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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 17430
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Sachverhalt: Meine beiden Kinder, geb. 2006 und 2007 lebten

Kundenfrage

Sachverhalt:
Meine beiden Kinder, geb. 2006 und 2007 lebten nach der Scheidung von meinem Mann von 2012 bis letztes Jahr Mai 2017 bei mir. Ab Mai leben Sie nun bei Ihrem Vater. Das ganze war nicht geplant und auch nicht vorauszusehen, da mein Ex-Mann die Kinder manipuliert hat, damit sie bei ihm wohnen sollen. Daher ging ich bis Mai 2018 einer Halbtagesstelle nach. Mein Ex-Mann zahlte nicht mal ganz den Mindestunterhalt und ich erhielt zusätzliche Leistungen vom Landratsamt. Ich suchte eine Vollzeitstelle und fand eine zum 01.05.2018. Ich verdiene nun 1400,-€ netto. Ich habe meiner Anwältin mitgeteilt das ich der Familienkasse monatl. 36,90€ für zuviel gezahltes Kindergeld zurückbezahlen muss (ich hatte in der Zeit wo ich das Kindergeld bekommen habe und die Kinder schon bei meinem Ex-Mann lebten Aufstockung vom LRamt erhalten. Ich hatte plötzlich eine zu Große Wohnung und das LRamt hat für diese Zeit keine Nachberechnung gemacht. Kurz gesagt ich habe das Geld nicht zu meinem Vergnügen ausgegeben und muss es nun monatl. zurückbezahlen) Dann habe ich von einer Freundin ein Darlehen aufgenommen, da ich Reparaturen an meinem Auto hatte und Umziehen musste (dadurch Umzugskosten, neue Möbel brauchte und Kaution bezahlen musste) Dieser Freundin sollte ich das Darlehen innerhalb von 4 Jahren zurückbezahlen. Das bedeutet ab Mai 2018 wären das 200,,€/Monat (da bisher noch nichts zurück bezahlt). Dann habe ich einen Riesterrentenvertrag bei dem ich monatl. 35,-€ bezahle. Dann muß ich für meine Tochter die zusätzlichen Kosten für eine Zahnspange von 45,,€/Monat bezahlen (die Zahnspange für meinen Sohn bezahlt mein Ex-Mann). Zusätzlich habe ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung von 25,-€/Monat, Beruftbedingte Fahrtkosten von (12,6 km) 138,60€/Monat. Meine Mietkosten sind statt 380,-€, 440,-€/Monat (also erhöhte Wohnkosten da der Wohnungsmarkt sehr knapp ist). Mein Ex-Mann erhält seit der Verhandlung, das die Kinder bei ihm wohnen dürfen (Aufenthaltsbestimmungsrecht), Unterhaltsvorschuß. Meine Anwältin meint ich dürfe all die Verbindlichkeiten (da Mangelfall) nicht in Abzug bringen. Sein Anwalt meint das auch und ich müsse 432,-€/Monat für die Kinder bezahlen.
Meine 1. Frage: Muss ich Unterhaltsvorschuss zurück bezahlen, wenn ich zahlen will, jedoch nicht kann? ( auf der Internetseite: www.unterhalt.net steht, das man in so einem Fall nicht in Regress genommen werden kann.)
2. Frage: Der Selbstbehalt von 1080,,- € muss doch eingehalten werden und welche o. g. Verbindlichkeiten kann ich abziehen?
Gepostet: vor 3 Monaten.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Monaten.

Guten Abend.

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Frage 1: Der Unterhaltsvorschuss muss (irgendwann) an den Staat zurückbezahlt werden.

Frage 2: Das gilt aber nur beim Unterhalt, nicht beim Unterhaltsvorschuss.

Ob die Anwältin 238 Euro verlangen darf von Ihnen kommt darauf an, was Sie mit ihr ausgemacht haben.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Hallo, vielen Dank für Ihre Antwort. Zu Antwort 1 hätte ich noch eine Frage: Der gezahlte Mindestunterhalt vom LRamt an meine Kinder muss ich also auf jedenfall zurück zahlen? Zur Antwort der 2. Frage hätte ich noch etwas genauer Auskunft. Das bedeutet also das der Selbstbehalt, solange der Mindestunterhalt nicht bezahlt wird, nicht eingehalten werden muss und das keine meiner genannten Verbindlichkeiten angerechnet werden kann?
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Nein
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Monaten.

Der Unterhaltsvorschuss ist zurück zu zahlen .

Beim normalen Unterhalt wird der Selbstbehalt berücksichtigt und auch Ihre Verbindlichkeiten .

Beim Unterhaltsvorschuss bleibt das aber bezüglich der Bewilligung außen vor .

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Vielen Dank für die Beantwortung. Können Sie mir vielleicht noch sagen wie viel Euro mir zum Leben bleiben müssen. Gibt es da auch ein Mindestsatz?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Monaten.

1080 Euro.

Wenn der Unterhaltsvorschuss zurück gefordert wird, können Sie auch Stundung beantragen.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Sie sagten doch bei der letzten Beantwortung, das das beim Unterhaltsvorschuss außen vor bleibt? Verstehe ich jetzt nicht???
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Also bedeutet das, dass die 1080,-€ mir auf jedenfall bleiben müssen. Kann ich wenigstens die erhöhten Wohnkosten anrechnen?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Monaten.

Bei der Bewilligung ja.

Aber wenn es später zurück gefordert wird, müssen Sie nicht sofort zurück zahlen sondern können das stunden lassen, wenn Sie nicht genug Einkommen haben.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Ich hatte noch gefragt ob ich nicht wenigstens die erhöhten wohnkosten in Anzug bringen kann?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Monaten.

In dem Selbstbehalt sind Wohnkosten pauschal mit drin.

Wenn man nachweisen kann, dass zwangsläufig höhere Wohnkosten anfallen, kann man den Selbstbehalt erhöhen.

Das ändert aber nichts daran, dass die Kindesmutter für das Kind / die Kinder den Unterhaltsvorschuss von im Zweifel 205 Euro bekommt.

Und irgendwann meldet sich das Jugendamt oder eine höhere Stelle bei Ihnen und will das Geld zurück.

Dann können Sie, wenn Sie nicht leistungsfähig sind, aber eine Stundung beantragen und müssen erstmal nichts zurückzahlen.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Hallo, ich hätte noch eine abschließende Frage. Heißt das alles nun im Klartext: Da ein Mangelfall vorliegt muss ich von meinem Nettolohn 1400,-€ - 1080,-€ (SB )= 320,-€ bezahlen und kann überhaupt nichts in Abzug bringen? Nicht mal Berufsbed. Ausgaben?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Monaten.

Doch, natürlich kann man Abzüge machen.