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rakrueger
rakrueger, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
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Meine Frau hatte 3 Schwangerschaften und als Resultat einen

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine Frau hatte 3 Schwangerschaften und als Resultat einen starken Hängebauch, der sie bei der Arbeit belastet und immer wieder für Probleme sorgt. Meine Frau ist gesetzlich krankenversichert und möchte eine Bauchdeckenstraffung durchführen. Der Bauch wurde schon mehrfach begutachtet. Die GKV kommt zu dem Ergebnis, eine Bauchstraffung ist eine Schönheitsoperation und lehnt jegliche Kostenübernahme ab.
Meine Frau möchte nun die Operation auf eigene Kosten durchführen, da es mit dem Hängebauch unerträglich ist, da sie körperlich schwere Tätigkeiten bei der Deutschen Post AG ausführt. Meine Frau würde zur Durchführung der OP von ihrem Frauenarzt krank geschrieben werden.
Um wieder körperlich arbeiten zu können, ist nach Aussage des Facharztes mit einem Arbeitsausfall von 12 Wochen zu rechnen.
Bekommt meine Frau 6 Wochen Krankengeld vom Arbeitgeber (AG) und danach 6 Wochen Krankengeld von der Krankenkasse oder kann sich die Krankenkasse und der AG
entziehen, da es sich angeblich um eine Schönheitsoperation handelt? Sollte meine Frau keine Leistungen vom AG und der Krankenkasse bekommen, hätte sie kein Einkommen. Könnte ihr damit der Austritt aus der GKV drohen?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Der Arbeitgeber kann möglicherweise die Entgeltfortzahlung verweigern. Denn es wäre eine selbstverschuldeter Arbeitsausfall und dafür muss der Arbeitgeber nicht zahlen. Ein Arbeitgeber muss nur das normale Krankheitsrisiko seines Arbeitnehmers tragen.

Die Krankenkasse muss möglicherweise auch kein Krankengeld zahlen. In § 52 Abs. 2 SGB V heißt es hierzu:

Haben sich Versicherte eine Krankheit durch eine medizinisch nicht indizierte ästhetische Operation, eine Tätowierung oder ein Piercing zugezogen, hat die Krankenkasse die Versicherten in angemessener Höhe an den Kosten zu beteiligen und das Krankengeld für die Dauer dieser Behandlung ganz oder teilweise zu versagen oder zurückzufordern.

Falls der Arbeitgeber Ihrer Frau kündigt, müsste sie sich selbst um einen Krankenversicherungsschutz kümmern. Sie könnte sich z.B. freiwillig gesetzlich versichern. Solange Sie noch nicht gekündigt ist, wäre sie als abhängig Beschäftigte weiterhin krankenversicherungspflichtig und damit Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie kann also in der GKV bleiben.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Wie kann ich noch helfen, besteht weiterer Klärungsbedarf?

Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung.

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Vielen Dank für Ihre Mühe!

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