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RainNitschke
RainNitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 1669
Erfahrung:  Fachanwältin für Familienrecht
49776616
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RainNitschke ist jetzt online.

Sehr geehrter Anwalt/Anwältin, Ich habe folgende frage: Ich

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrter Anwalt/Anwältin,Ich habe folgende frage:
Ich bin Belgier und lebe auch in Belgien. Nun habe ich seit einige zeit ein Verhältnis mit eine verheiratete frau mit einem Baby, das 6 Monate alt ist, die in Deutschland lebt.
Unsere Beziehung hat sich soweit entwickelt dass sie nun den Sprung wagen und ihren man verlassen will. Aus online berichte habe ich gelesen dass wen die Kindes mutter umziehen will ins ausland das natürlich nicht einfach so kann. Wir gehen davon aus das der Kindesvater hierzu nicht seine Zustimmung geben wird.
Wie gesagt lebe ich in Belgien ungefähr 245km von ihrem Wohnort.
Sie steht auch für alles offen um dem Kindesvater den Umgang mit sein Kind zu ermöglichen! Auch wen der Kindesvater bislang nicht viel Interesse gezeigt hat in sein Kind.
Die frage ist also wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das Sie dann das alleinige Erziehungsrecht oder Aufenthalts recht bekommen wird um dann ins ausland ziehen zu können und wie lange dauert eine rechtsverbindliche Aussprache.Mit freundlichen Grüssen,
D

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage!

Es ist tatsächlich so, dass der Kindesvater bei einem gemeinsamen Sorgerecht einem Umzug zustimmen müsste. Das gilt nicht nur für Umzüge ins Ausland, sondern prinzipiell auch schon innerhalb Deutschlands. Die Kindesmutter müsste daher beantragen, das Aufenthaltsbestimmungsrecht auf sie alleine zu übertragen. Sie müsste vortragen, wieso diese Regelung dem Kindeswohl am besten entspricht. Je weniger sich der Kindesvater tatsächlich um sein Kind bemüht, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Antrag Erfolg hat. Sollte sich der Vater aber kümmern wollen und auch sein Umgang wahrnehmen, dann wird es schwer, einen derartigen Antrag durchzusetzen. Diesbezügliche familiengerichtliche Verfahren können sehr langwierig werden - Ihre Partnerin wird daher einige Monate einplanen müssen. Es ist jedoch gerade bei Umzügen mit Auslandsbezug dringend davon abzuraten, Fakten zu schaffen und einfach mit dem Kind umzuziehen, da sich Ihre Partnerin dann auch wegen Kindesentzug strafbar machen würde. Dies nur der Vollständigkeithalber.

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Mit freundlichen Grüßen

K. Nitschke

Rechtsanwältin

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Was währen den gute gründe, die ein positiven einfluss hätten, das für das wohl des kindes spricht? Ich habe ein eigenes haus und ein sehr gut bezahlter job.

Bei dem Wohl des Kindes geht es nicht immer nur um materielle Dinge.

Sie werden diesbezüglich mit dem Kindesvater nicht in Konkurrenz treten können.

Die Gerichte gehen zunächst davon aus, dass ein gemeinsames Sorgerecht dem Kindeswohl am besten entspricht, wenn keine kindeswohlgefährdenden Gesichtspunkte dagegen sprechen. So lange der Vater seine Vaterpflichten wahrnimmt, ist im Grunde von seiner Seite aus alles getan, um positiv auf das Wohl seines Kindes einzuwirken. In solchen Fällen sollte immer versucht werden, im Vorfeld zu klären, wie ein gemeinsames Sorgerecht auch in einigen KM Entfernung noch ausgeübt werden kann. So könnte z.B. beim Jugendamt an einer gemeinsamen Elternvereinbarung gearbeitet werden, in der sich die Kindesmutter verpflichtet, den Kindesvater dennoch stets informiert zu halten. Ferner kann man dem Kindesvater die Angst nehmen, den Bezug zu seine Kind zu verlieren, indem der Umgang ganz konkret geregelt wird und sich die Kindesmutter eventuell auch verpflichtet, sich an den Kosten zu beteiligen. In der Regel sind zwar Fahrtkosten, Kosten des Umganges, die - in diesem Fall - vom Vater zu tragen wären. Ziehen Mütter aber weiter weg, kann durchaus darüber gesprochen werden, ob sich nicht auch die Mutter an den Kosten beteiligt oder ggf. eine Fahrt übernimmt.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Also währe die beste Möglichkeit sich außergerichtlich mit dem Kindesvater zu einigen und ein geregelter Umgang an zu bieten.

Ja, in solchen Fällen sollte immer zunächst die außergerichtliche Einigung versucht werden. Sollte die Kindesmutter alleine damit scheitern, sollte sie um Hilfe beim Jugendamt bitten, da das JA in der Lage ist, beide Parteien an einen Tisch einzuladen und Elternvereinbarungen abzuschließen. Da bei gerichtlichen Verfahren ohnehin das JA involviert ist, ist es immer günstiger, sich als Antragsteller als erstes an das JA zu wenden.

RainNitschke und 2 weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.