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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 28251
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich lebe seit Dezember 2017

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich lebe seit Dezember 2017 von meinem Mann, der mich nach über 40 Jahren Ehe betrogen hat, getrennt. Ich habe unser Eigenheim (1985 erbaut beide im Grundbuch eingetragen) am 1. Dezember 2017 verlassen und eine Mietwohnung bezogen. Vorher habe ich unseren Hausrat getrennt und in mitgenommen. Ich will die Scheidung, die mein Mann beantragen soll.
Meinen Mann habe ich den Umzug, Totalsanierung der neuen Wohnung und die neuen Möbel bezahlen lassen.
Ich sehe das aber nicht als Anzahlung für die Hälfte des Eigenheimes, die ich ausgezahlt erhalten will. Außerdem haben wir noch ein Mehrfamilienhaus vor Jahren gekauft, saniert und vermietet. Meine Frage wäre, ob mir hier auch die Hälfte zusteht, da mein Mann allein im Grundbuch eingetragen ist und ich mich auch nicht um die Mieter und Nebenkostenabrechnungen usw. gekümmert habe. Ich habe aber für den Kredit gebürgt, der aber getilgt ist.
Wie schnell können wir geschieden werden? Ist es richtig, dass die neue Partnerin meines Mannes das Eigenheim, das ich verlassen freiwillig verlassen habe aber mir noch zur Hälfte gehört, zum jetzigen Zeitpunkt nicht betreten darf und ich jeder Zeit wieder dort zurückkehren kann.
Vielen Dank ***** *****
Mit freundlichen Grüßen
Eva Gogolin aus Zwickau

Sehr geehrte Ratsuchende,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage

wenn Sie seit Dezember 2017 getrennt leben, dann können Sie im Dezember 2018 die Scheidung einreichen. Rechnen Sie hier mit einer Mindestverfahrensdauer von etwa 4 Monaten.

Was nun das Mietshaus anbelangt, so haben Sie hier einen Anspruch auf Wertausgleich über den Zugewinn. Das bedeutet. Das Endvermögen Ihres Mannes wird mit dem Anfangsvermögen verglichen und die Differenz daraius ist der Zugewinn. Von diesem Zugewinn steht Ihnen die Hälfte zu.

Was die Rückkehr in die Ehewohnung anbelangt, so steht Ihnen dieses Recht für 6 Monate nach Ihrem Auszug zu. In diesem Falle hätten Sie auch gegen die neue Partnerin einen Anspruch auf Verlassen der Ehewohnung. Wenn nun diese Frist abgelaufen ist, dann haben Sie gegen Ihren Mann einen Anspruch auf Nutzungsentschädigung für die Nutzung Ihres Hausanteils.

Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen!

Hans-Georg Schiessl

Fachanwalt für Familienrecht

Kunde: hat geantwortet vor 27 Tagen.
Danke für die Antwort. Ich vermisse die Bejahung, dass die von meinem Mann bezahlten Möbel, Sanierung der meiner neuen Wohnung nicht angerechnet werden bei der Scheidung und hoffe, dass die neue Partnerin unser Eigenheim nicht betreten darf. Sie hat nämlich eine Eigentumswohnung.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht.

Kein Problem: Das kommt auf die Abrede an die Sie mit Ihrem Mann getroffen haben. Wurde nichts vereinbart, so verhält es sich allgemein so, dass die Aufwendungen Ihres Mannes sein Endvermögen vermindern und somit auch seinen Zugewinn. Insoweit findet indirekt eine Anrechnung statt.

Die neue Partnerin darf dann die Wohnung nicht betreten, wenn Sie noch in der gemeinsamen Ehewohnung leben oder vor weniger als 6 Monaten ausgezogen sind.

Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen!

Hans-Georg Schiessl

Fachanwalt für Familienrecht

RASchiessl und 2 weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.