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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 17990
Erfahrung:  Fachanwältin für Familienrecht, Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, Ehescheidungen, Unterhalt, Güterrecht, Umgang, elterliche Sorge, seit 20 Jahren als Anwältin zugelassen
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin mit meiner Frau seit

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin mit meiner Frau seit 2011 in Zugewinngemeinschaft verheiratet, wir haben zwei Kinder (6, 2). Da Geld bei uns bislang kein großes Thema war, haben wir hier mehr oder weniger finanziell nebeneinander hergelegt und immer, wenn wir etwas für Familienausgaben benötigt haben, haben wir etwas auf unser sog. "gemeinsames Konto" überwiesen.
Meine Frau ist psychisch krank und war hierzu 2012 über mehrere Monate in stationärer Behandlung. Danach war die Krankheit mit Hilfe von Psychopharmaka im Griff. Seit einigen Monaten treten verstärkt Symptome auf. Es fehlt bei ihr jedoch jegliches Krankheitsbewußtsein und sie lässt sich nicht dazu motivieren, zum Arzt zu gehen. Ich habe keine Beweise für die Krankheit vorliegen.
Nun hat sie - stark zu vermuten durch die psyschiche Krankheit - heute bei ihrem Arbeitgeber (M-DAX-Konzern), bei dem ich ebenfalls in herausgehobener Position beschäftigt bin, gekündigt, ich habe die Vermutung, aber nicht den Beweis, dass es im Vorfeld viel Ärger zwischen Ihr und ihrem Abteilungsleiter gegeben hat. Ich habe von dem vorlaufenden Prozess nichts mitbekommen, meine Frau hat mir jede Information vorgehalten und wurde davon heute überrascht.
Mit ihrer Kündigung hat verwirkt, dass sie eine Abfindung i.H.v. geschätzt 150 TEUR bekommt, die mutmaßlich bei geschickterem Verhalten drin gewesen wäre. Weiter hat sie geäußert, dass sie sich nciht arbeitslos melden will ("So eine Scheisse mache ich nicht") udn parallel angekündigt, sich ein Haus in der Nähe mieten zu wollen. In den letzten Monaten kamen verstärkt Internetkäufe dazu, meine Frau hat jede Relation zu Geld verloren.
Ich habe Angst davor, dass sie aufgrund der Zugewinngemeinschaftsregelung unser Vermögen verzehrt, ohne dass ich was dagegen machen kann.
Daher meine Fragen:
(1) Welche Möglichkeiten gibt es, das Vermögen der Familie vor den unkontrollierten Ausgaben (z.B. Unterzeichnen von Mietverträgen) meiner Frau zu schützen? Was musss ich gegenüber wem erklären?
(2) Was muss ich tun, um eine Vormundschaft zu beantragen, um z.B. ihre Kündigung anfechten zu können?
(3) Welche Schritte kann ich einleiten, um sie per Zwang beim Psychiater vorzustellen?
Wichtig bei allem: Mir geht es nicht darum, meine Frau über den Tisch zu ziehen, sondern meine Kinder zu schützen und ihnen ein sicheres und finanziell unabhängiges Groß werden zu ermöglichen. Erste Prio sind die Kinder, zweite Prio die Gesundheit meiner Frau, die dritte Prio ich.
Sehr geehrter Ratsuchender, vielen Dank ***** ***** freundliche Anfrage.Zugewinngemeinschaft bedeutet GüterTRENNUNG mit einer Ausgleichspflicht am Ende des Güterstandes.Sie sind also nicht für abgeschlossene Mietverträge Ihrer Frau haftbar
Eine Ausnahme sind kleinere Ausgaben.Hier haften Sie aufgrund der Schlüsselgewalt.Das sind aber nur Ausgaben bei denen eine Absprache zwischen den Ehegatten nicht erfolgt , zB der tägliche Einkauf.Mietverträge fallen nicht darunter .Wenn Sie nichts mitunterschreiben haften Sie nicht .Beim gemeinsamen Konto kann Sie sich aber bedienen .Hier kann sie im Verhältnis zur Bank , sog Aussenverhöltnis das gesamte Konto abräumen .Die Vermutung, dass jedem die Hälfte zusteht, nach 426 BGB gilt nur im Innenverhältnis zwischen IhnenSie müssen an das Betreuungsgericht und eine Betreuung beantragen .Das ist beim Amtsgericht, das für Sie zuständig ist .Die Kündigung können Sie nicht anfechten .Diese ist eine einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung und wird mit Zugang beim Arbeitgeber wirksam .Bei einer Rücknahne zB muss der Arbeitgeber zustimmen .Ihre Frau muss dann ja auch tatsächlich wieder arbeiten , ihre Arbeitskraft anbieten.Dazu kann man sie nicht zwingen , so dass das Arbeitsverhältnis dann so und so beendet werden muss.
Schreiben Sie an das Betreuungsgericht. Regen Sie eine Betreuung an .Schildern Sie hierzu die Fakten .Das Betreuungsgericht wird dann einen Gutachter schicken .Ich hoffe,ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bitte fragen Sie sehr gerne nach.Wenn ich helfen konnte freut mich eine positive Bewertung.Vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Hallo liebe Frau Schiessl,vielen Dank für Ihre Antwort. Folgende beiden Nachfragen hätte ich noch:(a) Wie hoch schätzten Sie bei dem geschilderten Sachverhalt die Chancen auf eine Vormundschaft ein und wie lange dauert der Prozess voraussichtlich?
(b) Gibt es bei der Schüsselgewalt Grenzen? Bei uns kommen jeden Monat ca. 50 Pakete mit für sich allein genommen geringen Wertbeträgen an. In Summe ist dies allerdings sehr viel. Kann ich das wirksam begrenzen?Vielen Dank!

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für die freundliche Nachfrage.

Ich kann den Zustand Ihrer Frau leider nicht beurteilen, aber nach Ihrer Schilderung braucht sie Hilfe in Fom einer Betreuung.

Wie lange so etwas dauert, kommt auf die Auslastung von Betreuungsgericht und Gutachter an, geht aber recht zügig.

Das Ausmass der Schlüsselgewalt hängt von den finanziellen Verhältnissen der Eheleute ab.

Man sagt, dass Geschäfte über die normalerweise keine Absprache zwischen den Eheleute erfolgen davon erfasst sind.

Man stellt auf das einzelne Geschäft ab, nicht auf die monatlichen Summen.

Von daher kann es nur durch eine Betreuung begrenzt werden, durch eine Trennung oder durch einen Ehevertrag , bei dem der Güterstand der Gütertrennung gewählt wird

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Liebe Frau Schüssl, vielen Dank, ***** ***** sind fürs erste gut beantwortet. Schönes Wochenende!
GerneBitte noch positiv bewerten , sonst werde ich nicht bezahltIhnen auch ein schönes Wochenende und alles Gute
Ich bitte höflichst um Mitteilung, was einer positiven Bewertung entgegensteht
Claudia Schiessl und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Die Tatsache, dass ich nicht minütlich auf meine Mails schaue und zum ersten Mal über dieses Portal Rat suche

Bitte verzeihen Sie, die nochmalige Ermahnung galt einem anderen Kunden