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RHGAnwalt, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 782
Erfahrung:  Dipl. Forstwirt (univ.) Mediator Fachanwalt für Familienrecht Systemischer Berater
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Meine Tochter (32 Jahre alt) hat ihre Ausbildung als

Diese Antwort wurde bewertet:

meine Tochter (32 Jahre alt) hat ihre Ausbildung als Gymnasiallehrerin erfolgreich abgeschlossen und ist jetzt auf Stellensuche. Sie hat eine 12-jährige uneheliche Tochter, deren Vater Lehrer in Gelsenkirchen ist.Jedes 2.Wochenende holt er seine Tochter zu sich und bringt sie auch wieder zurück. Da er unlängst geheiratet hat und sich in Duisburg ein Haus kaufen will, möchte er für seine Tochter jetzt weniger Unterhalt zahlen, da er ja mehr"Ausgaben"hätte. Außerdem soll meine Tochter sich eine Stelle als Lehrerin in nicht allzugroßer Entfernung (hauptsächlich Ruhrgebiet) suchen und künftig die Hälfte des Weges der gemeinsamen Kindes beim Besuch des Vaters bestreiten.
Wie ist die Rechtslage zu diesem Fall? Vielen Dank ***** ***** Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage:

Da hat sich der Herr Vater etwas feines ausgedacht - aber er wird da nicht weit damit kommen.

Denn er hat vielleicht mehr Ausgaben, aber das Kind steht im ersten Rang, was Unterhalt betrifft. Und da hat er alles dafür zu tun, dass der Unterhalt auch bezahlt werden kann. Ich würde ein solches Ansinnen damit kontern, dass ich, soweit dies möglich ist (2-Jahres-Sperre) - er wieder Auskunft über sein Einkommen und Vermögen erteilen muss.

Schließlich profitiert er von der neuen Ehe durch die Steuerklasse III - gegenüber der I als unverheirateter (selbst IV wäre noch von Vorteil) - und der Vorteil kommt dem Kind zugute.

Auch nimmt die Rechtsprechung einen Bonus von 10 % an, der durch Ersparnisse wegen des Zusammenlebens mit einem neuen Partner zum Tragen kommt, Haushaltsersparnis genannt. Ihre Tochter braucht sich auch keine neue Stelle in der Nähe suchen - schließlich wäre ihr Einkommen nur dann relevant, wenn sie mindestens das 3-4-fache des Vaters netto verdienen würde (ohne Kindergeld).

Schließlich trägt der Umgangsverpflichtete - also hier der Vater - die Kosten des Umgangs. Das ist durchweg ständige Rechtsprechung an deutschen Famiiengerichten. Etwas anderes wird ausnahmsweise nur dann angenommen, wenn die Mutter absichtlich die Distanz vergrößert.

Wenn er sich ein Haus kaufen will, dann wird ihm die ersparte Miete als fiktives Einkommen dazu gerechnet.

Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit weiter helfen konnte und freue mich auf Ihre wohlwollende Bewertung

Herzlichst Ir

Roland Hoheisel-Gruler

Fachanwalt für Familienrecht

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