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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 12591
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Kommt man ohne Gerichtsverfahren aus wenn man nach 43 Jahren

Diese Antwort wurde bewertet:

Kommt man ohne Gerichtsverfahren aus wenn man nach 43 Jahren eine Vaterschaft annullieren möchte? Es geht hauptsächlich darum das nicht geerbt werden soll.LG ***

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten.

Die Annullierung der Vaterschaft wird im geltenden Recht als Vaterschaftsanfechtung nach den §§ 1600 ff. BGB.

Die Vaterschaftsanfechtung bezeichnet ein gerichtliches Verfahren mit dem Ziel der Feststellung, dass der bisherige rechtliche Vater nicht der biologische Vater ist und der daraus resultierenden Folge, dass die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen bisherigem rechtlichen Vater und dem Kind rückwirkend entfallen.

Dies wirkt sich wie von Ihnen beabsichtigt auch auf das Erbverhältnis aus.

Die Vaterschaftsanfechtung ist beim örtlich zuständigen Familiengericht (Gerichtsbezirk in dem das Kind seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat).

Wichtig:

Zu beachten ist die gesetzliche Ausschlussfrist des § 1600b für die Anfechtung, welche 2 Jahre nach Kenntniserlangung des Anfechtungsgrundes erfolgen muss.

Ansonsten müsste Sie über eine "Enterbung" nachdenken.

Anwaltszwang besteht nicht. Gleichwohl ist die Hinzuziehung eines Anwalts immer sinnvoll.

Sofern ich Ihnen weiterhelfen konnte, bitte ich freundlichst um die Abgabe einer positiven Bewertung Ihrerseits (anklicken von mind. 3 Bewertungssternen links/rechts oberhalb der Fragebox). Dies hat keine Auswirkungen auf die bereits an JustAnswer bezahlten Gebühren. Auch nach Abgabe einer positiven Bewertung können Sie selbstverständlich noch nachfragen.

Wünschen Sie eine weitere telefonische Klärung, können Sie dies gern über den Premiumservice hinzubuchen. Ich vereinbare dann gerne einen Telefontermin mit Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Vielen Danke! Würde es nicht reichen eine vom Rechtsanwalt bestätigte Verzichtserklärung auf das Erbe dem Nichtvater zu übergeben?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gerne.

Nein, das würde nicht reichen.

Aber:

Es kann über einen notariellen Erbteilverzichtsvertrag auf das Erbe verzichtet werden.

Dies bedarf jedoch zwingend der notariellen Beurkundung.

Dann ist auch dieser Weg möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Der ERbteilverzichtsvertrag kann der beim Notar vom Kind gemacht werden und dann dem Nichtvater überreicht werden?Ein Kontakt ist nicht gewollt.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ja, das ist möglich. Jedoch müssen beide Parteien zu einem Notar am Wohnort. Der Erbverzichtsvertrag kann jedoch sodann vom "Kindesvater" nachgenehmigt werden.

Diese Möglichkeit der Kontaktvermeidung besteht.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
es geht also nicht das der Notar den Erbverzichtsvertrag den Anwalt des Nichtvaters zusendet!?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

nein, weil jeweils eine Beurkundung beim Notar notwendig ist (persönliches Erscheinen oder mit Vollmacht).

Ein "bloßes" Übersenden geht nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

RA Traub und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.