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RHGAnwalt
RHGAnwalt, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 928
Erfahrung:  Dipl. Forstwirt (univ.) Mediator Fachanwalt für Familienrecht Systemischer Berater
98035192
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Sehr geehrte Damen und Herren, Assistentin: Vielen. Können

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: sorry, zu schnell die Enter-Taste gedrückt. Meine Frau und ich wollen uns nach erfolgtem Trennungsjahr scheiden lassen. Außer Zweifel steht der Unterhalt, den ich für die zwei Kinder bis zum Ende des Studiums zu zahlen habe. Meine Frage bezieht sich auf einen Ehegattenunterhalt nach Scheidung, den ich möglicherweise zu zahlen habe. Wie lange muss dieser Unterhalt gezahlt werden? Anmerkung: meine Frau ist Beamte im gehobenen Dienst und bewohnt das gemeinsame Haus. Hat sie überhauipt Anspruch auf einen solchen Unterhalt? Zählen hier Argumente wie Kindererziehung, verwirkte Karriere? Danke ***** ***** Rat.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Anfrage:

Beim nachehelichen Unterhalt kommt es zunächst darauf an, ob die Ehefrau sich nicht selbst versorgen kann. Als Beamtin im gehobenen Dienst dürfte sie ein gutes Einkommen haben. Wenn sie im gemeinsamen Haus wohnen bleibt, hat sie zusätzlich hierzu Ersparnisse aus mietfreiem Wohnen.

Konkret lässt sich ein Unterhalt der Höhe nach dann berechnen, wenn alle Zahlen auf dem Tisch liegen - dabei wird der Unterhalt, den SIe den Kindern gewähren, berücksichtigt.

In der Regel rechnet sich die Dauer, in der ein Unterhalt bezahlt wird (wenn die Voraussetzungen nach § 1569ff. BGB auch gegeben sind) ein Drittel der Ehezeit, also bei 15 Jahren Ehe 5 Jahre Unterhalt.

Verwirkte Karriere würde dann berücksichtigt, wenn sie einen dauernden Nachteil der ehebedingt ist, erlitten hätte. Dies hängt auch mit der Berücksichtigung der Kindererziehung zusammen. Das müsste sie aber darlegen und beweisen können.

Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit weiter helfen konnte und freue mich auf Ihre wohlwollende Bewertung.
Herzlichst Ihr

Roland Hoheisel-Gruler

Fachanwalt für Familienrecht

Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Meine Frage ist weniger die Höhe des Unterhalts (den rechnet ihr Anwalt nach der 3/7 Regel), sondern der Anspruch und die Dauer als solcher. Wir sind 30 Jahre verheiratet, sie hat immer in Teilzeit als Lehrerin gearbeitet, in den letzten Jahren mit 90%. Zum Zeitpunkt der Eheschließung waren wir beide Studenten. Ich würde mich gerne mit einer Einmalzahlung (wenn überheupt ein Anspruch besteht) vergleichen. Mein aktuelles Nettoenkommen beträgt ca 5000 € (Kl.3), ihr Einkommen liegt bei ca. 2.800 € (Kl.5) incl. Kindergeld für 2 Kinder.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
erhalte ich noch eine Antwort? ich werde gegen weitere Zahlung zum Telefonieren animiert.

Wenn sie nun vollschichtig als Lehrerin arbeiten kann - woran ja eigentlich kein Zweifel besteht, dann wird es schwierig, einen Unterhaltsanspruch überhaupt zu bekommen.

Einerseits wäre zwar das Kindergeld rauszurechnen, da es unterhaltsrechtlich nicht relevant ist, andererseits wären Sie beide aber für den nachehelichen Unterhalt zwangsläufig mit der Steuerklasse I zu besteuern.

Ein ehebedingter Nachteil würde sich dann schwer errechnen lassen, es bliebe allenfalls noch ein so genannter Aufstockungsunterhalt, der für eine gewisse Zeit die nacheheliche Solidarität nachwirkt

die Antwort ist ... unterwegs.....

Wenn Sie dann noch die Unterhaltszahlungen für die Kinder gegenrechnen, bliebe allenfalls eine Differenz von wenigen hundert EUR - wenn Sie das abgelten wollen, müssten Sie dies mit der Anzahl der Jahre multiplizieren, das wären maximal 10 nach Ihren Angaben.

Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Das sind nach Angaben des Anwaltes meiner Frau ca. 500€ im Monat aktuell, es erhöht sich nach Wegfall des Unterhaltes auf 800 €. Grob überschlagen sind das in 10 Jahren zwischen 90 - 100 T€. Kann das wirklich sein?
Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Wäre das die Ausgangsbasis für einen Vergleich?

500 * 12 = 6000.00 p.a

macht in 10 Jahren 60.000,00

800 * 12 = 9.6000,00 p.a

Bei einem entsprechenden Vergleich würde ich noch ins Spiel bringen: Das Geld ist SOFORT verfügbar und kann gegebenenfalls in einer entsprechenden Anlage verzinst werden.

Die Ehefrau könnte sofort wieder heiraten - Wiederheirat würde den Unterhaltsanspruch erlöschen lassen

Der Anspruch auf Aufstockung oder ehebedinger Nachteil liegt in diesem Bereich von ca. 500 EUR eher auf einem niedrigeren Niveau

Ich würde da allenfalls mit EUR 50.000 in den Vergleich gehen wollen. (Als Verhandlungsbasis)

Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Diese Anmerkung verstehe ich nicht.....Der Anspruch auf Aufstockung oder ehebedinger Nachteil liegt in diesem Bereich von ca. 500 EUR eher auf einem niedrigeren Niveau...heißt das, das Gericht setzt hier andere Werte an als die aus der 3/7-Rechnung?
Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Sie sagen aber auch, dass trotz ihres "hohen" Einkommens ein solcher Unterhalt unumgänglich ist?!

Ich beschreibe es nochmals verständlicher:

Grundannahme 1) ist, dass ein Gericht zu einem Anspruch kommen könnte, ggf. § 1573 BGB, evtl auch § 1578b BGB. Das ist aber nicht gesetzt und daher in die Abwägung einzustellen - das Risiko ist dass das Ergebnis zwischen "voller Unterhalt" und "garnichts" liegen könnte - das spielt dann für die Verhandlung um den Abfindungsbetrag eine Rolle

Grundannahme 2) Unter Berücksichtigung der geänderten Steuerklassen läge der Unterhaltsanspruch nach der 3/7-Rechnung bei ca. EUR 500,00. Hierin ist der Unterhalt für die Kinder berücksichtigt

Aus diesen Annahmen gerechnet auf 10 Jahre würde sich dann ein Anspruch von 60.000 bis 96.000 ergeben können.

Diese Summe wäre nun herunterzurechnen:

1) Das Risiko, gar nichts zu bekommen ist hoch.

2) Sie kann noch auf 100 % aufstocken und wird entsprechende Gehaltserhöhungen und Hochstufungen erhalten können

3) die bereits oben genannten Gründe

Dabei wäre zu berücksichtigen, dass selbst wenn sie 500 EUR bekäme, dies nicht zwingend existenzsichernd wäre - von daher ein niedriges Unterhaltsniveau. Unterhalt ist aber nicht dazu gedacht, einen hohen Lebensstandard in die Zukunft zu finanzieren.

Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
Mein Resumee: Sie hat Anspruch auf Unterhalt. Ihre Argumentation wird der eheliche Nachteil sein (verwirkte Karriere zur Schulleitung / Schulamt), w.z.b.w. (dürfte schwer fallen). Zunächst muss sie auf Vollzeit aufstocken, dann könnte die 3/7 Regel als Grundlage dienen. 10 Jahre sind die maximale Zahlungsverpflichtung, ggf. entscheiden Gerichte auch weniger.

genau - das mit der Schulleitung dürfte sie nicht hinbekommen und deswegen würde sie auf der Besoldungsgruppe ohnehin kleben bleiben. Von daher hat sie keinen ehebedingten Nachteil

ansonsten haben Sie es richtig verstanden. Dankeschön

bitte denken Sie noch daran, die Bewertung vorzunehmen

RHGAnwalt und 2 weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Monaten.
mache ich, danke ***** ***** einen schönen Restabend.

bitteschön :) Ihnen auch eine gute Zeit