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RainNitschke
RainNitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 1728
Erfahrung:  Fachanwältin für Familienrecht
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RainNitschke ist jetzt online.

Mein Partner lebt seit fast 4 Jahren von seiner Ex-Partnerin

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Partner lebt seit fast 4 Jahren von seiner Ex-Partnerin getrennt. Seit gut 3 Jahren sind wir zusammen. Er hat zwei Söhne (aktuell 7 und 4), die er seither nicht mehr gesehen hat. Gründe hierfür: die Mutter lehnt es ab und zeigte meinen Partner ein bis zweimal pro Woche an, sei es wegen Bedrohung, Stalking, Beleidigung und was das StGB sonst noch so hergibt. Nur zum Abschließen dieser Aussage: durch anderslautende Zeugenaussagen und Mangels an Beweisen sind in einem langen Prozedere alle Vorwürfe widerlegt bzw. eingestellt worden.
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Dann versuchte sie es mit alleinigem Sorgerecht, was ihr nicht zugesprochen wurde. Seit einem Jahr versuchen wir nun mit dem Jugendamt eine Annäherung und begleiteten Umfang zu starten, da einige Zeit vergangen ist. Leider blockt die Gegenseite. Die Mutter fühle sich vom Vater bedroht und der Anwalt der Gegenpartei will nun mit meinem Partner sprechen. Seine eigene Begründung: er will aufzeigen, dass mein Partner als Vater nicht fähig ist. Das Treffen soll dann auch beim Jugendamt stattfinden. Die Dame ist durch die aggressive Verhandlungsweise des Gegenanwalts auch schon eingeschüchtert, daher erwarten wir hier kaum Rückhalt, nur eine Plattform für ein Gespräch. Dies mutet für uns an wie der Gang zur „Schlachtbank“, denn bei den Attacken des Gegenanwalts gelassen zu bleiben, ist in einem so emotionalen Thema schwierig. Das Gericht hatte meinem Partner das halbe Sorgerecht zugesprochen (außer aktuell Arzt und Finanzen), dazu gab es Vereinbarungen, dass sich die Mutter eine Beratungsstelle aufsucht, um ihre Bedrohungen/Angstzustände loszuwerden. Nun meine Fragen: 1. Wer hält denn solche Vereinbarungen aus der Verhandlung nach (im Protokoll)? 2. Wenn alle Anschuldigungen NICHT auf meinen Partner zutreffen bzw. nachweislich nicht mit ihm zusammenhängen, kann dann das Jugendamt begleiteten Umgang entscheiden oder muss hier eine neue langwierige Klagephase auf Umgangsrecht für den Vater angestoßen werden? Die Zeit geht vom Konto auch der Kinder und die Entfremdung wird größer. Danke für Ihre Antwort.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Bundesland Baden-Württemberg

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage!

Was die Vereinbarung angeht, so kommt es darauf an, wie der entsprechende Beschluss/ Vergleich ausgestaltet ist. Das Problem ist leider, dass das Gericht die Mutter nicht wirklich verpflichten kann, eine Beratungsstelle aufzusuchen. Ich erlebe es leider sehr oft, dass Eltern unter dem Druck der Verhandlung zunächst bereit sind, entsprechende Hilfen in Anspruch zu nehmen, letztendlich aber nicht durchgeführt werden. Für die Mutter kann sich dies jedoch negativ in einem weiteren Prozess auswirken, da auch der Richter sieht, dass die Mutter nicht bereit ist, an sich zu arbeiten.

Grundsätzlich können auch die Jugendämter den begleiteten Umgang vereinbaren - aber auch hier sind wir leider wieder nur bei einer Vereinbarung. Wenn die Kindesmutter nicht mitwirkt, wovon bei Ihnen leider auszugehen ist, bleibt leider nur der Weg über das Familiengericht.

Sollte die Gegenseite tatsächlich einen Anwalt mit zu dem Gespräch beim Jugendamt nehmen, sollte Ihr Freund ebenfalls anwaltliche Unterstützung in Anspruch nehmen. Ein letztes Gespräch sollte es dennoch geben, da das Jugendamt ohnehin in das Klageverfahren involviert wird und einen entsprechenden Bericht schreiben wird. In der Regel raten die Jugendämter aber auch schon von sich aus dazu, das Gericht anzurufen, wenn keine Einigung erzielt werden kann. Meines Erachtens wurde diesbezüglich schon zu viel Zeit verloren, da die Entfremdung und der Einfluss der Mutter auf die Kinder nicht zu unterschätzen ist. Die fehlende Bindungstoleranz der Kindesmutter ist dagegen offensichtlich. Ich sehe auch keinen Grund, warum ein begleiteter Umgang nicht stattfinden soll. Das gerichtliche Verfahren hätte den Vorteil, dass ein Umgangspfleger eingesetzt wird, der auch regelmäßig Bericht an das Gericht erstatten muss, um zu prüfen, wann die Begleitung aufgehoben werden kann. GGf. wird auch ein familienpsychologisches Gutachten erstellt, welchen sich dann auch die Kindesmutter stellen muss.

Nachdem Ihrer Sachverhaltsschilderung kann ich daher nur dazu raten, einen Umgangsantrag bei Gericht zu stellen.

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Mit freundlichen Grüßen

 

K. Nitschke

Rechtsanwältin

 

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Vielen Dank für Ihre rasche Antwort. Sie haben mit die Position des Jugendamtes klarer gemacht. Damit wird mein Partner wohl einen Antrag stellen müssen. Mit dem Anwalt der Gegenpartei ist nicht gut Kirschen essen. Außer Attacke gibt es da nichts. Vielen Dank.

Gerne! Ich wünsche Ihnen alles Gute und bitte noch um Ihre abschließende Bewertung durch Anklicken der Bewertungssterne.

Mit freundlichen Grüßen

K. Nitschke
Rechtsanwältin

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