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RHGAnwalt
RHGAnwalt, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 859
Erfahrung:  Dipl. Forstwirt (univ.) Mediator Fachanwalt für Familienrecht Systemischer Berater
98035192
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RHGAnwalt ist jetzt online.

Meine Freundin (16) und ich (24) erwarten zum 15.3.2019 ein

Kundenfrage

meine Freundin (16) und ich (24) erwarten zum 15.3.2019 ein Kind. Das Jugendamt Freiburg hat nun meine Freundin in eine ander Stadt gebracht ca 220km von mir weg. Ist es möglich das sie sagt und auch recht bekommt wieder in meine Nähe zu kommen oder hat sie da garkeine Chance wieder zurück zu kommen bis sie 18 wird

Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Familienrecht
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Zur Erklärung. Sie hat nun ca 6 Monate in meiner Stadt gewohnt haben und kennen und lieben gelernt. Das hat der wohngruppe und der Mutter auf Grund meines Alters nicht so gepasst. Nun haben sie sie unter einem Vorwand morgens ohne Kleidung und sonstiges in einen Zug nach Freiburg gesetzt und sie ist gefahren. Als sie dort war wurde vom jugendamt gesagt das es kein zurück mehr für sie gibt und sie dort bleiben MUSS sie betonte ausdrücklich das sie zurück will zu ihren Freundin und meiner Familie und ihre Schule hier weiter machen will. Das Jugendamt war vollkommen desinteressiert und hat ihre Meinung nicht angehört die Aussage war das sie uns trennen wollen warum weiß keiner so genau nichtmal das Jugendamt. Nun war ich Sonntag dort und weil es ihr schlecht ging haben wir einen Schwangerschafts Test gekauft und gemacht Positiv heute war sie beim Frauenarzt und er sagte ihr 5-6 Woche. Nun will sie umso mehr zurück in meine Nähe. Das Jugendamt versucht aber nicht zu helfen und will sie nun dort in eine WG stecken in der Schule anmelden usw. Da ich arbeite und eine eigene Wohnung habe waren wir am überlegen was uns nun für rechtliche Möglichkeiten bleiben das sie zurück kommen kann zu mir oder in die Nähe. Sie ist verzweifelt und mit den Nerfen am Ende. Ich hoffe ich bekomme hier einen Rat was wir tun können um gemeinsam diese 9 Monate zu erleben und auch später gemeinsam Eltern sein zu können
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Fragesteller,

Weil Ihre Freundin Minderjährigbist, unterliegt sie der elterlichen Sorge. Dazu gehört auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht- daraus folgt, dass die Eltern ihrer Freundin grundsätzlich darüber entscheiden, wo sie lebt und wo sie zur Schule geht. Wenn Ihre Freundin nun in einer Maßnahme der stationären Unterbringung ist, dann kann sie selbst sich nicht dagegen wehren, weil das Amt nach Kindeswohlgesichtspunkten entscheidet. Es ist völlig normal, dass Sie das anders sehen, aber im Ergebnis gerade bei Minderjährigen wird auf den zukünftigen Vater wenig Rücksicht genommen, Was Sie auf alle Fälle machen müssen, ist, die Vaterschaft schon vor der Geburt anzuerkennen, damit nicht eine Vormundschaft angeordnet wird,

Ihre Überlegungen zum Zusammenleben sind ehrenswert, das ist aber solange die Freundin nicht 18nist, aussichtslos.

Letztlich wird wohl nicht das Jugendamt den Ausschlag gegeben haben, sondern ihre Mutter...

Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit weiter helfen konnte und freue mich auf Ihre wohlwollende Bewertung

Herzlichst Ihr

Roland Hoheisel-Gruler

Fachanwalt für Familienrecht

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Und wie sieht das aus mit Heiraten mit 16. Währe das eine Lösung?
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 1 Monat.

Theoretisch ginge das, praktisch braucht es aber hierfür eine Genehmigung des Familiengerichts, die nicht so ohne weiteres zu erhalten ist.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Was sollte denn beachtet werden bei dem Familien Gericht und wie Schaft man es zum Gewünschten Ziel muss man irgendwelche kriterien erfüllen?
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 1 Monat.

Nach Recherche muss ich Ihnen die neue Rechtslage mitteilen, dass die früher möglichen Ausnahmen nun nicht mehr gehen:

§ 1303 BGB – Ehemündigkeit

1Eine Ehe darf nicht vor Eintritt der Volljährigkeit eingegangen werden. 2Mit einer Person, die das 16. Lebensjahr nicht vollendet hat, kann eine Ehe nicht wirksam eingegangen werden.

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Durch das Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen (G v 17.7.2017 I 2429) wurde das Gesetz erheblich verändert. Die Voraussetzungen der Eheschließung nach ausländischem Recht sind in Art 13 EGBGBgeregelt. Hierbei ist insbesondere zu beachten, dass auch bei Anwendung der Vorschriften über die Ehemündigkeit eines ausländischen Staates die Altersgrenze des 16. Lebensjahres, bezogen auf den Zeitpunkt der Eheschließung, gilt. Eine Befreiung vom Alterserfordernis ist gesetzlich nicht mehr vorgesehen. Durch die Gleichstellung der Lebenspartnerschaft mit dem Institut der Ehe (Gesetz zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts, BGBl I 2017 S. 2787) waren weitere gesetzliche Ergänzungen erforderlich.

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Eine Befreiung von den gesetzlichen Anforderungen ist im Gegensatz zur früheren Rechtslage nicht vorgesehen.

Damit ist Ihnen dieser Weg leider verwehrt. Sie sollten aber wegen der Vaterschaftsanerkennung UND der Sorgerechtserklärung dran bleiben, falls Ihnen hier Schwierigkeiten wegen dem Sorgerecht gemacht werden, müssen Sie es einklagen. Denn am Sorgerecht hängt dann das Aufenthaltsbestimmungsrecht über das Kind und die Frage, ob ein Vormund ins Spiel kommt.