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ragrass
ragrass, Rechtsanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 6931
Erfahrung:  mehrjährige Erfahrungen auf dem Gebiet des Familienrechts
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ragrass ist jetzt online.

Als mein Mann vor ca 3 Jahren verstarb, war ich im 6. Monat

Diese Antwort wurde bewertet:

Als mein Mann vor ca 3 Jahren verstarb, war ich im 6. Monat schwanger. Mein verstorbener Mann steht auch in der Geburtsurkunde des Kindes. Allerdings hatte ich zu der Zeit ein Verhältnis mit einem ebenfalls verheirateten Mann, der ebenso als Vater in Frage käme. Da ich ihn schützen wollte, stellte ich die Vaterschaft bisher nie in Frage. Wir sind noch immer zusammen und es ist schon belastend,keine Klarheit zu haben, auch würde ich gerne, falls er es denn ist, ihn als Vater auf der Geburtsurkunde stehen haben. Wie können wir das im Nachhinein klären und wie sieht es dann mit der bereits erhaltenen Halbwaisenrente für das Kind aus?

Sehr geehrte Fragestellerin,

danke für die Nutzung von Justanswer.

Sie müssten zunächst die Scheinvaterschaft (sofern Ihr verstorbener Mann nicht Vater war) anfechten. Erst danach kann die Vaterschaft gegenüber Ihrem Partner festgestellt werden. Mit abgeschlossener Vaterschaftsanfechtung würde der verstorbene Mann als Vater ausscheiden und damit haben Sie auch keinen Anspruch auf Halbwaisenrente mehr.

Es wäre grundsätzlich auch möglich, dass der Bescheid rückwirkend aufgehoben wird und Sie somit die Rente zurückzahlen müssen.

Ich hoffe, Ihnen einen Überblick gegeben zu haben. Falls noch Fragen bestehen,stellen Sie diese bitte.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Hallo,
wie und an welcher Stelle kann ich die Scheinvaterschaft anfechten?

Sehr geehrte Fragestellerin,

das müsste über einen Antrag beim Amtsgericht erfolgen.

Allerdings ibt es zwei Umstände, die vermutlich ein solches Vorgehen unmöglich machen. Dies ist zum einen der Zeitablauf, nämlich, dass Sie schon seit mehr als 2 jahren den verdacht haben, dass der rechtliche vaterb nicht der biologische ist.

Zudem ist ein Anfechtungsverfahren nicht mehr möglich, dass der rechtliche Vater verstorben ist.

Letztlich können Sie nur für sich Klarheit gewinnen, indem Sie einen "außergerichtlichen" Vaterschaftstest anstrengen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrte Frau Ragrass,
demnach würden wir zwar durch den Vaterschaftstest Klarheit haben, aber keine Möglichkeit, den Namen auf der Geburtsurkunde zu ändern?

Sehr geehrte Fragestellerin,

genau, das ist richtig, anders ist es rechtlich aber nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Liebe Frau Ragrass,
würde sich in so einem Fall evtl das Jugendamt einbringen, oder fällt das raus, weil ich von dort keinen Unterhaltsvorschuß beziehe und ein vermeintlicher Vater in der Geburtsurkunde steht?

Sehr geehrte Fragestellerin,

das Jugendamt würde bei einem gerichtlichen verfahren immer eingeschlatet. Allerdings haben diese auch keine anderen Möglichkeiten, also die Geschilderten.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.