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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 28810
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, meine Frau und ich stehen kurz vor der Trennung nach

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, meine Frau und ich stehen kurz vor der Trennung nach ******. Wir haben *******. Sie möchte*******n und leider kann ich die Kinder alleine an meinem Wohnort nicht ausreichend versorgen. Es liegt meiner Meinung nach ein Ausbruch aus intakter Ehe vor,******. ********. ******* *******. Meine Frage: Wenn ich das Thema "Ausbruch aus intakter Ehe" beim Trennungsunterhalt NICHT thematisiere (aus den genannten Gründen) verliere ich dann das Recht ggf. beim nach-ehelichen Unterhalt ? Ich möchte unbedingt vermeiden, dass NACH dem Trennungsjahr weitere Unterhaltsansprüche geltend gemacht werden und dazu dann diesen Punkt anbringen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, den Unterhalt nach § 1579 BGB zu beschränken, dennoch aber den vollen Unterhalt zahlen, so kann dies in der Tat zu Problemen führen.

Wenn Sie einen Ausbruch aus einer Intakten Ehe im Rahmen des § 1579 BGB vortragen haben aber zuvor rügelos den vollen Unterhalt bezahlt, dann führt dies zwar nicht zu einem Anspruchsverlust, hat aber zur Folge, dass Ihr Zahlungsverhalten zugunsten Ihrer Frau bei der vom Gericjt durchzuführenden Billigkeitsabwägung zu berücksichtigen ist. Die Einschränkungen und Beschränkungen des Unterhalts durch § 1579 BGB werden durch Ihr Verhalten also gemildert werden.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Vielen Dank!
Was bedeutet "wird bei Billigkeitsabwägung berücksichtigt"?
Sinkt dann prozentual einfach die Chance, dass mein Ersuchen später überhaupt durchkommt ?
Ich argumentiere ja, dass ich im Trennungsjahr nicht das Wohl der Kinder bzw. den Frieden gefährden wollte und im Grunde nur den möglichen Aufstockungsunterhalt nach Scheidung angreifen möchte.
Es gäbe ohne den Aspekt "Ausbruch aus intakter Ehe" vermutlich keine andere Chance, nach einem Jahr um den Unterhalt herum zu kommen, oder?

Sehr Ratsuchender,

wenn Sie sich auf § 1579 BGB abberufen, dann muss der Richter Ihre Interessen gegen die Interessen Ihrer Ehefrau abwägen. § 1579 BGB ist eine Billigkeitsnorm, die dazu führt, dass der Unterhalt eingeschränkt werden kann oder gar ganz wegfällig. In die Abwägung des Richters fließt dabei natürlich ein, dass Sie zunächst Unterhalt gezahlt haben (der Richter wird dann denken: dann kanns ja so schlimm nicht gewesen sein oder "er hat ihr ja dann wohl verziehen"). Es fließen aber noch andere Gesichtspunkte mit ein, wie etwa die Tatsache dass Ihre Frau noch die Kinder betreuen muss, oder aber Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse oder das Alter und der Gesundheitszustand der Ehefrau.

Sind Kinder vorhanden, so führt die Abwägung nach § 1579 BGB meist dazu dass sich der Unterhalt reduziert und weniger dazu dass de UNterhalt fortfällt.

Eine Chance nach 1 Jahr um den Unterhalt herumzukommen sehe ich mit der Begründung jedenfalls als eher gering an.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Eine letzte Nachfrage dazu habe ich noch:
was könnte ich denn jetzt tun um zumindest zu dokumentieren, dass ich NICHT einverstanden bin und NICHT verziehen habe und dass ich lediglich zum Kindeswohl erstmal freiwillig zahle? Gibt es eine (kleinere) Alternative zur vollen gerichtlichen Auseinandersetzung zum Trennungsunterhalt?
Vielen Dank für die freundliche Hilfe!

Sehr geehrter Ratsuchender,

dies ist leider schwierig. Entweder Sie kürzen den Unterhalt oder nicht. Wenn Sie ihn nicht kürzen, dann wird dies zu Ihren Lasten bei der Billigkeitsabwängung berücksichtigt werden.

Wenn Sie keine gerichtliche Auseinandersetzung wollen, dann können Sie den nachehelichen Unterhalt natürlich einvernehmlich Regeln. In dieser Regelung können Sie sich dann auch einen Kürzungsbetrag einigen und auch einigen bis wann Unterhalt zu zahlen ist. Diese Vereinbarung müssen Sie natürlich auch notariell beurkunden.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.