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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 28810
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
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RASchiessl ist jetzt online.

Es geht um Unterhalt. Mein Ex-Partner und ich sind Eltern

Diese Antwort wurde bewertet:

Es geht um Unterhalt.
Mein Ex-Partner und ich sind Eltern von zwei Kindern (7 und 3 Jahre). Wir leben seit 3 Jahren getrennt.
Wir sind beide Studenten. Ich beziehe UVG-Leistungen. Das Landesamt für Finanzen hat ein Verfahren gegen ihn geführt und verloren. Er wurde als Student für 'nicht leistungsfähig' erklärt.
Ich bin nun aber auch Studentin und arbeite seit 7 Jahren neben der Betreuung der Kinder und dem Studium (vormals Ausbildung) nebenbei, um den Kindern ein Mindestmaß an finanzieller Stabilität zu ermöglichen.
Meinerseits wurde nie ein Titel erwirkt.
Die Frau von den Beistandschaften sagt, dass es keine Chance auf einen Titel gäbe, da bereits der UVG Anspruch abgewiesen worden ist.
Ich wäre bereit, weiterhin zusätzlich zur Kinderbetreuung und Studium zu arbeiten, möchte aber wenigstens, dass ein Titel erwirkt wird (wenigstens auf 2x das hälftige Kindergeld) und er dann in einigen Jahren - wenn er verdient - wenigstens dieses Geld zurück zahlen muss.
Die Dame von den Beistandsschaften (Jugendamt) sagte allerdings, dass sie da keine Chance sähe, weil er ja bereits gerichtlich als 'nicht leistungsfähig' erklärt worden sei und der UVG-Anspruch zunächst bedient werden müsse und dann erst mein Anspruch.
Sie sagte, wenn ich da jetzt etwas gerichtlich unternehme, werde ich damit rechnen müssen, dass ich die Prozesskostenhilfe nicht bekomme und die Kosten des Verfahrens zu tragen hätte.
Ist diese Auskunft richtig? Oder gibt es irgendwie doch eine Chance, dass ich zumindest in einigen Jahren dann etwas bekommen könnte?
Es ist doch nicht gerecht, dass ich hier alles tue (Betreuung der Kinder, Finanzielles und Studium) und er gar nichts leistet.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Dame vom Jugendamt hat leider recht.

Wenn sich Ihr Expartner in seiner ersten Ausbildung (Studium) befindet, dann hat er neben seiner Ausbildung leider keinerlei Pflicht einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Da er sich in seiner Erstausbildung befindet, muss er nicht noch nebenbei Arbeiten und ist daher grundsätzlich leistungsunfähig.

Wenn Sie also den Expartner auf Unterhalt verklagen wollen oder aber Verfahrenskostenhilfe beantragen für eine solche Klage, dann ist die Wahrscheinlichkeit leider groß, dass Ihr Antrag abgewiesen wurde.

Anders verhält es sich dagegen, wenn die Ausbildung Ihres Expartners beendet ist. Dann muss er jede Arbeit annehmen um zumindest den Mindestunterhalt leisten zu können. Dann haben Sie auch einen Anspruch auf einen Titel.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Fachanwalt für Familienrecht

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Er hat allerdings schon bereits nun den 4ten Studiengang angefangen und ist momentan in seinem insgesamt 11ten Semester. Kann man das wirklich noch als ERST-Ausbildung werten? Das Gericht hat das getan, aber ich finde nicht, dass dies gerecht ist.

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn er die 4. Ausbildung begonnen hat, dann spricht dies natürlich gegen eine Erstausbildung. In diesem Falle wird es darauf ankommen warum die drei vorherigen Ausbildungen abgebrochen worden sind. Gilbt es hierfür keinen Grund so liegt meiner Ansicht nach auch keine Erstausbildung vor mit der Folge dass eine Arbeitsplficht und daher auch eine Unterhaltspflicht besteht.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Fachanwalt für Familienrecht

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Zunächst erfolgte ein Studium der Ingenieurwissenschaften, dann eines in Mathematik, schließlich BWL und aktuell Jura.
Der Beschluss hängt an. Ist es sinnvoll, dagegen vorzugehen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank. Den Bschluss habe ich mir angesehen. Hier hat das Gericht schon sehr zugunsten des Kindsvaters argumentiert (auch Jura kommt es auf die Feinheiten der Deutschen Sprache an).

Ich meine dass Sie hier eine Klage unter Gewährung von Verfahrenskostenhilfe in jedem Falle probieren sollten.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Fachanwalt für Familienrecht

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Herzlichen Dank. Meinen Sie, ich müsste damit rechnen, dass ich das Verfahren zu bezahlen hätte?

Sehr geehrter Ratsuchender,

das ist nicht auszuschließen, wenn das Gericht auch bei Ihrer Klage bei einer solchen vaterfreundlichen Ansicht bleiben sollte

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Fachanwalt für Familienrecht

RASchiessl und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.