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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 18002
Erfahrung:  Fachanwältin für Familienrecht, Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, Ehescheidungen, Unterhalt, Güterrecht, Umgang, elterliche Sorge, seit 20 Jahren als Anwältin zugelassen
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Ich möchte mich gerne zum Familienrecht beraten lassen - was

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich möchte mich gerne zum Familienrecht beraten lassen - was wird das kosten?
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: Ich habe eine Frage zu nachehelichem Unterhalt.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für die Anfrage

Sie haben 48 Euro ausgelobt

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Danke ***** ***** wie geht es jetzt wieter - kann ich einfach online meine Frage stellen?

Ja

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Dann stelle ich jetzt meine Frage. Wenn ein Paar sich nach 26 Jahren Ehe scheiden läßt und die Frau nur geingfügig beschäftigt war mit 5 Stunden die Woche hat sie ja Anspruch auf nachehelichen Unterhalt. Dieser wird in der Höhe vermutlich von ihrem Einkommen abhängen. Nehmen wir an die Frau hat einen Beruf nämlich Verkäuferin. Muss sie dann nach der Scheidung in diesem Beruf arbeiten oder kann sie eine Ausbildung beginnen, um einen Beruf zu erlangen der ihr besser gefällt? Und muss der Ex-Mann dann den Unterhalt in voller Höhe zahlen, auch wenn die Frau bei Aufnahme einer Berufstätigkeit mehr verdienen würde als im Zuge dieser Ausbildung? Und letzte Frage: muss der unterhaltspflichtige Ex-Mann der Ausbildung zustimmen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für die freundliche Anfrage

Ist das Trennungsjahr vorüber muss die Frau ganztags arbeiten und zwar als Verkäuferin.

Einen Anspruch auf sog Ausbildungsunterhalt hat sie nur dann, wenn sie WEGEN der Ehe eine Schulausbildung nicht angenommen oder abgebrochen hat, sons nicht.

Nimmt sie dennoch eine Ausbildung auf, kann man ihr das nicht verbieten.

Sie muss sich dann aber das, was sie als verkäuferin verdienen könnte als Einkommen zurechnen lassen.

ANHANG

§ 1575 BGB

1) Ein geschiedener Ehegatte, der in Erwartung der Ehe oder während der Ehe eine Schul- oder Berufsausbildung nicht aufgenommen oder abgebrochen hat, kann von dem anderen Ehegatten Unterhalt verlangen, wenn er diese oder eine entsprechende Ausbildung sobald wie möglich aufnimmt, um eine angemessene Erwerbstätigkeit, die den Unterhalt nachhaltig sichert, zu erlangen und der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung zu erwarten ist. Der Anspruch besteht längstens für die Zeit, in der eine solche Ausbildung im Allgemeinen abgeschlossen wird; dabei sind ehebedingte Verzögerungen der Ausbildung zu berücksichtigen.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Vielen Dank. Muss aber der zahlungspflichtige Partner dieser Ausbildung zustimmen? Beziehungsweise gilt es als Zustimmung wenn die Frau ihm von ihrem Plänen berichtet und er diesen weder wiederspricht, noch sie darauf hinweist, dass sie sich das was sie als Verkäuferin verdienen könnte als fiktives Einkommen anrechnen lassen muss? Kann ein Richter dann sagen: "Sie kannten die Pläne und haben diesen nicht widersprochen also müssen Sie die Ausbildung jetzt auch die nächsten drei Jahre finanaziell unterstützen"?

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Partner muss nicht zustimmen, da ja das Einkommen dann angerechnet wird.

ER muss sie auch nicht darauf hinweisen.

Die Voraussetzungen regelt vielmehr das Gesetz

Wie überall im Unterhaltsrecht müssen EHEBEDINGTE Nachteile vorliegen.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Dann hängt das wohl davon ab, was ein ehebedingter Nachteil ist. Wenn die Frau argumentiert, eigentlich wollte ich diese Ausbildung schon immer machen, ich bin eben nur nicht dazu gekommen, weil ich meinem Mann den Haushalt geführt habe, ist das dann bereits ein ehebedingter Nachteil insbesondere wenn die Frau im realen Leben diesen Wunsch innerhalb der Ehe nie angesprochen und mit dem Ehemann besprochen hat?

Sehr geehrter Ratsuchender,

die bloße Behauptung genügt hier nicht, sondern sie muss hier schon einen Nachweis erbringen, welche Ausbildung sie damals nicht angefangen oder abgebrochen hat

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Vielen Dank ***** ***** abschließende Frage wenn möglich. Kann eine Frau neben dem nachehelichen Unterhalt zusätzlich auch die finanzielle Unterstützung ihres Ex-Mannes zur eigenen Rentenvorsorge einklagen? Also als gesonderten Anspruch wenn sie meint der Unterhalt plus ihr Einkommen reiche für eine private Rentenvorsorge nicht aus und in der Ehe hat der Mann ihr eine solche ja auch bezahlt?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank-

das wäre der sog Vorsorgeunterhalt, der kürzt aber den normalen Unterhalt, so dass dieser äußerst selten in Anspruch genommen wird

Der Vorsorgeunterhalt wird mit einem Prozentsatz aus dem Unterhalt ermittelt und dann vom Einkommen, aus dem der Unterhalt berechnet wird wieder abgezogen.

Wird seltenst gemacht

Claudia Schiessl und 3 weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.