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ragrass
ragrass, Rechtsanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 7573
Erfahrung:  mehrjährige Erfahrungen auf dem Gebiet des Familienrechts
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ragrass ist jetzt online.

Meine ehemalige Freundin möchte von mir Unterhalt haben.

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine ehemalige Freundin möchte von mir Unterhalt haben. Für die 5-jährige Tochter bezahle ich bereits 460€ im Monat (Düsseldorfer Tabelle-Stufe 10). Jetzt fordert Sie und auch das Jobcenter den Unterhalt für sie von mir in Höhe von monatlich 417€. Ihr Nettoeinkommen vor der Geburt der Tochter war ca. 1300€. Die Tochter ist halbtags im Kindergarten, dort gäbe es auch an zwei Wochentagen eine Nachmittagsbetreuung. Außerdem gäbe es in unserer Gemeinde einen weiteren Kindergarten mit 5-tägiger Ganztagsbetreuung. Die Gegnerpartei wirft mir außerdem Kindesmissbrauch vor, was ich nie und nimmer getan habe. Die Tochter soll deshalb traumatisiert sein und muss von der Mutter betreut werden. Seit Mai sind die beiden von mir ausgezogen, bzw. habe ich Ihnen eine Wohnung gesucht, es stimmte seit Monaten nicht mehr zwischen uns. Ich durfte mit meiner Tochter nichts alleine machen von Geburt an. Mein Ex-Freundin hat meine Tochter ständig isoliert und als ihr alleiniges Eigentum betrachtet. Nach §1615 l steht ihr laut Amtsgericht dieser Unterhalt zu, da das Kind besondere Betreuung braucht! Von seiten der Ex-Freundin ist leider alles erstunken und erlogen, sie beeinflußt das Kind ständig negativ!
Was kann ich dagegen machen bzw. wie kann ich dem Gericht beweisen dass Sie lügt und das Kind keine besondere Betreuung der Mutter braucht, und Sie dann ganztags arbeiten kann.
Vielen Dank ***** ***** für Ihre Hilfe

Sehr geehrter Fragesteller,

entschuldigen Sie die Rückfrage, um Missverständnisse zu vermeiden:

Das Argument für den "Mutterunterhalt" ist, dass das Kind wegen der Traumatisierung nicht fremdbetreut werden und die Mutter dadurch nicht arbeiten gehen kann ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Sehr geehrte Frau Anwalt,
ich habe morgen schon den Termin am Oberlandesgericht, hierfür kam schon ein Vergleichsvorschlag des OLG, den mein Anwalt und ich nicht annehmen. Das OLG schreibt:
Der Senat geht davon aus, dass der Antragstellerin dem Grunde nach ein Anspruch auf Unterhalt wegen Betreuung des gemeinsamen Kindes der Beteiligten zusteht.
Die Gegenpartei gibt unter anderm folgenden Hauptgrund dafür an:
Das Kind sei wegen des angeblichen sexuellen Übergriffs (der nicht stimmt!) traumatisiert und hat ein psychisches Leiden.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke, ***** ***** Justanswer genutzt haben.

Es steht und fällt somit offensichtlich mit der Tatsache, ob eine Traumatisierung und damit eine Betreuungsbedürftigkeit gegeben ist.Aus meiner Sicht kann das das OLG nicht einschätzen, sondern allenfalls ein Psychologe. Es sollte daher als Beweiserhebung beantragt werden, zur Betreuungsbedürftigkeit des Kindes ein Sachverständigengutachten einzuholen.

Ich hoffe, Ihnen einen Überblick gegeben zu haben und darf Sie um Bewertung der Antwort bitten. Falls noch Fragen bestehen, teilen Sie dies bitte mit.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.

Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst vielen Dank für das freundliche Telefonat.

Ich halte es nach Ihren Schilderungen für unerlässlich, dass das Kind sachverständig untersucht wird. Es sollte daher unbedingt nochmals der Beweisantrag "Sachverständigengutachten" gestellt werden, nämlich zum einen, um herauszufinden, was das Kind tatsächlich erlebt hat und zum anderen, welche Auswirkungen das Erlebte auf die Psyche hat und was dies für die Betreuungsbedürftigkeit des Kindes heißt.

Sollte man den Eindruck gewinnen, dass das Gericht tendenziell eher kein Gutachten einholen will, sollte man ggf. einen Befangenheitsantrag stellen.

Sollten Ihrerseits weitere Fragen bestehen oder entstehen, teilen Sie mir dies bitte mit, ich werde versuchen, hierauf umgehend einzugehen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin Grass,

vielen vielen Dank für Ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen ***

Sehr geehrter Fragesteller,

sehr gerne !

ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und alles Gute. Für das Verfahren drücke ich ganz fest die Daumen !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass