit, einen Teil meiner Ferien anderweitig zu verbringen. Besteht dann die Pflicht trotzdem und ich müsste zumindest die Hälfte der Sommerferien übernehmen?

Sehr geehrter Fragesteller,

ich wiederhole mich, aber Sie haben die Pflicht !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,

darf ich erneut um Ihre faire Bewertung bitten, nachdem ich erneut und umfangreich Ihre Fragen beantwortet habe.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
Sehr geehrte Frau Grass,

ich war nur etwas verwirrt, weil Sie in der ersten Antwort geschrieben haben, dass die Umgangspflicht eher Theorie ist und es sich nicht erzwingen lässt, dass ich mehr als 2 Wochen Urlaub mit den Kindern verbringe und ich dies bei einer allfälligen gerichtlichen Regelung so vortragen müsse, also dass ich nicht mehr als 2 Wochen abdecken kann/will.

Zudem geht es auch um das Kindeswohl und wenn es dem Kindeswohl entsprechen würde, dass sie die Hälfte der Ferien bei mir sind, ich schon die Pflicht hätte, die Ferien hälftig abzudecken. Dies liesse sich aber nicht erzwingen.

Am Schluss schreiben Sie, dass ich aber die Pflicht habe.

Nun ist mir nicht ganz klar, ob ich dann, weil ich ja diese Pflicht habe, "gezwungen" werden kann, die Hälfte (zumindest der Sommerferien) abzudecken, oder trotzdem nicht, weil ich mich "weigere"?

Ich habe zudem gefragt, ob ich zu mehr Umgang verpflichtet werden kann, als ich abdecke, da ich ja Umgang wahrnehme, aber in den Augen der Mutter nicht in ausreichendem Masse. Das heisst, ich verweigere ja den Umgang nicht gänzlich, sondern nur das Mehr an Umgang.

Darauf habe ich noch keine Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

nochmals klar: Es besteht eine pflicht, dies ergibt sich aus dem Gesetz. Nur DURCHSETZBAR ist diese gegen den Willen nicht.

Also : Sie können zwar verpflichtet werden, aber Ihnen kann das Kind nicht aufgezwängt werden. wenn Sie es nicht nehmen dann bleibt es bei der Mutter.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
Herzlichen Dank für Ihre Präzisierung, Frau Grass.

Einen schönen Abend

Sehr geehrter Fragesteller,

sehr gerne !

 

Ich wünsche Ihnen ebenfalls einen schönen Abend und alles Gute !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
Vielen Dank!