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a.merkel
a.merkel, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 2302
Erfahrung:  LL.M. Eur
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a.merkel ist jetzt online.

Aktuell lebe ich alleine mit meinem 6 monatigen Kind. Der

Diese Antwort wurde bewertet:

Aktuell lebe ich alleine mit meinem 6 monatigen Kind. Der Vater lebt von uns getrennt, wir sind aber in guten Verhältnissen miteinander. Der Vater zahlt seiner Noch-Ehefrau und den gemeinsamen 2 Kinder Unterhalt (ca. 2.000€/monatlich) und das seit 2 1/2 Jahren. Des Weiteren zahlt er auch die private Krankenversicherung für die Kinder und auch die Selbstbeteiligung für die KK. Er lebt seit der Trennung knapp unter dem Existenzminimum. Der Richter hat ihn verpflichtet solange zu zahlen, bis keine Scheidung in Kraft tritt auch wenn das Trennungsjahr schon längst vorbei ist. Ex- Frau versucht es so lange wie möglich die Scheidung nach hinten zu verschieben. Bis heute mit Erfolg!

Mein Kind und ich haben zwar Anspruch auf Unterhalt dem Vater gegenüber und der Vater möchte für uns aufkommen, leider bleibt ihm kein Geld übrig. Es wurde letztes Jahr kurz vor der Geburt unseres Kindes vom Vater einen Eilantrag im Gericht gestellt, in dem er seine neue Unterhaltsverpflichtungen und entsprechend seine Zahlungsunfähigkeit uns gegenüber darstellt. Der Richter hat den Antrag ignoriert. Es wurde eine Klage gegen den Richter gestellt. Das Gericht meint, der Richter sei jung und neu und man solle ihm Zeit lassen. Also Klage abgewiesen. 7 Monate nach der Klage immer noch keine Entscheidung.

Ich habe einen Anwalt beauftragt, der den Vater auffordert zu zahlen. Der Vater hat diese Aufforderung ebenso im Gericht eingereicht. Gericht tut nichts. Ich habe bis jetzt auf ein Gerichtsstreit verzichtet, da ich geglaubt habe, dass das Gericht einsieht, dass der Ex-Frau weniger bezahlt werden kann, weil sie auch eigene Einkommen hat, damit zumindest das Neugeborene Unterhalt bekommt.

Mittlerweile habe ich den Anspruch auf Unterhalt beim Jugendamt geltend gemacht. Der Vater wurde vom Jugendamt ebenso verpflichtet zu zahlen. Auch dieses Schreiben hat der Vater im Gericht vorgelegt. Vom Gericht keine Reaktion.

Vor der Geburt habe ich gut verdient. Ich bekomme für 24 Monate Elterngeld. Dies ist leider unter dem Existenzminimum. Alle meine Reserven sind aufgebraucht.

Ich bin mittlerweile verzweifelt wie ich hier vorgehen soll/muss.

Daher bin ich Ihnen um einen Rat sehr dankbar.

Besten Dank

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich beantworte Ihr Anliegen auf Basis Ihrer Angaben folgendermaßen:

Zunächst einmal betrifft es Sie nicht, wenn das Gericht eine Entscheidung zur Unterhaltsabänderung nicht schnell trifft. Der Anspruch auf Unterhalt besteht trotzdem und der unterhaltspflichtige Elternteil kann auch unter das Exitenzminimum rutschen, wenn dadurch die Unterhaltsbeiträge gezahlt werden. mit anderen Worten, Sie müssten sich um die Abänderung des Unterhaltstitels des Vater grundsätzlich keine Gedanken machen, sondern können den Unterhalt einfordern, bzw. einklagen.

Da ich aus Ihrer Bescheibung herauslese, dass Sie den Vater nicht unter das Existenzminium treiben möchten, können Sie zunächst Unterhaltsvorschuss beim Jugendamt beantragen. Unterhaltsvorschuss hat jede(r) Alleinerziehende(r), wenn der Unterhaltspflichtige nicht zahlen kann, oder nur unregelmäßig zahlt. Mit Zahlung des Unterhaltvorschusses geht der Unterhaltsanspruch in dieser Höhe auf das Jegendamt über, so dass sich das Jugendamt dann um die Rückzahlung bei Vater kümmert. Unterhaltsvorschuss ist schlussendlich genau für diese Fälle gedacht, in denen der Unterhaltspflichtige nicht zahlen kann. Dies ist für Sie die günstigste Lösung, da Sie Unterhalt für Ihr Kind erhalten und damit nicht auf die Rechtskräftige Scheidung oder Abänderung des Unterhaltstitels warten müssen.

Wird dann der Unterhalt abgeändert und der Vater zahlt, teilen Sie dies dem Jugendamt mit, damit die Unterhaltsvorschusszahlung gestoppt wird.

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Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Sehr geehrte Frau Merkel,herzlichen Dank für Ihre Antwort. All das, was Sie mir mitteilen, kenne ich allzu gut. Mir geht es darum, dass der Vater für seine anderen 2 Kinder einen hohen Unterhalt zahlt und für sein drittes Kind eben nicht in der Lage ist. Und der Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt ist sehr gering. Diesen bekomme ich vom Jugendamt auf mein Konto überwiesen.Auch ich habe Unterhaltsanspruch. Der Vater ist auch mir gegenüber verpflichtet Unterhalt zu zahlen.Meine Frage ist folgende: wie sehen die Erfolgsaussichten, wenn ich den Vater gerichtlich auffordere Unterhat für mich und für mein Kind zu zahlen?Ich möchte dem Vater zwar nicht schaden, aber ich muss auch von irgendetwas leben können. Seine Ex-Frau hat dagegen mehr Einkommen als wir zusammen (Vater und Mutter und drittes Kind).Danke ***** *****
Mit freundlichen Grüßen
Ein Ratsuchende

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