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ragrass
ragrass, Rechtsanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 7569
Erfahrung:  mehrjährige Erfahrungen auf dem Gebiet des Familienrechts
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ragrass ist jetzt online.

Meine kleine Enkelin (4 Jahre) lebt mit ihrer Mama (meine

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine kleine Enkelin (4 Jahre) lebt mit ihrer Mama (meine Tochter, 27 Jahre) in meinem Haushalt. Ich bin 52 Jahre alt, arbeite 30 Stunden/Woche als Verkäuferin und bekomme dazu Witwenrente und von meiner Tochter einen Anteil zur Miete/NK. Meine Tochter ist ohne Beschäftigung, bezog bis Februar "Hartz IV". Da sie es versäumt hat, den Folgeantrag abzugeben, ist sie seit März ohne Leistungsbezug. Sie hat sich auch bis dato nicht darum gekümmert und verlässt sich darauf, dass ich die beiden schon versorge. Sie kümmert sich im allgemeinen um sehr wenig, leider gehört meine Enkelin auch dazu! Meine Tochter steht nicht vor 13h auf (wenn überhaupt), braucht Ewigkeiten, um mal in die Gänge zu kommen und läuft dann abends, wenn die Kleine im Bett ist, auf Hochtouren bis in die Nacht hinein. Da sie ja morgens nicht aufsteht, überlässt ihr Kind entweder mir oder aber sich selbst. Sie vernachlässigt die Kleine auf's Gröbste, sieht es aber nicht, da sie total auf ihren türkischen Freund (der schon handgreiflich wurde) fixiert ist und schlägt alle Bedenken meinerseits in den Wind. Die Kleine ist ein ausgesprochenes "Oma-Kind", unser Verhältnis ist wirklich sehr innig. Sie hängt sehr an mir und ich auch an ihr. Nun habe ich meiner Tochter ein Ultimatum gestellt. Sie soll sich bis zum Monatsende um ihre Angelegenheiten kümmern, die Kleine endlich im Kindergarten unterbringen und ihren Lebenswandel gefälligst ihrer Verantwortung dem Kind gegenüber ändern. Ansonsten würde ich ihr die Sachen packen, sie vor die Tür setzen und das Kind bei mir behalten. Ich hätte nie damit gerechnet, dass es jemand schafft, dass ich mich gegen mein eigenes Kind stelle. Aber meine Tochter zwingt mich ja geradezu, genau dieses zu tun. Nun kommt also meine Frage: Wenn es denn wirklich eskalieren sollte, habe ich überhaupt die Möglichkeit, meine Enkelin quasi in Pflege zu nehmen. Ich müsste mich ja von meinem Chef unentgeldlich beurlauben lassen. Würde ich von einem Amt finanzielle Unterstützung bekommen, hätte ich beim Jugendamt überhaupt eine Chance auf das Sorgerecht oder muss ich befürchten, dass sie zu Fremden käme und ich sie möglicherweise nicht mehr sehen dürfte. Beim Jugendamt war ich bisher nicht, eben wegen der Angst, dass die Kleine dann in Obhut genommen werden würde. Das möchte ich nun gar nicht.

Sehr geehrte Fragestellerin,

wie hoch ist denn die Witwenrente, die Sie beziehen ? Haben Sie irgendwelches Vermögen ? Fall ja welches und in welcher Höhe ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Die Witwenrente beträgt 169€. Vermögen habe ich keins, ganz im Gegenteil. Ich sehe mich leider gezwungen den Weg in die Privatinsolvenz zu gehen, falls ich mich mit dem Gläubiger nicht auf einen Vergleich einigen kann. Freundliche Grüsse

Sehr geehrte Fragestellerin,

danke, ***** ***** Justanswer genutzt haben und für den Nachtrag.

Natürlich gibt es keine Garantie, dass das Kind letztlich bei Ihnen bleiben darf, aber erfahrungsgemäß stehen die Chancen optimal, wenn es eine enge Kind-Großmutter-Beziehung gibt.

Sie müssen allerdings zunächst das Jugendamt von den Missständen in Kenntnis setzen, damit das Jugendamt der Kindesmutter die elterliche Sorge entzieht. Erst dann kann das Kind Ihnen in Obhut gegeben werden.

Wenn dies erfolgt, bekommen Sie natülich auch finanzielle Unterstützung für das Kind vom Jugendamt und Sie müssten ggf. ALG II beantragen.

Ich hoffe, Ihnen einen Überblick gegeben zu haben und darf Sie um Bewertung der Antwort bitten. Falls noch Fragen bestehen, teilen Sie dies bitte mit.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrte Fragestellerin,

kann ich noch etwas tun für Sie ? Falls nicht bitte ich Sie erneut, eine Bewertung vorzunehmen. Ich bedanke ***** *****ür Ihre Fainess !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Die Kleine käme ja dann erstmal in eine Pflegefamilie und genau das möchte ich gerne vermeiden. Kann ich das nicht umgehen, indem ich beim Familiengericht die Vormundschaft, bzw das Sorgerecht beantrage?
Freundliche Grüsse

Sehr geehrte Fragestellerin,

nein das muss nicht sein !Es sind mir viele Fälle bekannt, wo das Kind sofort in die Obhut der Großeltern gegeben wurde.

das Sorgerecht können Sie nicht beantragen, dass steht nur den Eltern zu. Die Vormundschaft kann übertragen werden, aber erst durch das Jugendamt. Der weg ist: Entziehung Sorgerecht, Vormundschaft Jugendamt, Vormundschaft Großmutter.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrte Fragestellerin,

bestehen denn noch weitere Fragen ? Wenn nicht, bitte ich erneut um Bewertung der Antworten. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.