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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 18934
Erfahrung:  Fachanwältin für Familienrecht, Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, Ehescheidungen, Unterhalt, Güterrecht, Umgang, elterliche Sorge, seit 20 Jahren als Anwältin zugelassen
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Sehr verehrte Damen und Herren, ich muss kurz ausholen und

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr verehrte Damen und Herren, ich muss kurz ausholen und die Situation schildern. Mein Sohn wird im Juli 20, lebte bis letzte Woche zuhause bei mir und seinem Stiefvater mit seinen beiden Geschwistern. Im Jahr 2016 hat er seine Ausbildung nach der Schule begonnen als Fliesenleger. Das erste Ausbildungsjahr, ein reines Schuljahr ging noch recht gut über die Bühne. Mit Beginn des zweiten Ausbildungsjahres, als er im Betrieb war und an einer Überbetrieblichen Ausbildungsstätte, fing das Dilemma an. Er hat sich krankschreiben lassen, Krankmeldungen zu spät der gar nicht abgegeben. Unentschuldigt gefehlt usw. Auch Abmahnungen zeigten keine Wirkung, so dass der Betrieb ihn dann nach andauernder 4 Monatiger Krankschreibung fristlos gekündigt hat. Zu diesem Zeitpunkt war er dann schon 18. Wir konnten diese fristlose Ausbildungskündigung in einen Aufhebungsvertrag umwandeln und standen ihm zur Seite einen neuen Ausbildungsbetrieb zu finden, was uns auch gelang. Er konnte das 2. Ausbildungsjahr ab dem 01.08.18 wiederholen und in einem neuen Betrieb durchstarten. Leider ereignete sich hier nun genau das gleiche. Er war sehr häufig krank, nahm die Ausbildung nicht ernst und änderte sein Verhalten nicht. Machte krank, kam sehr häufig zu spät zur Berufsscshule oder auch gar nicht. Auch in diesem Betrieb kamen 2 Abmahnungen. Er versprach sich zu bessern. Letzte Woche kam nun erneut die Kündigung der Ausbildung. Ich versuche hier emotionslos zu schreiben und sein Verhalten zuhause auszublenden, welches genau so war wie im Betrieb. Rücksichtslos und uneinsichtig. Ich habe nun, nachdem mir sprichwörtlich der Kragen platze von meinem Hausrecht gebrauch gemacht und meinen fast 20 jährigen Sohn des Hauses verwiesen und rausgeschmissen. Nun möchte er mich auf Unterhalt verklagen. Sind sein leiblicher Vater, mit dem wir alle ein sehr gutes Verhältnis haben und ich tatsächlich verpflichtet weiter Unterhalt für ihn zu bezahlen? Wie sieht hier die rechtliche Lage aus ? Ich weiss, das wir verpflichtet sind ihn während seiner ersten Ausbildung zu unterstützen. Jedoch liegt nun die 2.Kündigung auf dem Tisch. Ich bin ratlos. Mit freundlichem Gruß Jennifer Braun

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für die freundliche Anfrage.

Eine Zweitausbildung wird nur im Ausnahmefall geschuldet.

Das wäre der Fall, wenn die erste Ausbildung wegen Krankheit abgebrochen werden muss.

So wie Sie mir das schildern machte er krank und fehlte auch unentschuldigt.

Im zweiten Betrieb genauso.

Die Beendigung der Ausbildung ist also keiner Krankheit, sondern vielmehr dem Verhalten Ihres Sohnes geschuldet

Unterhalt steht ihm daher nicht zu, würde ihm ohnehin wenn dann nur zustehen, wenn er aktuell eine Ausbildung machen würde.

Fürs Nichtstun bekommt man keinen Unterhalt , hier greift bei Volljährigen das Prinzip der Eigenverantwortung.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Danke für Ihre Antwort. Und wie verhält es sich, wenn er eine neue Ausbildungsstelle findet und die Ausbildung beendet? Oder ist mit dieser 2ten Kündigung das Unterhaltsrecht erloschen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn dem Sohn nicht der Nachweis gelingt, dass er die Ausbildung rein krankheitsbedingt abbrechen musste ( was unwahrscheinlich ist) hat er mit seinem Verhalten seinen Anspruch auf Unterhalt für eine zweite Ausbildung verwirkt.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Vielen Dank für Ihre Rückantwort. Mit beginn einer neuen Ausbildung ( in einem anderen Berufsfeld) sind wir nicht Unterhaltsberechtigt, dass habe ich so aufgenommen. Wie verhält es sich, wenn er für das 3 noch fehlende Lehrjahr einen Betrieb findet der ihn übernimmt und damit quasi seine 1 Ausbildung beenden kann. Sind wir dann für dieses 1 Jahr noch Unterhaltspflichtig.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank

Das würde ich allerdings bejahen.

Denn das ist ja kein Zweitausbildung und für die erste Ausbildung sind Sie unterhaltspflichtig

Erst einmal aber bis er die Ausbildung wieder aufgenommen hat, müssen Sie gar nichts zahlen.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Angenommen er findet einen Betrieb, der ihn in das 3.Lehrjahr als Fliesenleger übernimmt. Bisher hat er die Ausbildung ja nicht zielstrebig und pflichtbewusst erfüllt, sondern in Kauf genommen von 2 Betrieben während der gleichen Ausbildung (als Fliesenleger) gekündigt zu werden. Ist es unter diesen Umständen tatsächlich unsere Pflicht ihm Unterhalt zu zahlen auch wenn es als Erst-Ausbildung gilt. Er hat in Kauf genommen gekündigt zu werden und will jetzt wieder in einem neuen Fliesenleger-Betrieb( sofern ihn jemand nimmt) die Lehre beenden.
Sehr geehrter Ratsuchender,vielen DankEINE Ausbildung schulden Sie ihmWenn ihn jemand nimmt, muss er die Lehre beenden können
Claudia Schiessl und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.