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rakrueger
rakrueger, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 4466
Erfahrung:  Lanjährige praktische rechtsübergreifende Tätigkeit als Rechtsanwalt
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rakrueger ist jetzt online.

Guten Tag, am 09.01.2003 überwies ich 10.000,00 EUR an

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
am 09.01.2003 überwies ich 10.000,00 EUR an meinen Sohn zur Gründung einer GmbH für sein Logistik-Unternemen. Ich war nun als Gesellschafterin eingetragen. Es gab noch einen 2. Gesellschafter, den ich erst beim Notar kennen lernte. Mein Sohn hatte schriftlich die Zusage gegeben, dass er mir das Geld schnellstens zurück bezahlt. Nach einigen Monaten hat er den Betrag von 25.000,00 EUR abgehoben, um andere Verpflichtungen zu bezahlen, was ich viel zu spät erfahren habe. Einige Jahre später musste er Konkurs anmelden und hatte seine GmbH- Einlage natürlich nicht auf das Geschäftskonto zurücküberwiesen. Ich bekam dann einen Brief
von seinem Insolvenzanwalt im August 2008 mit der Forderung, innerhalb 14 Tage den Betrag von EUR 14.100,00 (mit Zinsen) zu bezahlen. Das Geld wurde dann Gott sei Dank von seinem Vater bezahlt, da ich nicht mehr helfen konnte.
Er hat dann nach einiger Zeit wieder eine Firma gegründet, leider auch wieder Spedition und ist seit Februar 2016 wieder im Insolvenzverfahren. Da diese 2. Firma keine GmbH war, haftet er mit seinem Gesamtvermögen und musste daher auch eine Verbraucher- bzw. Regelinsolvenz anmelden. Sein Insolvenzverfahren ist noch nicht abgeschlossen und wenn dies der Fall ist, dauert es nochmals 3- 4 Jahre, in denen er monatlich seinen pfändbaren Teil von seinem Gehalt abgezogen bekommt. So wie er mir schreibt, dauert es dann zusätzlich nochmals 2 Jahre, bis sein Schufaeintrag wieder jungfräulich ist und er neue Schulden eingehen kann.
Er arbeitet nun als LKW Fahrer und hat eine monatl. Gehaltspfändung von EUR 450,00.
Meine Frage wäre nun: Habe ich eine Chance einen Titel zu erwirken? Was kann ich tun, um mein Geld zurück zu bekommen. Ich bin ab dem 01.März 2018 in Rente und er wusste, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt das Geld wieder benötige.
Mit freundlicen Grüßen
Brigitte Sauer ***@******.***

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Zur Bearbeitung Ihrer Anfrage muss ich zunächst höflichst nachfragen:

Es ist leider schwierig für Sie, Ihr Geld zurückzubekommen.

Zum einen kann Ihre Forderung verjährt sein.

Zum anderen anderen kann Ihnen möglicherweise entgegen gehalten werden, dass Sie eine Gegenleistung für Ihr Geld bekommen haben, nämlich die Beteiligung an der Gesellschaft. Und wenn dem so war, dann haben Sie keinen Anspruch auf Rückzahlung Ihrer Einlage. Es wäre dann bedauerlicherweise ein Verlust, der zum unternehmerischen Risiko gehört.

Und hinzu kommt, dass Ihre Forderung durch das Insolvenzververfahren Ihres Sohnes mit abgegolten sein könnte. Das gilt jedenfalls dann, wenn Sie die Möglichkeit erhalten haben, die Forderung in dem Insolvenzverfahren anzumelden.

Sie können natürlich trotzdem versuchen, Ihren Sohn zu verklagen, um Ihre Forderung tituliert zu bekommen. Aber wie oben dargelegt, besteht ein Risiko, dass Sie im Prozess unterliegen werden.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

rakrueger und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Ich hatte keinerlei Gegenleistung oder Zahlung erhalten als Gesellschafterin.

Sie sind Gesellschafterin geworden. Das könnte die Gegenleistung sein, weil Sie als Gesellschafterin einen Anspruch auf Gewinnbeteiligung hatten.

Und es bleibt auch noch die Verjährung und das Insolvenzverfahren. Beides kann Ihre Forderung zu Nichte machen.