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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 31406
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich bin seit über 1 Jahr verheiratet und aus unserer Ehe

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin seit über 1 Jahr verheiratet und aus unserer Ehe ging ein Kind hervor. Es gibt aktuell keinen Ehevertrag. Mein Mann hat vor der Ehe von seinem Vater ein Grundstück geschenkt bekommen, welches direkt an das Grundstück seiner Eltern anschließt. Das Grundstück hat einen Wert von ca. 130.000 Euro. Der Schenkungsvertrag enthält u.a. die Klausel, dass das Grundstück in das Eigentum meines Schwiegervaters zurückgeht, wenn mein Mann zum Beispiel durch Spielsucht, Drogensucht usw. nicht mehr geschäftsfähig ist. Eine weitere Klausel, von der ich erst jetzt erfahren habe, besagt, dass ein auf das geschenkte Land gebautes Haus nur mit Zustimmung meines Schwiegervaters verkauft werden darf. Im Grundbuch ist aktuell auch nur mein Mann eingetragen.

Letzes Jahr nach der Eheschließung haben wir ein Hausbaudarlehen in Höhe von 400.000 Euro aufgenommen, bei dem wir beide Kreditnehmer sind und gemeinsam abzahlen wollten. Diesen Kreditvertrag hätte ich nicht unterschrieben, wenn ich gewusst hätte, welche Klauseln der Schenkungsvertrag zwischen meinem Mann und Schwiegervater enthält.
Mein Mann brachte vor der Ehe ein Eigenkapital von 100.000 Euro mit. Ich wiederum nur 20.000 Euro.
Das Haus ist jetzt fast fertiggestellt und kostet uns vorraussichtlich 500.000 Euro.
Da ich darauf bestanden hatte auch ins Grundbuch eingetragen zu werden, und dafür die Zustimmung meines Schwiegervaters benötigt wurde, entbrannte ein sehr heftiger und unschöner Familienstreit zwischen mir und meinen Schwiegereltern. Da ich aktuell überlege überhaupt noch ins neugebaute Haus zuziehen und mir nicht sicher bin, ob unsere Ehe noch Bestand hat, brauche ich Informationen welche finanziellen Auswirkungen eine Trennung für mich hätte. Aktuell befinde ich mich in Elternzeit und habe kein eigenes Einkommen, möchte nächstes Jahr allerdings wieder in Teilzeit arbeiten. Vorher war ich in Vollzeit beschäftigt.

Sehr geehrte Ratsuchende,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Mein Name ist Hans-Georg Schiessl, ich bin Fachanwalt für Familienrecht.

Wenn Sie sich trennen und das Kind bleibt bei Ihnen, dann haben Sie einen Anspruch auf Kindesunterhalt bis Ihr Kind die erste Ausbildung beendet hat.

Weiter haben Sie einen Anspruch auf Trennungsunterhalt.

Im ersten Trennungsjahr haben Sie keinerlei Verpflichtung arbeiten zu gehen. Nach Ablauf des Trennungsjahres müssen Sie nur dann arbeiten gehen, wenn das Kind älter als 3 Jahre alt ist.

Wenn Sie kein Einkommen erzielen, dann muss Ihr Mann zunächst die Darlehensraten alleine begleichen. Allerdings hat er dann einen Anspruch auf Ausgleich der hälftigen Darlehensrate Ihnen gegenüber, soweit Sie Miteigentümerin sind.

Wenn sich der Schwiegervater weigern sollte einer Veräußerung zuzustimmen, dann können Sie nach Rechtskraft der Scheidung mit Hilfe des Amtsgerichts das Hais versteigern lassen. Vom Erlös werden dann als erstes die Schulden getilgt, in einem zweiten Schritt die beiderseits geleisteten Einlagen zurückgezahlt und der dann noch verbleeibende Rest wird dann durch zwei geteilt.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Hallo,
danke für die Antwort.
Muss ich die Hälfte der Darlehensrate übernehmen, sobald ich wieder arbeiten gehe , obwohl ich wie gesagt nicht im Grundbuch stehe und nicht in dem Haus wohnen werde? Bin ich , wenn ich nicht im Grundbuch stehe , überhaupt Miteigentümerin des Hauses ? Den Kaufvertrag des Hauses als auch den Kreditvertrag haben wir beide unterschrieben.Wie sieht der Zugewinnausgleich bei den oben genannten Zahlen aus?Vielen Dank.

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich habe den Satz "Da ich darauf bestanden hatte auch ins Grundbuch eingetragen zu werden..." wohl falsch aufgefasst und bin davon ausgegangen, dass Sie zuletzt doch sich ins Grundbuch haben eintragen lassen.

Wenn Sie nicht Eigentümerin sind, dann müssen Sie auch keine Darlehensrate bezahlen. Sie haben vielmehr gegen den Mann einen Anspruch darauf, dass er Sie von der Zahlung der Raten freistellt.

Wenn Sie nicht im Grundbuch stehen, dann haben Sie weder Anspruch auf Grundstück noch auf das Haus.

Was nun den Zugewinn anbelangt, so ist die Schenkung neutral für den Zugewinn.

Beim Zugewinn kommt es auf den Vermögenszuwachs an den Ihr Mann während der Ehedauer erfahren hat Dieser Vermögenszuwachs wird hälftig ausgeglichen. es kommt also darauf an wie sich das Vermögen Ihres Mannes am Ende der Ehe darstellt und wie es zu Beginn der Ehe war.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Danke für die Antwort.
Wäre mein Mann außerdem verpflichtet mir mein Eigenkapital wieder zurückzuzahlen? Wir haben von meinem Eigenkapital die Einbauküche bezahlt und da mein Mann viel in Eigenleistung am Haus macht, zahlt er kleinere Rechnungen, die sich mittlerweile aber extrem summiert haben, nicht von unserem Darlehen, sondern von unserem gemeinsamen Bankkonto.Angenommen wir geben der Ehe noch eine Chance und ich würde doch in das Haus ziehen wollen, wie könnte ich mich am besten absichern? Ein Grundbucheintrag macht ja wenig Sinn, wenn mein Schwiegervater mit über den Verbleib des Hauses entscheiden dürfte. Meine Tochter und ich würden bei Trennung ausziehen und mir wäre es wichtig, dass ich das Geld, welches ich in den Hausbau gesteckt habe, wieder zurückerhalte.

Sehr geehrter Ratsuchender,

es kommt darauf an, was Sie bei der Hergabe des Eigenkapitals vereinbart haben.

Haben Sie nichts vereinbart und sind Sie auch nicht Miteigentüer des Grundstücks so wird es schwierig das Eigenkapital wieder zurückzuerhalten.

Wenn für Sie das Miteigentum nicht in Frage kommt, dann macht ja eigentlich nur Sinn sich das Eigenkapital von Ihrem Mann auszahlen zu lassen und Ihren Mann zu verplichten Sie von den Darlehensverbindlichkeiten freizustellen.

Dann bleibt es zwar sein Haus, Sie erleiden dann aber keinen finanziellen Verlust.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

darf ich Ihnen noch weiter helfen?

RASchiessl und 2 weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Hallo, vielen Dank für Ihre Hilfe. Ich habe keine weiteren Fragen.

Gerne!